"Ich mag das Biken, aber ich liebe das Schrauben", hatte Katrin in ihrer Bewerbung für <link follow="follow" target="self" url="mtb_news/szene_news/bike-macht-biker-traeume-wahr/a41573.html">unsere Leseraktion "Wünsch’ Dir was!" geschrieben. Ihr großer Traum: einmal Insider-Tipps von einem richtigen Schrauberprofi bekommen. Denn die Österreicherin, die im "echten" Leben als Software-Entwicklerin arbeitet, hat vor einigen Jahren festgestellt, dass das Arbeiten mit den Händen für sie der perfekte Ausgleich zum tagtäglichen Computerstress ist. <bold>Die komplette Reportage zu Katrins Workshop bei Fahrwerkstuner Marcus Klausmann lesen Sie im siebten Teil von "Wünsch' Dir was!" in <link follow="follow" target="self" url="magazin/heft_archiv/heftvorschau/a43140.html">BIKE 3/2020 – ab 4. Februar im Handel.</bold>

  • Hat man den Dämpfer aus dem Bike gezogen, wird er weiter zerlegt. Aufpassen: Überschüssiges Öl muss bestimmungsgerecht entsorgt werden. Marcus Klausmann hat dafür ein Waschbecken, das mit einem Altölbehälter verbunden ist. Alle anderen kippen das Zeug lieber direkt in entsprechende Flaschen.
  • Die Kleinteile aus dem Hinterbau werden fein säuberlich aufgereiht.
  • Mit Alkohol wird der Dämpfer entfettet und sauber geschrubbt. 
  • Dann wird das Shimstack auseinandergenommen, da sich hier besonders genau feintunen lässt. Allerdings ist besondere Vorsicht geboten. Die Teile dürfen beim Wiedereinbau auf keinen Fall in der Reihenfolge vertauscht werden, sonst ist das ganze Tuning umsonst.
  • Wer tunen will, muss erst einmal den "Ist"-Zustand notieren. Dafür wird erst gemessen.
  • Die Messwerte werden ordentlich aufgeschrieben.
  • Da liegt es nun, das gute Stück. In allen für das Tuning relevanten Teilen. In der Kiste am rechten Bildrand warten schon hunderte neuer Shims auf ihren Einsatz. Da die kleinen Scheibchen recht teuer sind, übersteigt der Wert solcher unscheinbarer Ersatzteilkistchen den Wert des Dämpfers oft um ein Vielfaches.
  • Die einzelnen Shims mit Zwischenstücken. Bei Unsicherheit bringt der Messschieber Licht ins Dunkel.
  • Am Ende müssen alle Teile fein säuberlich wieder zusammengesetzt werden.
  • Hier das Shimstack noch einmal im Detail.
  • Katrin hat das Prinzip schnell verstanden. Dünnere Scheibchen, schnellerer Ölfluss, weniger Dämpfung. Gilt natürlich auch umgekehrt. So lassen sich die Eigenschaften des Fahrwerks mit dem Shimstack besonders präzise anpassen.
  • Am Ende wird natürlich auch das Dämpferinnere wieder mit Öl befüllt. Gegen Luftbläschen hilft bei Marcus die Entlüftungsmaschine.
  • Jetzt ist die Gabel an der Reihe.
  • Auch hier herrscht wieder das gleiche Prinzip. Sorgfältig zerlegen, Standardsetup dokumentieren, tunen, zusammensetzen.
  • Echte Ästhetik in Aluminium. Schade eigentlich, dass diese Teile aus dem Innenleben fast kein Endverbraucher zu Gesicht bekommt.
  • Für Marcus ist Shimstacktuning Routine. Da kann man auch nebenher gerne noch ein bisschen fachsimpeln.
  • Auch die Gabel wird wieder zusammengesetzt.
  • Letzter Akt: Der Tuning-Sticker weist das fertig gepimpte Teil aus.
  • Dann geht es zum Ausprobieren ab auf den Trail.
  • Noch ein paar letzte Tipps zum Setup.
  • Ein Klick Zugstufe hier und da, und schon ist das Setup fertig. Wie viel’s gebracht hat wird Katrin dann in den nächsten Wochen auf ihren Hometrails selbst herausfinden müssen.
  • Übrigens: Die begeisterte Schrauberin hat sich zu Hause schon ihre ganz eigene Werkstatt eingerichtet. Katrins "Drop In Clinic – Chickenliners Welcome".