Brett Wolfe

  • Tomek
 • Publiziert vor 15 Jahren

Ein fürchterlicher Crash kostete ihn ein Bein und fast das Leben. Noch im Krankenhaus bestellte der Amerikaner Brett Wolfe ein neues Bike – und schindet sich seither bei den extremsten Rennen der Welt.

Sie haben ihm das Bein abgesägt, weil es nur noch Matsch war. Das ist alles. Brett Wolfe (2005: 36 Jahre) schaut, als wolle er sich dafür entschuldigen. Er weiß, dass die Leute eine Geschichte hören wollen. Eine Geschichte über Depressionen und ein Bike, das ihm kurz vor dem Durchdrehen wieder Lebensmut gab. Eine Geschichte über die Flucht vor dem Mitleid der Mitmenschen. Oder zumindest eine Geschichte vom trotzigen Kampf gegen den eigenen Körper, der die Sportlerseele eingesperrt hat. Helden-Geschichten eben, die das Unglaubliche erklären: Wie kann dieser Mann mit nur einem Bein Rennen wie die Transalp Challenge oder 24-Stunden-Marathons bestehen, an denen selbst austrainierte Athleten mit zwei Beinen scheitern? Doch eine Helden-Geschichte gibt es nicht. „Ich habe Laufen noch nie gemocht“, lacht Brett und lässt sich erschöpft auf die Massage-Liege fallen. Achteinhalb Stunden hat er für die 3400 Höhenmeter der heutigen Transalp-Challenge-Etappe gebraucht. Die Letzten im Feld werden noch Stunden unterwegs sein.

Brett Wolfe

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Schlagwörter: Brett Wolfe Transalp-Challenge


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