MTB-Sattelstütze Eightpins im Praxistest MTB-Sattelstütze Eightpins im Praxistest MTB-Sattelstütze Eightpins im Praxistest

Teleskop-Sattelstütze Eightpins im Test

MTB-Sattelstütze Eightpins im Praxistest

  • Ludwig Döhl
 • Publiziert vor 4 Jahren

Was haben Fort Knox und die Eightpins-Sattelstütze gemeinsam? Nur ganz wenige Leute wissen, was wirklich drinsteckt. Ultraleicht soll sie sein und einen riesigen Absenkbereich haben. Ein Fahrbericht.

Obwohl der Hersteller Eightpins noch keine Details offenbaren möchte, durften wir schon ein Vorserienmuster über die Isar-Trails jagen. Mit der mechanischen Funktion (ganz ohne anfällige Hydraulik im Inneren) und ihrer integrierten Bauweise stellt die Eightpins eine neue Generation von absenkbaren Sattelstützen dar. Anstatt die Stütze wie üblich am Sattelrohrende zu klemmen, wird sie knapp über dem Tretlager durch eine Querschraube im Rahmen fixiert. Eine Nachrüstung in normale Rahmen ist dementsprechend nicht möglich. Im Modelljahr 2017 gibt es die Eightpins exklusiv an den neuesten Liteville-Bikes.

Die effektive Sattelhöhe wie auch der Verstellbereich lassen sich intern einstellen. Je nach Rahmengröße werden verschiedene Kartuschen verbaut. Zwischen 150 und fast bodenlos wirkenden 220 Millimetern (!) Absenkung sind möglich. Im Falle eines Sturzes erlaubt eine spezielle Kupplung, dass Sattel und Stütze sich wegdrehen. So wird verhindert, dass Rotationskräfte die Mechanik beschädigen. Dass die Eightpins mit angeblich 440 bis 550 Gramm auch noch leichter sein soll als viele Konkurrenten, ist nur ein Nebeneffekt. Und das trotz maximal stabiler Tragestütze mit 33 Millimetern Durchmesser.

Im Praxistest machte die Eightpins einen sehr guten Eindruck. Die mechanische Klemmung funktioniert knackig und arretierte die Stütze sicher. Ein Anheben oder Schultern am Sattel ist auch mit abgesenkter Stütze unproblematisch. Die Rasterung in 6-mm-Schritten ist genauso praxisgerecht wie die stufenlos arbeitende Konkurrenz. Auffällig sind die niedrigen Bedienkräfte. Fast ohne Widerstand senkt man die Stütze ab. Auch der Remote-Hebel ist leichtgängig – selbst unter Volllast. Er harmoniert sowohl mit als auch ohne einen linken Schalthebel. Beim Ausfahren arbeitet die Eightpins flott mit deutlich hörbarem Endanschlag, tut dies aber mit so wenig Nachdruck, dass man sie kaum spürt. Das erfordert etwas Eingewöhnung.


PLUS   Wenn auch nur kurz gefahren, macht die Eightpins funktionell wie auch technisch einen vielversprechenden ersten Eindruck.
MINUS   Durch die Integration ist die Eightpins nur mit speziell dafür konstruierten Rahmen kompatibel. Im Modelljahr 2017 exklusiv nur an Liteville-Bikes.


Gewicht   430 bis 550 Gramm
Info   www.eightpins.at

Robert Niedring Die Eightpins-Sattelstütze passt nur an spezielle Rahmen wie das modifizierte Liteville 301 MK13. Die Abschlusskappe (im großen Bild oben) dient der Führung und Abdichtung.

Themen: Eight PinsEinzeltestSattelstütze


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