MTB-Reifen Maxxis Rekon gegen Michelin Wild Mud im Test MTB-Reifen Maxxis Rekon gegen Michelin Wild Mud im Test MTB-Reifen Maxxis Rekon gegen Michelin Wild Mud im Test
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Duell: Maxxis Plus-Reifen und Michelin Schlammreifen im Test

MTB-Reifen Maxxis Rekon gegen Michelin Wild Mud im Test

  • Christian Artmann
 • Publiziert vor 4 Jahren

Wenn der Regen auf die Trails prasselt, wird die Tour zur Schlingerpartie. Neben klassischen Schlammreifen versprechen nun auch mäßig bestollte Plus-Reifen den entscheidenden Extrabiss im Matsch.

"Mit den pummeligen Reifen hast du hier keinen Spaß!" Das meinte vor Kurzem ein Biker auf einem regennassen Alpen-Trail zu mir. "So was braucht man hier!", grinste er und zeigt dabei auf seine grobstolligen Freeride-Reifen.

Die Theorie Traktion, beziehungsweise Grip ist ein zentraler Faktor beim Biken. Schließlich bestimmt er maßgeblich darüber, ob man den Trail im Flow oder als "Tanz auf rohen Eiern" erlebt oder sogar absteigen muss. Mehr Traktion bedeutet mehr Sicherheit – beim Bremsen, in Kurven und auf abschüssigem Untergrund. Und genau deswegen können die meisten Biker auch nie genug davon bekommen. Aber welcher Reifen ist auf matschigem Untergrund die erste Wahl? Jahrelang waren klassische Schlammreifen die "Master of Traktion". Nun haben sie Konkurrenz bekommen. Dicke Plus-Reifen ermöglichen einen geringen Luftdruck, was viel Grip aufgrund der großen Auflagefläche verspricht. Schlammreifen dagegen greifen mit ihrem schmalen Profil und ausgeprägten Stollen tief in den Boden. Zwei grundverschiedene Konzepte. Der Maxxis Rekon mit seiner Breite von 2,8 Zoll und den moderaten Stollen ist ein Paradebeispiel für die junge Riege der Trail-orientierten Plus-Reifen. Auf der anderen Seite vertritt der Michelin Wild Mud die Gattung "schmal und aggressiv". Der Wild Mud zeichnet sich durch seine weitständigen, hohen Stollen und die weiche, griffige Gummimischung aus. Beide Reifenpaare wurden am gleichen Bike (Scott Spark 700 Plus Tuned) auf identischen Laufrädern (Felgen­innenweite: 35 Millimeter) gefahren. Während die Tester die Schlammreifen des Pannenschutzes wegen mit 1,55 bis 1,7 bar befüllen mussten, konnten die Plus-Reifen mit 1 bis 1,2 bar gefahren werden. Als Testgelände dienten Wald-, Wurzel und Felsen-Trails, aber auch nasse Bergwiesen und schlammige Forstwege.

Robert Niedring Schlammschlacht Praxistest: Maxxis Rekon gegen Michelin Wild Mud

Die Praxis "Wow, die Dinger halten ja super!" Nicht nur auf trockenen Böden gaben sich die Plus-Reifen bemerkenswert traktionsstark. Selbst auf nassen Steinen und schmierigen Wurzeln waren sie kaum aus der Ruhe zu bringen. Auch wenn Profil und Gummimischung dazu beitragen, spielt der niedrige Luftdruck eine große Rolle. Dadurch können sich die Plus-Reifen dem Untergrund anpassen und stets eine große Kontaktfläche zum Boden generieren – und mehr Fläche bedeutet meist auch mehr Traktion. Außerdem überrollen sie durch ihre Eigenfederung Hindernisse spürbar satter. Die Schlammreifen geben sich dagegen viel direkter. Nach Traktionspotenzial beurteilt, sind sie den Plus-Reifen auf den meisten Böden zwar überlegen – wenn auch nur knapp – fordern aber eine exaktere Linienwahl und fahrerisches Können. Nur in wirklich tiefem Schlamm können sich die Nässespezialisten klar absetzen. Auf losem Schotter und Kies sind die Plus-Reifen dafür ruhiger zu fahren. Die Möglichkeit, später anzubremsen und Kurven noch aggressiver zu nehmen, erkauft man sich bei den Schlammreifen aber mit deutlich höherem Rollwiderstand. Okay fürs Endurorennen, aber nicht für Touren oder den Allround-Einsatz.


Unser Fazit: Traktion satt bieten beide. Der Schlammreifen gewinnt zwar knapp die isolierte Traktionswertung, die Plus-Reifen trumpfen aber mit hoher Vielseitigkeit und gewinnen so die Praxis-Gesamtwertung.

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    MTB-Reifen Maxxis Rekon gegen Michelin Wild Mud im Test
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    Reifen Duell: Plus-Reifen von Maxxis und Michelin im Test
    Maxxis Rekon gegen Michelin Wild Mud: Testergebnisse

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