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Scheibenbremse Tune Kill Hill Scheibenbremse Tune Kill Hill

Test 2014: Leichte Scheibenbremsen von XTR, FSA & Tune

Test Scheibenbremsen: Shimano XTR gegen FSA und Tune

Peter Nilges am 16.06.2014

Shimano XTR, Tune Kill Hill und FSA K-Force heißen die Leichtbremsen, die um die Gunst der Racer buhlen. Wir haben in Labor und Praxis getestet, auf welchen der 300-Gramm-Stopper Verlass ist.

Gerade einmal so viel wie die gedruckte BIKE-Ausgabe 6/2014 bringt ein kompletter Satz der Race-Bremsen in diesem Test auf die Waage. Mit nur 300 Gramm pro Bremse zählen die drei Modelle freilich zum Leichtesten, was der Markt zu bieten hat. Doch auch auf solch magere Rennstopper warten gewaltige Belastungen: Im Cross-Country- oder gar Marathon-Einsatz bringen ausgezackte Höhenprofile das Material ans Limit. Welche der drei Kandidatinnen in unserem Test halten diesen Anforderungen also am besten stand?

Test Scheibenbremsen

Tune Kill Hill mit 285 die leichteste Scheibenbremse am Markt

Mit 285 Gramm pro Bremse und einem Preis von strammen 518 Euro pro Stück markiert die Kill Hill von Tune, die aus dem Hause Brake Force One stammt, gleich zwei Rekorde. Unter 300 Gramm schafft es sonst nur noch die Formula R1 Racing (Test in BIKE 6/13). Auch die nagelneue K-Force von FSA geizt dank Carbon-Hebel und Magnesium-Geber-Gehäuse mit Gewicht. Obwohl die Italiener beim Thema "Scheibenbremsen" Neuland betreten, hinterlässt die K-Force einen sehr guten ersten Eindruck. Trotz Leichtbau lassen sich sowohl Hebelweiten als auch Druckpunkt werkzeuglos verstellen. Die zehn Gramm schwerere XTR besitzt lediglich eine Griffweitenverstellung, für die ein Inbus nötig ist. Bei der Kill Hill mit geschlossenem System und Bremskraftverstärker wird der Belagverschleiß manuell nachgestellt, was ebenfalls Einfluss auf die Lage des Druckpunktes hat. Die Griffweite soll ebenfalls werkzeuglos verstellbar sein, ließ sich an unserer Testbremse aber kaum von Hand drehen.

Fotostrecke: Test Scheibenbremsen: Shimano XTR, FSA K-Force, Tune Kill Hill 2014

Shimano XTR-Bremse: die Beste bei Standfestigkeit und Bremskraft

Da Gewicht selbst bei einer Race-Bremse nicht alles ist, mussten sich die drei Kandidaten mit 160er-Scheiben bei drei Testern (70-85 kg) in der Praxis (Cross-Country-Anforderung) und zusätzlich im Labor beweisen. Sowohl in Sachen Bremskraft als auch bei der Standfestigkeit kristallisierte sich die neue XTR mit Freeza-Scheibe als Beste heraus. Zudem verfügt die M987 mit ergonomischen Carbon-Hebeln über eine gute Dosierbarkeit. Mit minimal schwächerer Bremskraft, aber ebenfalls hervorragender Dosierbarkeit und Ergonomie, schafft es FSA auf den zweiten Rang. Nur unser 85-Kilo-Fahrer brachte die Bremse zum Faden. Die Kill Hill bringt zwar im Labortest schon bei geringer Handkraft eine recht hohe Bremsleistung, doch im Praxistest konnte unsere Testbremse nicht ganz mit der Konkurrenz Schritt halten. Bei harten Bremsungen arbeitete die Kill Hill weniger kraftvoll und aufgrund der wegabhängigen Dosierung etwas schwammiger, was punktuelles Verzögern erschwerte.

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FSA K-FORCE – Infos www.fullspeedahead.com

Gewicht/Größe 306 Gramm/160 mm
Preis noch nicht bekannt

Details Zweikolbenbremse mit einteiligem Sattel, organischen Belägen, Mineralöl, Hebelweite und Druckpunkt werkzeuglos verstellbar

Fazit Die neuen Italo-Stopper können trotz praller Verstell­optionen mit wenig Gewicht und toller Funktion überzeugen. Dosierbarkeit und Ergonomie zählen auf Anhieb zum Besten. Unser 85-Kilo-Fahrer sowie der Labortest deckten etwas geringere Reserven in puncto Standfestigkeit auf.

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SHIMANO XTR M987 – Infos www.paul-lange.de

Gewicht/Größe 316 Gramm/160 mm
Preis 299,90 Euro/Stück

Details Zweikolbenbremse mit zweiteiligem Sattel, organische Beläge, Mineralöl, Hebelweite mit Werkzeug verstellbar

Fazit Auch wenn die neue Freeza-Scheibe mit Extra-Kühlrippen etwas mehr auf die Waage bringt, können sich 316 Gramm immer noch sehen lassen. Der positive Nebeneffekt der neuen Scheibe: Die XTR zeigte sich im Praxistest am standfestesten und packte obendrein kraftvoll zu.

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TUNE KILL HILL – Infos www.tune.de

Gewicht/Größe 285 Gramm/160 mm
Preis 518,00 Euro/Stück

Details Zweikolbenbremse mit einteiligem Sattel, organische Beläge, Mineralöl, Hebelweite verstellbar, Belagverschleiß manuell nachstellbar

Fazit Mit nur 285 Gramm zählt die Kill Hill zu den leichtesten, aber auch teuersten Bremsen der Welt. Im Vergleich zu den beiden anderen Stoppern wirkte unsere Testbremse mit wegabhängiger Dosierung etwas kraftlos, was ein punktuelles, hartes Verzögern im steilen Gelände erschwerte.

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Peter Nilges am 16.06.2014