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Bremsen

Tuning: Günstige Teile

Stephan Ottmar am 31.05.2009

Bike-Tuning boomt. Doch nicht immer geht es um die leichtesten, teuersten Teile. Auch wer auf Preis/Leistung schielt, kann sein Bike optisch und funktionell sinnvoll pimpen. Wir haben die spannendsten Parts für Sie ausgesucht: von 6,95 bis 399 Euro.

Kennen Sie das Gefühl, wenn Sie beim Shoppen so einen richtigen Hammer-Deal abgeschlossen haben? Es fühlt sich irgendwie erhebend an, für kleines Geld einen richtigen Kracher zu landen. Mit diesem Ziel haben wir den Markt durchforstet: namhafte, bewährte Bike-Parts für kleines Geld. Und wir sind fündig geworden. Aus den günstig erstandenen Teilen renommierter Firmen haben wir exemplarisch unser Show-Bike zusammengebaut. Das sieht klasse aus und kostet nicht die Welt. Unser Muster-Bike soll aber nicht zum Nachbauen animieren – denn Custom Made ist immer teurer als ein Komplett-Bike. Doch gerade die etwas günstigeren Bikes haben gerne mal die eine oder andere Schwachstelle, die man gezielt beheben kann. Möglichkeiten, übergewichtige No-Name-Anbauteile durch wertige Markenprodukte zu ersetzen, bietet der Markt reichlich – die Preise der namhaften Tuning-Parts auf unserer Liste haben selbst uns überrascht.

VIEL BREMSLEISTUNG FÜR WENIG GELD

Die Umrüstung von altmodischen Felgenbremsen auf bissige Scheibenbremsen reißt das größte Loch ins Budget. Hier ist neben der Bremsanlage oft ein neuer Satz Laufräder fällig, weil an den Naben die Aufnahme für die Bremsscheiben fehlt. Aber schon für 368 Euro gibt es Abhilfe – und zwar keine schlechte. Die Mavic-Crossride-Disc-System-Laufräder stehen für 190 Euro im Laden und Magura gibt eine komplette Bremsanlage Julie hp für 178 Euro aus der Hand. Die ist zwar nicht die bissigste am Markt, zeigt sich aber gut dosierbar und standfest. An unser Show-Bike schraubten wir eine weiße Pro-Bremsanlage von XLC zusammen mit den scharfen Red Metal 5 der italienischen Laufradbauer Fulcrum. Diese funktionelle Alternative mit individueller Optik gibt’s für 408 Euro.

GABELN MÜSSEN NICHT TEUER SEIN

Sie brauchen eine neue Gabel? Auch hier gibt es echte Preishämmer. Für 249 Euro drängt sich die Epicon von SR Suntour förmlich auf. Eine Luftgabel mit 115 Millimetern Federweg, die vom Lenker aus blockiert werden kann, mit einstellbarer Zugstufe – was will man mehr? Aber auch klangvolle Namen aus dem High-End-Segment wie Rock Shox oder Manitou bieten für hundert Euro mehr sinnvolle Produkte an. Oft ist die Technik im Inneren der Forken die gleiche wie in wesentlich teureren Modellen. Gespart wird am Material – die Gabeln sind dadurch etwas schwerer.

KULTMARKEN ZUM SCHNÄPPCHENPREIS

Werfen wir mal einen Blick in die Kiste mit den Anbauteilen: Hier haben mehrere Firmen interessante Preisknaller auf Lager. Kultmarke Race Face hält mit seinen Ride-XC-Teilen eine solide Einsteigergruppe parat. Im Ritchey- und FSA-Sortiment stöberten wir ebenfalls interessante Günstig-Parts auf. Dass aber auch Firmen wie Syntace derart erschwingliche Produkte auf Lager haben, wissen nur die Wenigsten. Mit dem Duraflite 2014 bekommt man einen 600 Millimeter breiten und 222 Gramm leichten Cross- Country-Lenker für 38,90 Euro. Der Sattel am Show-Bike stammt von der Renommiermarke Selle Italia – für 49,90 Euro.

Besonders gut gefallen hat uns, dass es bereits in dieser Klasse Raum für Individualität gibt. Neben dem Einheits-Schwarz entdeckten wir bei FSA, Control-Tech und XLC einen weißen Lenker und eine weiße Sattelstütze, die wir sofort ans Show-Bike schraubten. Die Griffe von Xtasy werten das Cockpit zusätzlich auf. Den XLC-Flaschenhalter in Carbon-Optik gibt’s für unschlagbare 6,95 Euro. Wir komplettierten das Rad mit der neuen SLX-Schaltung von Shimano (nicht in der Tabelle aufgeführt - siehe Download) – der heimliche Gewinner des Schaltungstest in BIKE 3/09. Die SLX-Einzelteile zusammengerechnet ergeben eine Summe von 204 Euro.

Erhebliches Geld-Spar-Potenzial bergen die Reifen. Ein Satz Pneus der höchsten Qualitätsstufe kostet schnell mal 100 Euro. Doch auch im unteren Preissegment gibt es vernünftige Qualität. Wer zwischen 25 und 40 Euro investiert, bekommt bei fast jedem Hersteller einen ordentlichen Satz Reifen. Der große Preisunterschied ergibt sich, weil die Hersteller auf spezielle Pannenschutz-Einlagen oder komplexe Gummimischungen verzichten. Einen etwas höheren Rollwiderstand und ein höheres Gewicht nimmt man in Kauf. Ein Ritchey Z-Max Premonition etwa kostet in der Drahtversion nur 16,90 Euro, bietet aber das Profil der teuren Version.

Den gesamten Artikel mit der großen Übersichtstabelle über günstige und sinnvolle Tuningteile finden Sie unten als PDF-Download.

Sinnvolle Tuningteile zum vernünftigen Preis bringen Spaß im Gelände

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Stephan Ottmar am 31.05.2009