Federgabel-Test plus Workshop zum Setup

  • Matthias Dreuw
 • Publiziert vor 11 Jahren

In BIKE 01/2010 finden Sie den großen Federgabeltest. Mit von der Partie sind die großen Hersteller Marzocchi, Magura, Fox, Rockshox, SR Suntour und RST. Aber auch einige Underdogs haben interessante Gabeln geliefert: Die deutsche Schmiede German.A: und die beiden Komplettbike-Hersteller Cannondale und Specialized. Zusätzlich zeigen wir den Weg zum optimalen Basis-Setup.

Genau wie im vergangenen Jahr haben wir die Gabeln nach Federwegen klassifiziert und von Cross-Country über All-Mountain bis Enduro die Testkriterien unterschiedlich gewichtet.

Bei einigen Herstellern hat sich im Vergleich zum Vorjahr an der Technik nichts verändert: den entsprechenden Test vom vergangenen Jahr findet ihr unten als kostenlosen PDF-Download.

In einem Video geben wir Ihnen tieferen Einblick über unsere Testabläufe, klicken Sie doch mal rein:
Federgabeltest
im Videocenter.

Aber ganz egal ob Ihre Gabel neu oder alt ist, wir zeigen Ihnen noch mal, wie Sie schnell und einfach die Basis-Einstellungen an Ihrer Federgabel vornehmen. Dann steht dem Spass auf dem Trail nichts mehr im Weg.


Federhärte

Hat die Gabel ein Plattform-System zur Wipp-Unterdrückung, schalten Sie dieses zunächst aus (Manitou-Druck in der SPV-Kammer auf 2,75 bar reduzieren). Befestigen Sie einen Kabelbinder locker an einem der Standrohre und schieben ihn nach unten. Setzen Sie sich vorsichtig aufs Bike und nehmen Fahrposition ein (mit dem Ellenbogen an der Wand abstützen). Jetzt steigen Sie ab und greifen zum Maßband.
Der Negativfederweg (Sag) ist der Abstand von der Unterkante des Kabelbinders bis zur Oberkante Tauchrohrdichtung. Der Negativfederweg sollte bei Marathon-Einsätzen etwa 15 Prozent des Maximal-Hubs ausmachen. Je ruppiger das Gelände, um so wichtiger wird der Negativweg. Für All-Mountain-Bikes empfehlen wir 25-30 Prozent. Passen Sie nun den Druck in der Hauptkammer an, bis der Sag stimmt. Bei Gabeln mit getrennter Negativluftkammer ent­nehmen Sie den passenden Positivluftdruck aus dem Handbuch. Den Negativluftdruck stellen Sie anschließend ein, wie oben erklärt.


Zugstufe

Dieses Feature reguliert die Ausfedergeschwindigkeit des Vorderrades nach einem Hindernis.
Drehen Sie zunächst die Zug- und Druckstufendämpfung in Richtung „ungedämpft“ und lassen Sie die Plattform abgeschaltet. Drehen Sie nun die Zugstufe so weit zu, dass die Gabel nach impulsivem Einfedern im Stand nicht mehr zurückspringt, sondern gerade sicht­bar langsamer auftaucht. Diese Grundeinstellung mit leicht veränderten Einstellungen auf der Hausrunde ausprobieren.
Vorsicht: Zu viel Zugstufe lässt die Gabel schnellen Stößen nicht mehr folgen.


Druckstufe

Die Druckstufe ist nicht an jeder Gabel justierbar und ihr Einfluss ist im Stand nicht ganz einfach einzustellen. Sie reguliert die Einfedergeschwindigkeit.
Ist die zu schnell, hebt das Rad nach heftigen Schlägen vom Boden ab.
So viel als Anhaltspunkt: Bei langgezogenen Wellen kann die Druckstufe offenbleiben. Ist die Strecke ruppig, mit schnellen Schlägen: etwas zudrehen.
Setzen Sie die Druckstufe dosiert ein, nur so viel wie nötig.
Häufig wird die Druckstufe als Durchschlagschutz missbraucht, das funktioniert zwar, aber raubt Komfort: besser die Federhärte anpassen.
Einige Hersteller regulieren über die Druckstufe das Fahrwerkwippen, ebenfalls auf Kosten des Komforts.



Zum Federgabeltest in BIKE 1/2010 gelangen Sie hier ->

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