Test: Hutchinson Toro Enduro

Reifentest: Hutchinson Toro Enduro

  • BIKE Magazin
 • Publiziert vor 5 Jahren

Der neue Hutchinson Toro Enduro soll ein Allround-MTB-Reifen für sämtliche Bedingungen und Untergründe sein. Wir haben den Hutchinson-Pneu auf 20000 Tiefenmetern getestet.

Plus weil Muss? Wohl kaum. Hutchinson folgt nicht dem Trend der Branche, sondern setzt nach wie vor auf schmale, kleinvolumige Mountainbike-Reifen. So auch bei ihrem neuen Modell, dem Hutchinson Toro Enduro . Er ist in allen drei Laufradgrößen in 2,25 oder 2,35 Zoll Breite erhältlich. Gemein haben jedoch alle Toro-Reifenmodelle die Hard Skin-Karkasse, die auch einen Tubeless-Aufbau erlaubt. Dieser gelingt selbst mit der Standpumpe problemlos.

Das Profil des Hutchinson Toro Enduro im Detail.

Nur 51 mm breit, dafür 970 Gramm schwer

Ist der Enduro-Pneu erst einmal montiert, bleibt er selbst bei extrem niedrigen Luftdrücken noch auf der Felge. So ließ sich der Toro Enduro mit lediglich 1,2 bar fahren – doch dann werden ab und zu Schläge relativ ungefiltert an den Fahrer weitergegeben. Zu Durchschlägen kam es auch noch bei 1,4 bar Luftdruck, der sich auf fast 20000 Tiefenmetern als optimaler Mittelwert herausstellte. Denn erhöht man den Druck, sinkt der Grip spürbar. Dies ist vor allen Dingen der gut rollenden Reifenmischung zuzuschreiben, welche für heikle Situationen gerne etwas klebriger hätte ausfallen können. Selbst bei 1,8 bar Luftdruck im Reifen sind noch vereinzelt Durchschläge zu vermerken. Dies liegt sowohl an dem niedrigen Reifenvolumen, als auch an der nicht besonders robusten Karkasse. Tubeless aufgebaut hatten wir nie Probleme mit Pannen. Mittlerweile verliert der Reifen zwar über einen längeren Zeitraum minimal Luft, was aber im Rahmen liegt. In der getesteten 2,25 Zoll-Variante in 27,5 Zoll ist der Reifen lediglich 51 mm breit, bei einem recht stattlichen Gewicht von 970 Gramm.

Fällt schmal aus: Die 2,25 Zoll-Version des Hutchinson Toro Enduro ist 51 mm breit.

Hutchinson Toro Enduro überzeugt im Trockenen

Auf dem Trail kann der Hutchinson Toro Enduro nicht nur durch hohe Bremstraktion punkten, sondern überzeugt gleichermaßen in den Kurven. Auch Off-Camber-Passagen nimmt der Hutchinson-Reifen den Schrecken. Uns hat der Reifen besonders auf trockenem Untergrund überzeugt, egal ob fest oder lose. Gerade auf trockenen Steinen lässt einen die Traktion nicht im Stich. Wird der Boden zu weich, limitieren die relativ kurzen Stollen den Grip. Dies macht sich auch in tiefem Matsch bemerkbar. Kommt der Toro Enduro mitein wenig feuchtem Untergrund noch gut zurecht, ist der Grip auf nassen Steinen oder Wurzeln begrenzt. Dies ist der harten Gummimischung zuzurechnen. Aufgrund dieser hält sich der Verschleiß jedoch nach 300 Kilometern noch stark in Grenzen.

In Sachen Bremstraktion und Grip auf trockenem Untergrund konnte der Hutchinson Toro Enduro im Test überzeugen.

Test-Fazit zum Hutchinson Toro Enduro:

Alle, die mal einen Blick über den Tellerrand jenseits von Schwalbe, Continental und Maxxis wagen und ihren Horizont erweitern wollen, finden mit dem Hutchinson Toro einen guten, wenn auch etwas schmalen Allround-Reifen. Die Pannensicherheit ist gut, die Haltbarkeit auch.

Themen: EnduroHutchinsonReifenTest 2015Toro


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