Schaltungen

Nachhaltige MTB-Schaltung der Zukunft?

Ludwig Döhl

 · 29.10.2021

Nachhaltige MTB-Schaltung der Zukunft?Foto: Georg Grieshaber

Sram hat den technischen Fortschritt am Mountainbike maßgeblich mitgeprägt. Bei unserer RIDE-GREEN-Kampagne will der zweitgrößte Komponentenhersteller der Welt auch bei der Nachhaltigkeit Akzente setzen.

Sram ist nach Shimano der zweitgrößte Komponentenhersteller der Welt. Die Firma wurde 1987 in Chicago (USA) gegründet. Anfangs bestand die Produktpalette nur aus Drehgriffen für Schaltungen. Mitte der 90er wurde die deutsche Firma Fichtel und Sachs aufgekauft und zeitgleich das Produktportfolio stetig erweitert. Heute gehören auch die Marken Rockshox, Zipp, Truvativ, Time und Quarq zum Sram-Konzern. Der ehemalige Fichtel-und-Sachs-Standort in der Romstraße 1 in Schweinfurt ist immer noch Srams Entwicklungszentrale für Antriebe. Und die haben wir für ein ganz besonderes Anliegen besucht.

Denn so technisch ausgereift Mountainbikes jetzt schon sind: Um die Nachhaltigkeit unserer Sportgeräte hat sich bislang noch niemand ernsthaft bemüht. Mit unserer RIDE-GREEN-Kampagne haben wir Anfang des Jahres ein spannendes Thema angestoßen, das nicht nur die komplette Gesellschaft umtreibt, sondern auch in der Fahrradindustrie immer höhere Wellen schlägt. Dabei widmen wir uns gemeinsam mit Partnern wie Sram, Syntace, Danico Biotech, Canyon, Trickstuff oder Schwalbe und Experten der Cradle-to-Cradle NGO dem Thema Nachhaltigkeit. In der BIKE-Ausgabe 1/2022 gibt's den großen Abschluss-Report und wir werden unser RIDE-GREEN-Konzept-Bike vorstellen.

Maximal haltbar und möglichst gut recycelbar

Den Anfang machte dabei Syntace mit hochwertigen Laufrädern, Lenker, Vorbau und Sattelstütze aus Aluminium, gefolgt von Bio-Schmiermittel-Spezialist Danico-Biotech, die für unser Projekt-Bike alle Öle und Fette stellen werden – zu 100 Prozent auf pflanzlicher Basis und biologisch abbaubar. Die Bremsen des Projekt-Bikes werden präzisionsgefertigte und extrem haltbare Trickstuff-Stopper made in Freiburg sein, deren Ersatzteilversorgung auf Jahre gesichert ist. Reifen und Schläuche kommen von Schwalbe, die mit ihrem prämierten Schlauch-Recycling schon seit fast einem Jahrzehnt die eigene Umweltbilanz verbessern. Sram liefert den Antrieb für unser möglichst nachhaltiges Mountainbike. In BIKE 12/21 klären wir deshalb gemeinsam mit Sram, wie langlebig überhaupt ein Kettenantrieb sein kann und wo bei der Herstellung in Sachen Umweltbilanz die größten Hürden liegen. Einen ersten Einblick gibt unser Video:

Unser Hausbesuch im Rahmen des RIDE-GREEN-Projekts bei Sram als Video.

Die Öko-Schaltung von Sram

Um den ökologischen Fußabdruck bei der Schaltgruppe gering zu halten, hat Sram besonders haltbare Schaltungskomponenten zu einer Gruppe kombiniert und mit eigens angefertigten Prototypen ergänzt.

  Die Kurbel entstammt dem aktuellen Sram-NX-Eagle-Ensemble und wurde ausgewählt, weil nur bei ihr die Kurbelarme und die verpresste Welle aus derselben Aluminiumlegierung bestehen. So kann das verwendete Material sortenrein recycelt werden. Das verbaute Stahlkettenblatt kostet nur 19 Euro im Handel und wurde montiert, weil seine Haltbarkeit deutlich besser ist als bei den teureren, aber leichteren Aluminiumkettenblättern.Foto: Georg Grieshaber
Die Kurbel entstammt dem aktuellen Sram-NX-Eagle-Ensemble und wurde ausgewählt, weil nur bei ihr die Kurbelarme und die verpresste Welle aus derselben Aluminiumlegierung bestehen. So kann das verwendete Material sortenrein recycelt werden. Das verbaute Stahlkettenblatt kostet nur 19 Euro im Handel und wurde montiert, weil seine Haltbarkeit deutlich besser ist als bei den teureren, aber leichteren Aluminiumkettenblättern.

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