Einzeltest 2019: Rockshox Sid Ultimate Einzeltest 2019: Rockshox Sid Ultimate

Einzeltest 2019: Rockshox Sid Ultimate

MTB-Gabel Rockshox Sid Ultimate im Kurztest

Henri Lesewitz am 30.11.2019

Amerikaner sind Profis im Verpacken. Ob Geschenk, Technik oder Information, die Hülle ist genauso wichtig wie der Inhalt. So präsentiert sich auch die neue Rockshox SID glamourös und selbstbewusst.

Neue Farbe (zurück zum altehrwürdigen SID-Blau), neuer Name (Top-Version: jetzt Ultimate statt Worldcup) und neue Technikfinessen. Letztere werden in der Pressemitteilung wortreich beschrieben. Neues Öl, neue Abstreifringe, ein neuer Zugstufendichtring. Man liest das und spürt die Verzweiflung der Ingenieure: Was, verdammt noch mal, lässt sich an dieser Gabel noch verbessern? An der SID, die Cross-Country-Weltmeister Nino Schurter von Sieg zu Sieg trägt und der im letzten BIKE-Federgabeltest (6/2018) die Note Super gelang. Im Labortest offenbart sich dann auch, dass das Tamtam um die technischen Neuheiten mehr eine PR-Fanfare ist, die kaschieren soll, wie klein der Evolutionssprung vom Vorgänger zum neuen Modell ausgefallen ist. Gewicht, Federkennlinie, Verdrehsteifigkeit: alles nahezu identisch mit der vorangegangenen SID. Spürt man im Gelände einen Unterschied?

Beim BIKE-Marathon in Riva musste sich die Gabel unter Hardcore-Bedingungen beweisen. Die Ronda Extrema mit 89 Kilometern und 3933 Höhenmetern forderte die SID aufgrund von Matsch, Nässe und Dauergeholpere voll heraus. Wie ein Messer in warme Butter, so glitten die Stand- in die Tauchrohre. Das Losbrechmoment war angenehm niedrig. Die SID hielt die Fahrbahnstöße souverän vom Fahrer fern, während die letzten Millimeter Federweg nur bei wirklich harten Schlägen bereitgestellt wurden. Die Steifigkeit? Auf gutem Niveau. Eine top Race-Gabel. Wie die Vorgänger-SID auch.

Einzeltest 2019: Rockshox Sid Ultimate

Rockshox Sid Ultimate | Schlag auf Schlag: Auf der Ronda Extrema beim BIKE-Festival am Gardasee testet Reporter Henri Lesewitz die neue SID am Limit. Die Race-Gabel steckte alle Schläge souverän weg. 

PLUS   Gewicht; Ansprechverhalten; lineare Federkennlinie mit spät einsetzender Progression für viel Komfort; Verarbeitung

MINUS   Kein Schnellspannhebel

Gewicht   1465 Gramm (ohne Lockout-Hebel)

Federweg   102 mm

Preis   1200 Euro inkl. Twistloc


Diesen Artikel finden Sie in BIKE 7/2019. Die gesamte Digital-Ausgabe können Sie in der BIKE-App (iTunes und Google Play) lesen oder die Print-Ausgabe im DK-Shop nachbestellen – solange der Vorrat reicht:

iTunes StoreGoogle Play Store

Henri Lesewitz am 30.11.2019
    Anzeige
  • Branchen News
    Anzeige
  • Das könnte Sie auch interessieren