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Seite 1: Test 2017: Teleskopstützen für Mountainbiker

10 MTB Teleskop-Sattelstützen im Vergleich

  • Ludwig Döhl
 • Publiziert vor 4 Jahren

Lange war die Rockshox Reverb der unangefochtene Platzhirsch unter den Teleskopstützen. Jetzt treten andere ins Rampenlicht. Sie wollen mit langem Hub, gutem Handling und pfiffigen Details punkten.

Wer die Stütze vor der Abfahrt versenkt, zeigt Schwäche! Zumindest war das so bis vor wenigen Jahren. Damals gehörte es für Vollblut-Racer noch zum guten Ton, den Sattelschnellspanner gegen eine Klemme mit Inbus-Schraube auszutauschen – heute fährt sogar Julien Absalon mit einer Teleskopstütze im Cross-Country-Worldcup. Zeiten ändern sich eben. Zum Glück! Mittlerweile zählt die Teleskopstütze zu den größten Innovationen der letzten Jahre und ist schon fast ein Pflichtteil für jeden Mountainbiker: So wollen sich zum Beispiel mehr als zwei Drittel der BIKE-Leser beim nächsten Bike-Kauf für ein Modell mit Teleskopstütze entscheiden.



Diese Teleskopstützen finden Sie im Test:

Test 2017: Teleskopstützen für Mountainbiker

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Jahrelang war die Rockshox Reverb der unangefochtene Platzhirsch unter den Teleskopstützen. Doch nun treten andere ins Rampenlicht. Ihre Mitbewerber wollen mit langem Hub, gutem Handling und pfiffigen Details überzeugen. 


Dabei hat sich seit der ersten Teleskopstütze (Maverick Speedball 2004) einiges getan. Dank ergonomisch gut geformter Lenkerhebel muss niemand mehr die Hand von der Steuerzentrale nehmen, um den Sattel zu versenken. Und auch die interne Zugverlegung durch das Sitzrohr, zur Anlenkung der Sattelstütze, ist 2017 Standard. Wer eine Teleskopstütze in einem dafür nicht vorgesehenen Rahmen nachrüsten will, findet allerdings noch genügend Auswahl: Fox, Kindshock, Rockshox oder Yep Components bieten auch noch Stützen mit außen liegender Anlenkung. Und Maguras Vyron kommt dank Funkfernbedienung sogar ganz ohne Kabel aus, was die Montage zusätzlich erleichtert. Mit der steigenden Nachfrage ist auch das Feld der Wettbewerber gewachsen. Als unangefochtener Platzhirsch hat sich über die letzten Jahren die Rockshox Reverb etabliert. Doch, auch wenn die Reverb ein neues Innenleben verpasst bekam – die Luft für die schlanke Amerikanerin wird dünner. Zwar arbeitet die neue Reverb deutlich schneller als ihre Vorgängerin, ihr Push-Hebel ist den Trigger-Hebeln der meisten Mitbewerber aber unterlegen: Er ist schwerer zu bedienen und mit den Fingern nicht so gut zu erreichen. Das Hauptaugenmerk wollen die Rockshox-Entwickler bei der neuen Reverb vor allem auf mehr Haltbarkeit gelegt haben. Denn bei aller Beliebtheit: Teleskopstützen haben den Ruf, sehr defektanfällig zu sein. Oft entwickeln sie übermäßiges Spiel, sacken ein paar Millimeter ein, sobald man sich draufsetzt, oder lassen sich überhaupt nicht mehr feststellen. Ein häufiger Grund für das Versagen: Die interne Kartusche hat Luft gezogen und muss vom Hersteller gewartet werden. Eine probate Lösung dafür hat der deutsch-taiwanesische Hersteller Bike­yoke gefunden: Eine geschickte Schnellentlüftung der Kartusche per Inbus-Schlüssel erübrigt die Wartung beim Hersteller.

Alle Sattelstützen in unserem Testfeld können stufenlos verstellt werden, und außer Pro (120 mm) bieten alle Hersteller auch langhubige Modelle mit 150 Millimetern an. 9Point8, Rockshox, Kindshock und Bikeyoke haben sogar Stützen mit 160 bis 200 Millimetern Hub im Angebot. Gewichtstechnisch liegen übrigens alle Stützen dicht an der 600-Gramm-Marke. Für Touren- und Enduro-Biker fraglos ein Nachteil, der durch die vielen Vorteile aufgehoben wird. Der ein oder andere Racer freilich wird auch heute noch lieber zum Inbus-Schlüssel greifen.


FAZIT von Ludwig Döhl BIKE-Tester:
Die gute Nachricht: Alle Teleskopstützen funktionieren auf einem hohen Niveau. Bei Hebelergonomie und Bedienkraft gibt’s die größten Unterschiede. Fox und Bikeyoke sichern sich die meisten Punkte. Rockshox verliert seine Vormachtstellung am Markt. Pro überzeugt mit guter Preis/Leistung.

Privatfoto Ludwig Döhl, BIKE-Testredakteur



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