Der Fotograf Heinz Endler prägte über viele Jahre die Bilderwelt des BIKE Magazins. Der Fotograf Heinz Endler prägte über viele Jahre die Bilderwelt des BIKE Magazins.
Typen & Portrait

BIKE History: Heinz Endler

BIKE Magazin am 01.08.2009

„Jedes Foto von dir, das besser ist als meines, nehmen wir.“ Das versprach BIKE-Herausgeber Uli Stanciu dem Neuling HEINZ ENDLER bei der Produktion der ersten BIKE. Von da an prägte Endler die Foto-Optik der BIKE über mehr als ein Jahrzehnt.

Die Lust am Jagen ist bei mir tief verankert”, sagt Heinz Endler. Früher war der Ottobrunner ständig auf der Jagd nach dem perfekten Foto. Das richtige Motiv, der richtige Moment, ein präziser Schuss. Heute sind es mehr die Wellen und die großen Fische, hinter denen Heinz her ist. Bis 2001 prägte er das fotografische Gesicht der BIKE, nach zwölf Jahren wurden andere Dinge wichtiger. “Ich hab’ mein Leben lang anderer Leute Abenteuer fotografiert. Irgendwann war die Zeit reif für mein eigenes Abenteuer.” Ein Auftrag hatte ihn nach Moab gebracht. Dort gefiel es Endler so gut, dass er sein Tipi-Zelt aufschlug und nur noch die wichtigsten Aufträge annahm. Doch die Winter waren auch in der Wüste Utahs kühl. Also kaufte er einen alten Schulbus und tingelte die mexikanische Halbinsel Baja California hinunter. Seitdem widmet Heinz dort sein Dasein der Suche nach der perfekten Welle. Und das kann noch dauern. Denn als Surfer weiß man: Die perfekte Welle gibt es nicht.

Heinz Endler: „Castle Valley bei Moab. Ich kenne kaum einen Platz wo der Wilde Westen greifbarer ist. Für das Foto heuerte ich die beiden Cowboys Big Harley und Little Harley an, die ausnahmsweise mal Biker statt Rinderherden jagen durften.“

Den gesamten Artikel über Heinz Endlers Fotostories finden Sie unten als PDF-Download.

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Fotostrecke: BIKE History: Heinz Endler

Heinz Endler: "Die Außerirdischen kommen! Noch heute erinnere ich mich an die fassungslosen Blicke der Motocrosser, die als Einzige auf der Tremalzo-Straße unterwegs waren. Papageien-Outfits und Styropor-Helme waren eben der letzte Schrei Ende der Achtziger."

Heinz Endler: "Als Isar-Indianer hatten mich die gewaltigen Landschaften im Südwesten der USA schon immer fasziniert. Das Loch im Felsen entdeckte ich ganz in der Nähe von Moab. Um das beste Morgenlicht zu erwischen campierten wir gleich nebenan in einer Höhle."

Heinz Endler: "An Sprünge war damals kaum zu denken. Wie auch? Selbst steile Treppenstufen und Drifts galten schon als Herausforderung! Umso höher schätze ich noch heute Tareks Leistung und Style ein. Denn die Lichtstimmung für den richtigen Moment hielt nur wenige Minuten an. Drei perfekte Sprünge, und das Bild war im Kasten."

Heinz Endler: "In meinem Kopf existierten gute Bilder schon immer. Die Frage war nur, ob man sie auch umsetzen konnte. Als Hans Rey dann auf dem Felsen stand und Rief ´O.K., wir probieren es´, habe ich einen Freudenschrei losgelassen. Das Bild gehört noch heute zu meinen Alltime-Favoriten."

Heinz Endler: "Die Felsnase auf Lanzarote musste ich mir erst einmal genauer ansehen. Ich war mir nicht sicher, wie schwierig und gefährlich die Stelle ist. Im Zweifel lasse ich immer die Models entscheiden, ob sie fahren möchten oder nicht."

Heinz Endler: "In den ersten Jahren des Downhills waren die meisten schon froh, wenn sie nicht von ihrem Gaul abgeworfen wurden. Als Jürgen Sprich in Kaprun durchs Spalier der Zuschauer raste, hatte sogar ich beim Auslösen eine Gänsehaut."

Heinz Endler: "Die Fotoreisen waren damals immer ein Erlebnis. tagelang gondelten wir mit dem Pickup durch die Wüste. Die Granitblöcke im Joshua Tree Nationalpark waren für Hans ein riesiger Funpark. Wir suchten im Felsenlabyrinth nach Locations, und abends saßen wir ums Lagerfeuer."

Heinz Endler mit einem großen Fang, über den er sich mit seiner kleinen Tochter gemeinsam freut.

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BIKE Magazin am 01.08.2009
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