BIKE History: Zukunftsvisionen

  • Stephan Ottmar
 • Publiziert vor 11 Jahren

20 Jahre BIKE liegen hinter uns. Doch wir wollen nicht nur zurückblicken. Deutsche Hersteller und die BIKE-Redaktion schauen in die Zukunft.

Wer die Fahrräder kennt, mit denen sich die Biker Ende der 80er heldenmutig ins unwegsame Gelände warfen, muss sich wundern, dass sich die Piloten von damals heute guter Gesundheit erfreuen. Schon den ersten Redakteuren der BIKE war klar, dass die damaligen Räder den Bedingungen im Gelände eigentlich nicht gewachsen waren. Deswegen veröffentlichte BIKE schon im Gründungsjahr 1989 die Skizzen des Illustrators Martin Gieshoidt, die aus heutiger Sicht wie Visionen Leonardo da Vincis anmuten. Die Treffsicherheit ist aus heutiger Sicht frappierend: Scheibenbremse, Vollfederung und Remote-Sattelstütze – fast alle von Gieshoidts Ideen sind umgesetzt (siehe PDF-Download unten).

Was damals vage Visionen waren, ist also längst Stand der Technik. Doch die Entwicklung schreitet immer weiter. Üblicherweise beschäftigen wir uns in BIKE mit der nahen Zukunft, präsentieren zum frühestmöglichen Zeitpunkt Modelle des nächsten Jahres. Anlässlich des BIKE-Jubiläums wollten wir wieder einmal einen Blick in die weitere Zukunft werfen und fragten: Wie sehen die Bikes von Übermorgen aus? Dazu nahmen wir Kontakt zu innovativen Herstellern auf. Trotz der Gefahr von Ideenklau und Patentstreitigkeiten öffneten uns vier deutsche Hersteller ihre Schatullen.

Bodo Probst von Radon zeigte uns ein Kettengetriebe mit Elektromotor, dessen technische Umsetzbarkeit realistisch erscheint. Rotwild setzt auf Effizienzsteigerung, um so das eigene Rennteam bei der Jagd nach Titeln bestmöglich zu unterstützen. Nicolai schickte Zeichnungen einer elektromagnetisch betätigten Getriebe-Box für den Downhill-Einsatz, und german:A zeigte uns die Studie des E-Riders, der mit Hydraulik-Antrieb und adaptiver Untergrunderkennung vor Innovationsgeist strotzt. Zusätzlich brachte die Redaktion, wieder mit Hilfe des Illustrators Martin Gieshoidt, ihre eigenen Visionen zu Papier.

Rotwild setzt auf Effizienz: Über Schwungmassenspeicher  und durch aerodynamische Optimierung wird das Bike voll auf Rennsport getrimmt – ganz ohne Elektronik.

Den gesamten Artikel und die Zukunftsvisionen von Zeichner Martin Gieshoidt finden Sie unten als PDF-Download.

german:A – Der E-Rider scannt den Boden vor dem Bike und passt das Fahrwerk darauf an. Er hat einen E-Motor und ein hydraulisches Getriebe – aber das ist längst nicht alles.

Radon – Mit dem gekapselten Mehrfachkettengetriebe plus Elektromotor sind ausgedehnte Touren auch für wenig trainierte Biker kein Problem.

Nicolai – Neue Antriebstechnik für Downhiller: Das elektromagnetische Getriebe E-CORE schaltet verzögerungsfrei mit Shiftern, die Schaltwippen im Rennwagen ähneln.

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