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Sättel

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Jörg Spaniol am 03.05.2006

Neues Jahr, neue Sättel, neue Erkenntnisse: BIKE hat 18 Modelle getestet – und dabei vieles über die Problematische Beziehung zwischen Mensch und Maschine herausgefunden.

Dem US-Mediziner Dr. Irwin Goldstein verdankt die Radbranche eines der Aufreger-Themen der vergangenen Jahre: Die Impotenz! „Männer sollten nicht Rad fahren. Es ist der irrationalste Sport, den es gibt“, äußerte der meinungsstarke Urologe vor knapp zehn Jahren. Ein folgenreicher Schocker. Folge Nummer eins: Innerhalb von drei Jahren sank die Zahl der Radler in den USA um 20 Prozent – ein beispielloser Niedergang. Folge Nummer zwei: Die Sattelhersteller griffen das Thema begierig auf. Specialized entwickelte mithilfe seines „Haus-Arztes“ Roger Minkow die Body-Geometry-Sättel – und verkaufte davon bislang mehr als 1,5 Millionen Exemplare. Folge Nummer drei: Andere Forscher erstellten weitere Studien, die den Alarmruf des Dr. Goldstein bis zur Unhörbarkeit dämpften.

Vorläufiges Ergebnis: Es ist möglich, Blut- und Nervenbahnen der Geschlechtsteile mit falschen Sätteln bis zur Zeugungsunfähigkeit zu schädigen. Aber besonders wahrscheinlich ist es nicht. Für Biker dürfte das Risiko folgenreicher Quetschungen ohnehin deutlich niedriger liegen als für die viel flacher sitzenden Rennradler. Die Impotenzpanik ist ziemlich verpufft.

Folgende Sättel finden Sie im PDF-Download:

Fizik Aliante, San Marco Azoto Tria, SDG Ti-Fly, Selle Italie SLC, Selle Italia SLK Gel, Selle Italia SLR T1, Selle Royal Viper, Selle SMP Strike Pro, Specialized Jett 143, Specialized Rival 130, SQ-Lab 612, SQ-Lab 613, Terry Fly XCR, Terry Butterfly RS, Tune Speedneedle, Velo Mike Kluge Race, Velo Pro Lite Titanium

 

Jörg Spaniol am 03.05.2006