Shimano gegen Sram – Kassetten im Vergleich Shimano gegen Sram – Kassetten im Vergleich

Shimano oder Sram: Kassetten

Shimano vs. Sram: MTB-Kassetten im Vergleich

Christoph Listmann am 23.11.2015

Vor ein paar Jahren haben sich die 11–36er-Ritzel als gängiger Standard für MTB-Kassetten etabliert und sind es bei den 10fach-Schaltungen auch weiterhin. Doch nun kommen 11fach-Kassetten dazu.

Bei der Schaltqualität unterscheiden sich die einzelnen Kassetten innerhalb einer Preisklasse kaum. Zwischen den Kassetten der mittelpreisigen und der Top-Gruppen zeigen sich die funktionalen Unterschiede mehr bei der Schmutzempfindlichkeit unter widrigen Bedingungen und beuim Finish. Der Unterschied in Sachen Schalt-Performance ist im sauberen Zustand gering. Nur erfahrene Piloten werden die Differenzen im Praxiseinsatz erspüren. Das Preisspektrum wird vielmehr über die Materialauswahl und den Arbeitsaufwand bei der Herstellung bestimmt. Bei Shimanos XTR zum Beispiel stecken sechs edle Titanritzel auf einem nicht minder wertigen Carbon-Spider. Die Sram-X-Dome-Kassetten der XX1, XX und X01 werden zum Beispiel in stundenlanger Fertigung aus einem Stahlblock gefräst. Zwischen den einfacheren Gruppen (Deore/X7) und den Top-Gruppen (XX1/XTR) steigt der Preis dadurch schnell mal auf das Fünf- bis Siebenfache an. Die Haltbarkeit ist dabei überall auf hohem Niveau, wobei die aus einem Block gefrästen Stahlritzel nach unseren eigenen Messungen noch etwas länger halten.

Fotostrecke: Shimano oder Sram: MTB-Kassetten im Vergleich

Shimano Sram 11 fach kassette

An der neuen Shimano XTR-11fach-Kassette (links) erkennt man, welcher Aufwand betrieben wird, um das Gewicht niedrig zu halten: Die größten sechs Ritzel bestehen aus Titan, paarweise auf Carbon Spidern fixiert. Kaum weniger bestimmt geht Sram bei ihren Top-Gruppen vor und fräst wahre Kunstwerke aus einem Stahlblock.

Shimano Sram Freilauf 11 fach

Alle Shimano-Kassetten (inkl. der Elffach-XTR) und die Zehnfach-Kassetten von Sram arbeiten mit dem bisherigen Freilaufkörper-Standard (links). Nur Srams Elffach-Kassetten (10–42 Zähne) erfordern einen komplett neuen Freilaufkörper (rechts), der sich XD nennt und wiederum je nach Hersteller um 30–60 Gramm leichter ausfällt.

Fazit zu Shimano- und Sram-Kassetten:

Bei Zehnfach-Schaltungen liegen die Kassetten in den jeweiligen Preisbereichen funktionell auf einem Niveau. Dafür gewinnnt Shimano die Preis/Leistungswertung deutlich. Bei Elffach-Gruppen bietet Sram mit 10–42 Zähnen eine größere Bandbreiteund eine sehr leichte Lösung. Doch die Amerikaner sind auch exorbitant teuer, außerdem eignet sich die 10-42er Kassette nur für Einfach-Kurbeln. Die Shimano-XTR-11fach (11–40 Zähne) lässt sich dagegen auch mit 2- und 3fach-Kurbeln kombinieren.

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Christoph Listmann am 23.11.2015
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