Sari Jörgensen

  • Tomek
 • Publiziert vor 15 Jahren

Ihr Aufstieg von der Schulbank zum Bike-Star war märchenhaft. Die Medien nannten sie „Downhill-Cinderella". Dann zerschellte die Karriere der Schweizerin Sari Jörgensen – zusammen mit allerhand Schulterknochen – an einem Sprunghügel. Nun, nach vier Jahren ist sie zurück.

Große Veränderungen beginnen bei Sari Jörgensen (24) mit kleinen Katastrophen. Zweimal pfuschte das Schicksal ins Regiebuch der „Downhill-Cinderella“. Es ist ein bittersüßes Märchen. Eines, das auf Wolke sieben begann, bis heute aber auf sein Happy End wartet. Begonnen hat es 1997 in einer Hotel-Garage. Sari war sechzehn. Alle in der Familie hatten zusammengelegt. Das Nesthäkchen sollte beim Downhill-Worldcup in Kanada gegen die Besten der Welt antreten. Doch in der Nacht vor dem Rennen verschwand das Bike aus der Hotelgarage. Es schien das Ende. Es wurde ein Anfang. Das Yeti-Team lieh ihr ein Bike. Sie raste auf Platz neun damit, durfte das Bike behalten und bekam gleich noch einen Profi-Vertrag dazu. Sie brach die zehnte Klasse ab, ging nach Amerika, wurde Weltmeisterin und von den Medien hysterisch zur „Downhill-Cinderella“ hochgeklatscht. Das Schicksal hatte den roten Teppich ausgerollt. „Ich lebe meinen Traum“, schwärmte sie damals in einem Interview. Dann zog ihr das Schicksal brutal den Teppich unter den Füßen weg. Im Herbst 2000 zerschellte Saris Traum zusammen mit allerhand Knochen an einem Sprunghügel. „Unglaublich, wie lange das jetzt alles her ist“, lacht Sari und schaufelt lösliches Kaffeepulver in eine Tasse mit heißem Wasser.

Sari Jörgensen

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