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Leseraktion "Wünsch' Dir was!": 4 Islands Etappenrennen 2021

Sonne, Meer, Laktat

  • Matthias Urban
  • Malte Meyenberg
 • Publiziert vor 5 Monaten

Im Rahmen unserer „Wünsch' Dir was!“-Serie starteten die beiden Niedersachsen mit einem Jahr Verspätung beim 4 Islands Etappenrennen in Kroatien. Hier gibt's ihren Rennbericht.

Privatfoto Corona machte dem Duo aus Niedersachsen im Vorjahr einen Strich durch die Rechnung. Nun erfüllten wir Malte (25) und Matthias (26) im Rahmen unserer Leseraktion „Wünsch' Dir was!“ ihren Traum vom ersten Etappenrennen.

Der Wunsch

Die Tage werden kürzer, die Blätter fallen, das Thermometer quält sich gerade so noch über die 15 Grad – es ist Herbst 2019 im Harz. Frühmorgens, während einer kühlen Ausfahrt Richtung Brocken, sprechen wir mal wieder über die neuesten Bike-Trends, Studium, die vergangenen Wochen und Pläne für Bike-Reisen. Wir, das sind Malte und Matthias, zwei Studenten aus dem südniedersächsischen Northeim bei Göttingen. Gerade sind wir mal wieder auf Heimaturlaub und gehen unserer Leidenschaft fürs Biken nach. In den letzten Jahren haben wir zahlreiche Bike-Urlaube in den Alpen, den Pyrenäen und auf Island gemacht. Etappentouren liegen uns also im Blut. Warum eigentlich nicht mal ein Etappenrennen fahren? So keimt in uns der erste Gedanke an ein solches Event, aber wie finanzieren? Gerade als Student ist das Geld immer knapp und allein Startgeld und Unterkunft sprengen das Monatsbudget schnell. Doch da kommt uns die Aktion „Wünsch’ Dir was!“ der BIKE in den Sinn, bei der die Wünsche von Lesern erfüllt werden. Der Entschluss ist gefasst. Noch am selben Abend ist die Bewerbung verfasst. Einen Monat später tauchen wir tatsächlich in der Startliste des 4 Islands MTB Stage Race in Kroatien mit unserem Teamnamen „Harz Force One“ auf!

Hochmotiviert steigen wir im Januar 2020 in die Vorbereitung ein und spulen fleißig Kilometer ab. Alles läuft wie 'ne gut geschmierte Kette, während erste Nachrichten über ein neuartiges Virus die mediale Runde drehen. China ist so weit weg, das wird uns sicher nicht betreffen. Denkste! Einen guten Monat später befindet sich Deutschland im ersten harten Lockdown, nach und nach werden alle Events und Großveranstaltungen abgesagt. So auch Ende März das 4 Islands. Eine herbe Enttäuschung, aber ehrlich gesagt haben wir in dem Moment auch nichts anderes erwartet.

Als wir eine E-Mail vom Veranstalter erhalten, bleibt ein Fünkchen Hoffnung bestehen: Unsere Startplätze sollen auch für 2021 gelten. Jetzt heißt es erstmal abwarten und hoffen, dass sich die Corona-Situation bis zum nächsten Jahr verbessert!

Sportograf Nur nicht vom Panorama ablenken lassen, um auf den engen, kurvigen Trails am Meer nicht baden zu gehen.

Vorbereitung – die Zweite

Mittlerweile sind wir alle zu Hobby-Virologen geworden. Corona ist ein härterer Gegner, als viele vermutet hatten. Auch wir können im Winter 20/21, während der zweiten Infektionswelle, nicht so recht daran glauben, dass ein Event wie das 4 Islands stattfinden kann. Normalerweise tummeln sich dann an der kroatischen Adria über 250 Teams à zwei Personen in allen Kategorien: Men, Women, Masters, Grand Masters und Mixed. Dazu reisen die Teilnehmer aus der ganzen Welt an. Abends wird gemeinsam das Hotel-Buffet eliminiert, in Gruppen gefachsimpelt und gespannt den Briefings für den nächsten Tag gelauscht. Bedingungen, die auch so in einem Fachbuch über das perfekte Habitat eines Virus stehen könnten. In Deutschland war zu diesem Zeitpunkt bereits ein Großteil der Radrennen für das Frühjahr gecancelt.

Unter diesen Voraussetzungen lassen wir die Rennvorbereitung etwas schleifen und fahren nur mehr normale Touren. Doch als Mitte März noch keine Absage des Veranstalters publik ist, haken wir nochmal nach und tatsächlich soll das Rennen stattfinden. Nur mehr fünf Wochen verbleiben für eine knallharte Vorbereitung, in der wir alle Einheiten akribisch abarbeiten. Jeden Morgen Kräftigungsübungen und nachmittags Touren mit unterschiedlichen Intensitäten und Längen. Bei schlechtem Wetter wird die Rolle malträtiert und bei gutem Wetter geht es an die frische Luft. So vergehen die Wochen im Flug und tatsächlich fahren wir Mitte April Richtung Süden. Zugegebenermaßen sitzen wir mit gemischten Gefühlen im Auto: Einerseits so viele Menschen auf einem Haufen, hohe Inzidenzzahlen vor Ort, aber auf der anderen Seite auch die positive Anspannung und Neugier auf das Event!

Unsere Eintrittskarten in die Corona-Reisewelt sind diverse Einreisedokumente, negative Antigen- und PCR-Tests sowie der gute, alte Reisepass. An jeder Grenze müssen die richtigen Dokumente vorgezeigt werden. Erst als wir die Mautbrücke zur Insel Krk (sprich: Kirk) überqueren, steht dem 4 Islands Etappenrennen nichts mehr im Weg.

Für den ersten Abend sind noch einige Punkte abzuarbeiten: Check-in, Anmeldung, Überprüfung der Bikes und das erste virtuelle Briefing für den Prolog. Unsere gemischten Gefühle der Hinfahrt wichen einem positiven Eindruck vom Hygienekonzept des Veranstalters. Ziel ist es, den gesamten Renntross als Bubble über die vier Inseln zu manövrieren. Alles ist stringent organisiert: Negative PCR-Tests, Einbahnstraßen, Maskenpflicht, Fiebermessung und virtuelle Briefings machen eine Infektion unwahrscheinlicher als in jedem deutschen Supermarkt.

Sportograf Matthias war etwas besser in Form und hat im Team Harz Force One oft die Arbeit im Wind übernommen.

Der Prolog

Der erste Renntag erwartet uns mit sonnigem Wetter, sodass wir kurzentschlossen zum Warm-Up die Prolog-Strecke abfahren. 13 Kilometer und 300 Höhenmeter klingen nach Easy Rider, aber mit entsprechendem Druck auf dem Pedal, leidet die Muskulatur hier unter einer üblen Laktatflut. Wir lassen uns natürlich bei der Streckenbesichtigung alle Zeit. So gewinnen wir einen guten Eindruck auf das, was uns in den nächsten Tagen erwarten wird: Heftige Trails und eher kurze, dafür steile Anstiege. Die vielen spitzen Steine sorgen dafür, dass wir unseren Reifendruck nochmal nach oben korrigieren, um Durchschlägen vorzubeugen. Nach einem ausgiebigen Frühstück montieren wir noch die Startnummern an Bike und Fahrer. Pünktlich zur Startzeit um 13:16 Uhr rollen wir auf die Startrampe und die Offiziellen zählen den Countdown runter. Wir fühlen uns wie Astronauten vor dem Abschuss ins All. Das Rennen kann also trotz aller Umstände starten!

Ein paar Sekunden später fühlen wir uns nicht mehr wie Astronauten, sondern eher wie LKWs auf der Notfallspur in den Kasseler Bergen. Mit weit über 400 Watt wühlen wir uns durch den Kiesstrand von Baska (sprich: Baschka) und sind erleichtert, als wir endlich wieder festen Boden unter den Stollen haben. Jetzt ein kurzer Uphill, sofort wieder runter und dann am Kanal entlang ins Hinterland. Das Streckenprofil haben wir dank der morgendlichen Besichtigung parat. Nachdem wir bereits drei Teams überholt haben, fahren wir auf dem Rückweg durch flache Schafweiden auf grasigem Untergrund Richtung Start. Das letzte Team bleibt hartnäckig im Windschatten, sodass wir im Zielsprint alle Kräfte mobilisieren und noch einen Startplatz weiter vorne ergattern. Nun können wir den Profis zuschauen, die später an den Start gegangen sind. Weltmeister, Olympiasieger, Cape-Epic-Sieger – die MTB-Elite nutzt das Event für einen ersten Formtest nach der langen Saisonvorbereitung.

Zu unserer täglichen Routine wird das Cool-down der Beine im noch frischen Mittelmeer bei einer Wassertemperatur von ca. 14 Grad. Hierbei kann man endlich die wunderschöne Landschaft genießen, die im Tunnel des Rennens zur Nebensache wird. Mit dem virtuellen Briefing für die erste Etappe endet der erste Tag.

Etappe 1 – Über den Mond

Wie der Prolog findet auch die erste Etappe auf der Insel Krk statt. Bei bestem Wetter fahren wir uns in kurzer Radkleidung mit einem halbstündigen Warm-up-Programm auf Betriebstemperatur. Vor dem Line-up im Startblock wird wie jeden Morgen die Körpertemperatur gemessen und erst 30 Sekunden vor dem Start darf die Maske abgenommen werden. Die verschiedenen Kategorien starten mit zwei Minuten Versatz, um das Starterfeld zu entzerren und Abstände einzuhalten. Die geringe Anzahl von 200 Teilnehmern in diesem Jahr sorgt für eine reibungslose Startprozedur.

Die Anspannung ist kaum mehr zu ertragen und mit dem Startschuss hetzt die Meute den Motocross-Bikern hinterher. Los geht es durch die Gassen von Baska. Die Kirche des Heiligen Johannes wird rechts liegen gelassen und zwischen knochigen Nadelbäumen erklimmen wir den ersten Berg und landen auf einem Hochplateau. Gefühlt überqueren wir den Mond in dieser steinigen Wüste. Nach einigem Auf und Ab geht es schließlich über einen ewigen Trail wieder hinunter auf Meereshöhe. Hier überholen wir einige Teams, die mit platten Reifen zu kämpfen haben. Der kurze Asphaltabschnitt, normalerweise ein Graus für jeden Mountainbiker, ist ein Segen für Arme und Hände! Im weiteren Verlauf schlängeln sich die Trails mit einigen Anstiegen durch den dichten, maritimen Bewuchs. Vor dem letzten Berg durchquert man größere Weinanbauflächen. Die letzten 15 Kilometer zurück nach Baska gehen dann größtenteils auf Asphalt bergab. Im Ziel angekommen, freuen wir uns über einen pannenfreien ersten Tag und genießen das kalte Mittelmeer.

Für den morgigen Tag steht der erste Transfer an, sodass wir unsere Bikes frühzeitig im Bikedepot parken. Der Transport wird vom Veranstalter übernommen, wenn man das Übernachtungspaket gebucht hat.

Startaufstellung auf der Fähre, Schiffshorn statt Startschuss: Das gibt's nur beim 4 Islands Etappenrennen.

Etappe 2 – Teamarbeit

Heute müssen wir früh aus dem Bett, das Ausschlafen wie an den Tagen zuvor ist uns nicht vergönnt. Noch schnell Sachen packen, dann um 6:30 Uhr zum Frühstück. Wer viel frühstücken will, muss schon ordentlich schaufeln, da bereits um 7:00 Uhr die Abfahrt mit dem Bus zur Fähre nach Valbiska (sprich: Valbischka) terminiert ist. Vor der halbstündigen Busfahrt wird bei allen Teilnehmern die Körpertemperatur gemessen und die Busse nur halb voll besetzt. Am Hafen von Valbiska angekommen, geht es mit der Fähre weiter zur zweiten Insel Rab. Während der Überfahrt können bereits die ersten Sonnenstrahlen auf dem Oberdeck getankt und das Frühstück verwertet werden. Auf Rab angekommen, holen wir unsere Bikes aus dem Bikedepot, das auf dem Unterdeck der Fähre stationiert ist. Nach einem kurzen Warmfahren im Hafenbereich geht es zurück auf die Fähre in den jeweiligen Startblock. Richtig gehört – die Startaufstellung findet auf der Fähre statt! Mit dem Signal des Schiffshorns ballert das Feld los. Die Strecke beginnt mit einer kurzen Asphaltpassage, die in einen Trail und anschließend in eine ruppige Schotterpiste mündet. An diesem Punkt ist das Feld bereits weit auseinandergezogen. Nach 22 Kilometern kommt die erste Verpflegungsstation, bei der wir alle Wasservorräte schnell wieder auffüllen. In diesem Moment überholen uns gerade die amtierende Schweizer Marathon-Meisterin mit ihrer Partnerin. Dranbleiben heißt das Motto und schon sitzen wir wieder im Sattel auf Verfolgungsjagd. Das Tempo ist hoch, aber wir können folgen. Auch die Konzentration muss jederzeit hoch sein, um auf den engen kurvigen Trails am Meer nicht baden zu gehen. Die nächste Verpflegungsstation naht nach 40 Kilometern und die Vorräte müssen erneut aufgefüllt werden. Die Schweizerinnen hingegen können direkt durchfahren, da sie dank professioneller Begleitung Flaschen gereicht bekommen. Jetzt wird es für uns hart wieder aufzuholen. Nach einer kurzen Sprinteinlage kommen die beiden wieder in Sichtweite. Wir können aufschließen und uns im Windschatten ausruhen. Noch ein letzter Berg, Kopf ausschalten und in die Pedale drücken und schon erreichen wir den Strand von Lopar, an dem der Zielbogen auf uns wartet. Hier angekommen, klatschen wir mit den Frauen ab und bedanken uns für die starke Windarbeit.

Etappe 3 – Waschbrett für die Arme

Erneut wird die Insel gewechselt, sodass sich das Prozedere von gestern wiederholt: Früh aufstehen, schnell frühstücken und anschließend auf der Fähre sonnen. Unser Ziel ist heute die Insel Cres (sprich: Zres). Das bevorstehende Etappenpensum besteht heute aus einer Distanz von 73 Kilometern und 1650 Höhenmetern. Gestartet wird wie am Vortag von der Fähre. Nach dem Startschuss geht es zunächst in einen steilen Uphill von rund 300 Höhenmetern. Anschließend wellenförmig weiter auf sehr steinigem Geläuf. Rechts und links der Strecke liegen viele Schafsweiden, die durch Steinmauern begrenzt werden. Das sogenannte „Shepherd’s Paradise“ macht seinem Namen alle Ehre. Auch für unsere Arme herrschen paradiesische Zustände, dank einer Gratis-Massage durch den waschbrettähnlichen Untergrund. Kurz vor der zweiten Verpflegungsstation überholen uns erneut die Schweizerinnen von gestern. Wir geben wieder Gas und bleiben zunächst dran. Nach zhen Kilometern müssen wir die Frauen allerdings ziehen lassen, da sie heute zu schnell für uns sind. Die letzten Kilometer rollen wir sanft auf einer asphaltierten Straße bis ins Ziel in Osor. Im Ziel wartet wie bei jeder Etappe der Verpflegungsstand und der Waschpavillon. Hier können die Bikes mit brandneuen Hochdruckreinigern wieder auf Hochglanz gebracht werden. Unser Hotel ist heute in Losinj (sprich: Loschin) und liegt direkt an der felsigen Küste in traumhafter Lage.

Sportograf Ruppige Abfahrten und grobe Schotterpisten fordern Mensch und Material.

Etappe 4 – Flasche weg, Reifen platt

Die letzte Etappe ist von den formalen Eigenschaften nicht der Rede wert, gerade mal 40 Kilometer und 900 Höhenmeter. Am Start gehen wir noch von Urlaub aus. Von wegen. Das Feld trampelt wie eine Horde wildgewordener Büffel los, sodass sich der Schotterweg in eine Staubwolke verwandelt. Der Vordermann ist gerade so noch zu erahnen. Nach kurzer Zeit mündet der Weg in einen schmalen Uferpfad, sodass sich das Feld aufstaut. Der Trail verläuft zunächst sehr flowig am Meer entlang und wird im weiteren Verlauf deutlich rauer. Malte verliert nach fünf Kilometern seine heute einzige Trinkflasche aus dem Flaschenhalter. Mist! Aber keine Zeit, zurück zu fahren. Heute sind die Entfernungen zwischen den Verpflegungsstationen kurz, da geht das wohl ohne Wasser, also weiterfahren! Doch nur ein paar Minuten später kommt der nächste Rückschlag. Matthias meldet: „Platten“. Auf dem Trail hat sich ein dicker Dorn in den Reifen gebohrt. Da wir noch „old school“ auf Schläuchen rollen, kostet der Boxenstopp einige Zeit. Während wir am Wegesrand beim Pumpen ins Schwitzen kommen, überholt uns das gesamte Fahrerfeld. Jetzt heißt es für uns: Gas geben und das Feld von hinten aufräumen. Nach und nach überholen wir Fahrer, die wir in den letzten Tagen nie zu Gesicht bekommen haben. Nach einem steilen Anstieg auf einer Asphaltstraße erreichen wir endlich die erste Verpflegungsstation. Schnell noch ein Gel reindrücken und mit ausreichend Wasser runterspülen! Mit gefühlten drei Kilo Flüssigkeit im Magen geht es bergab natürlich umso schneller. Aber am nächsten Uphill zieht einen die zusätzliche Masse wieder den Berg herunter. Die folgenden Trails kennen keine Gnade für die Gabel, da sie mit heftigen Drops und Treppenstufen gespickt sind. In Veli Losinj schlagen wir Haken durch die zahlreichen engen Gassen, ehe wir uns auf einem imposanten Uferweg dem Ziel im Hafenbereich von Mali Losinj nähern. Noch ein Schlusssprint und wir rollen glücklich nach fünf Tagen voller Strapazen über die Ziellinie. Hier schauen wir uns die Siegerehrung an. Den Tag lassen wir mit einem ausgiebigen Bad im Adriatischen Meer, Sonnenschein, Bier und Wein an der Hotelbar mit anderen Bikern standesgemäß ausklingen.

Sportograf Die letzten Pedalumdrehungen im Hafen von Mali Losinj, dann haben es Malte und Matthias geschafft. Doch die beiden haben Feuer gefangen, das 4 Islands wird sicher nicht ihr letztes Etappenrennen gewesen sein.

Fazit

Das 4 Islands MTB Stage Race hat uns insgesamt sehr gut gefallen. Wir konnten uns mit Platz 44 im oberen Mittelfeld der Rangliste positionieren, was aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit in Ordnung geht. Streckentechnisch ist das Rennen sicherlich anspruchsvoll, aber gut machbar. Landschaftlich wird man regelmäßig mit malerischen Panoramen verwöhnt. Zudem war es interessant, sich mit einigen bodenständigen Profis zu unterhalten. So erfährt man aus erster Hand, wie das Leben der MTB-Elite ist. Hinsichtlich Streckenbeschilderung, Transport mit Bussen, Fähren, Bikedepot und Gepäck ist das Rennen sehr gut organisiert. Die 3- und 4-Sterne-Hotels mit ihren üppigen Frühstück- und Abendbuffets lassen ebenfalls keine Wünsche offen. Auch für das Corona-Konzept und den Mut, die Veranstaltung professionell durchzuführen, muss dem Veranstalter ein Lob ausgesprochen werden. Wir haben uns zu jedem Zeitpunkt sicher gefühlt. Für die Zukunft werden wir unsere Bikes auf tubeless umrüsten, sodass wir mit weniger Luftdruck fahren können. „Snake Bites“ sollten dann Geschichte sein. Über 90 Prozent aller Teilnehmer gehen mit Fullys an den Start – das können wir definitiv auch empfehlen! Schlussendlich sind wir uns sicher, dass das 4 Islands nicht unser letztes Etappenrennen war.

Abschließend möchten wir uns bei der BIKE und dem 4-Islands-Veranstalter für die Erfüllung unseres Leserwunsches bedanken.
Malte Meyenberg und Matthias Urban

Privatfoto Malte Meyenberg: „Hier war die Stimmung zwischen den Teilnehmern ganz anders als bei Eintages-Rennen, auch weil man sich immer wieder über den Weg lief. Auch spannend: Man kommt eher dazu, sich mit den Profis auszutauschen, wie z. B. mit Alban Lakata. Bei Eintages-Rennen ist das selten der Fall.“

Privatfoto Matthias Urban: „Der Veranstalter hat die Vorschriften ernst genommen. Es gab PCR-Tests vorab, tägliches Messen der Körpertemperatur, Abstände in den Startblöcken oder Online-Briefings. Ich fühlte mich sicherer als in jedem deutschen Supermarkt.“

Gehört zur Artikelstrecke:

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