Carbon-Laufräder 2018: 9th Wave 4-Shore im Test

Beach-Babe: Carbon-Laufrad für Rennen im Sand

  • Henri Lesewitz
 • Publiziert vor 2 Jahren

Die 4-Shore-Laufräder von 9th Wave wurden für Beach-Rennen erfunden: ein leichtes Twentyniner-Laufrad-Set mit hohen, windschnittigen und breiten Carbon-Felgen für Tubeless-Reifen ab 2,3er-Breite.

Wäre Laktat die entscheidende Maßeinheit, dann wäre Holland das Land mit den höchsten Bergen. Nicht, dass man irgendwelche Berge sehen könnte. Holland ist flach wie ein Kuchenteller. Doch, wer schon mal an einem der berühmt-berüchtigten Strandrennen teilgenommen hat, der weiß: Es fühlt sich an wie Bergauffahren. Sandiger Untergrund und fauchender Gegenwind treiben das Laktat in die Beine, wie es sonst nur steilste Schotterrampen vermögen.

Aerodynamik ist entscheidend, genauso wie die Wahl des optimalen Reifens, der gleichermaßen breit genug gegen Einsinken sein muss, aber noch leicht genug, um dem Fahrer keine sinnlosen Körner zu kosten. Die 9th Wave 4-Shore-Laufräder sind die Antwort auf die technischen Besonderheiten, die Beach-Rennen ans Material stellen: ein leichtes Twentyniner-Laufrad-Set mit extra hohen, windschnittigen Carbon-Felgen (42 Millimeter Höhe, ähnlich Rennrad-Aerofelgen!), die für Tubeless-Reifen ab 2,3er-Breite konzipiert sind. Die Innenbreite der Felgen beträgt gewaltige 34, die Außenbreite 40 Millimeter. Die Felgen wiegen dennoch nur 485 Gramm/Stück. Die 4-Shore füllen die Lücke zwischen Race- und Plus-Laufrädern und sind deshalb auch für sportliche Trail-Biker höchst interessant. Nahezu gleich leicht wie Mavics Top-Set Pro Carbon (1510 Gramm) lassen sich dickere Reifen montieren, was in ruppigem Gelände sehr von Vorteil sein kann. Schwalbe bietet seinen leicht rollenden Marathon-Klassiker Racing Ralph auch in 2,35er-Breite an. Durch die breiten Felgen lässt es sich mit wenig Luftdruck fahren, ohne dass sich die Reifen schwammig anfühlen.

Der Vergleich mit einer All-Mountain-Felge zeigt die Dimensionen der 9th Wave 4-Shore (re.) mit ihren gewaltigen 40 Millimetern Außenbreite.


Testfazit: top Grip, top Dämpfung und kein Eingraben in sandigen Passagen. Keine Frage: Die MTB-Laufräder 9th Wave 4-Shore können ein paar klare Pluspunkte einfahren. Wobei man sich vor dem Kauf aber im Klaren sein sollte, welche Reifen man wirklich zu fahren gedenkt. Ein Downgrade, etwa auf 2,2er- oder 2,1er-Breite, ist mit den 4-Shore nicht möglich. Die Felgen verlangen nach mindestens 2,3er-Reifen. Mit den 9th Wave legt man sich auf breite Reifen fest. Das muss gut überlegt sein.

Reporter Henri Lesewitz startete mit den 9th Wave 4-Shore beim 369 Kilometer langen Nonstop-Marathon Desert Dash in Namibia.



PLUS   Robust und steif, dennoch leicht wie CC-Race-Laufräder der Top-Liga. Fairer Preis, gegen Aufpreis auch im Wunsch-Design lieferbar.
MINUS   Wer bei einem Defekt auf Schlauch wechseln muss, braucht eine Ventilverlängerung. Montage dünnerer Reifen nicht möglich. 2,3er-Breite ist Minimum.


Preis   1399 Euro
Gewicht   1560 Gramm

Testurteil Carbon-Laufrad-Set 9th Wave 4-Shore.



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Themen: 9th WaveCarbon-LaufradTest


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