Von der günstigen Shimano-Deore-Gruppe über italienische Tuning-Kassetten bis zur Classified-Getriebeschaltung. Alle Antriebs-Neuheiten 2021 in der Übersicht.

  • Mit der TRP G-Spec TR12 bietet die Firma aus Taiwan ihr erstes Zwölffach-Schaltwerk samt Trigger. Für das komplette Set muss man jedoch auf Kurbel und Kassette von anderen Anbietern zurückgreifen. Die Bauteile sind mit Shimano kompatibel, Trigger und Schaltwerk kosten zusammen 339 Euro und wiegen 402 Gramm.
  • Mit der KFX bietet die italienische Firma FSA eine leichte Alu-Kurbel an, die sich in Sachen Gewicht (520 Gramm) ungefähr auf XTR-Niveau bewegt. Preis: 399 Euro.
  • Die Nabe vom belgischen Unternehmen Classified ist eigentlich eine Rennrad-Neuheit. Trotzdem zeigen wir sie hier, denn die Idee ist genial: Das Getriebe im Freilaufkörper bietet zwei verschiedene Übersetzungsstufen und erhöht damit die Übersetzungsbandbreite wie eine Zweifach-Kurbel, ohne die Vorteile des Einfach-Antriebs aufzugeben. Denn das Getriebe baut so klein, dass die Nabe mit normalen Einfach-Antrieben kompatibel sein soll. Eine Mountainbike-Version wurde bereits in Aussicht gestellt, auch Shimano soll ein ähnliches Konzept zum Patent angemeldet haben.
  • Das elektronische Schalten hat klare Vorteile, doch die Ergonomie konnte zumindest bei Srams AXS bislang nicht auf ganze Linie überzeugen. Jetzt schafft Sram Abhilfe: Mit dem AXS Rocker Paddle wird geschaltet wie bei einem konventionellen Antrieb, das Nachrüst-Kit kostet verhältnismäßig nur 20 Euro. Fair, denn die AXS alleine ist ja schon teuer genug.
  • Mit der Einführung der Zwölffach-Deore wird Bandbreite endlich wieder für jeden bezahlbar. Der Preis für die komplette Shimano-Schaltgruppe inklusive Kassette und Kurbel liegt bei fairen 260 Euro.
  • Kassetten hält der Nachrüstmarkt mittlerweile auch für 12fach-Schaltungen bereit. Der Clou der Drittanbieter ist eine oft höhere Bandbreite und ein geringes Gewicht. Hier zum Beispiel die E-Thirteen Helix R mit 9 bis 50 Zähnen. 345 Gramm leicht für nur 300 Euro. Gibt's auch in vielen anderen Farben.
  • Racern könnte das gefallen: Die Kassette der Customschmiede Ingrid aus Italien bietet mit 10 bis 48 Zähnen zwar eine geringere Bandbreite als klassische Zwölffach-Kassetten, glänzt dafür aber mit homogeneren Gangsprüngen. Kostenpunkt für das 332 Gramm schwere Fräskunstwerk: 350 Euro.
  • Auch Sram verpasst der guten alten Zwölffach-Kassette ein Update. Alle Kassetten von XX1 bis GX kommen jetzt mit 10 bis 52 Zähnen und entsprechend einer Übersetzungsbreite von 520 Prozent (vorher 10-50, 500 Prozent). Die GX Version kostet 220 Euro und wiegt 452 Gramm. SX und NX müssen weiter mit kleinerer Bandbreite auskommen.
  • Vom italienischen Tuner Leonardi kommt diese Zwölffach-Kassette in rot und schwarz. Mit 9 bis 48 Zähnen bietet sie eine Bandbreite von 533 Prozent und wiegt 350 Gramm. Sie kostet 380 Euro.