Im Grunde genommen ist Antje Kramer eine ganz normale Frau. Sanfte Stimme, dezenter Lidschatten, Deko-Artikel am Küchenfenster. Doch genau das ist wahrscheinlich der Grund dafür, dass sie sich so weit in den Grenzbereich wagt. In die rote Zone, in der sich fast nur Männer bewegen. Nur wenige Frauen fahren Downhill-Rennen. Es habe lange gedauert, um von den männlichen Kollegen respektiert zu werden, erzählt sie. “Als ich vor zwei Jahren beim Training in Tabarz den Zehn-Meter-Double gesprungen bin, haben die Männer vor mir gekniet”, lacht sie stolz. Leider knieten im Finale kurz darauf die Sanitäter neben ihr, nachdem sie ein paar Zentimeter zu kurz und schließlich auf dem Kopf aufgekommen war. Sieben Minuten lag sie da ohne Bewusstsein. Der Notarzt vermutete eine schlimme Schädelverletzung, was sich zum Glück nicht bestätigte. Trotzdem ging sie am nächsten Tag zum Schichtdienst ins Krankenhaus. Die Kollegen sollten wegen ihres selbst herausgeforderten Risikos nicht auch noch für sie mitarbeiten. Mit abgerissenem Schlüsselbein, zerfetzten Außenbändern und zerschmettertem Schulterblatt hätte sie sich schon durch den Dienst gequält, sagt sie. Und nur einmal krankmachen müssen, nachdem sie sich bei einem Rennen beide Hände gleichzeitig gebrochen hatte. Nicht mal den Hintern hätte sie sich allein abwischen können. Vor allem aber vier Wochen lang nicht trainieren. “Das war die schlimmste Zeit meines Lebens”, sagt sie.

Im Grunde genommen ist Antje Kramer eine ganz normale Frau. Sanfte Stimme, dezenter Lidschatten, Deko-Artikel am Küchenfenster. Doch genau das ist wahrscheinlich der Grund dafür, dass sie sich so weit in den Grenzbereich wagt. In die rote Zone, in der sich fast nur Männer bewegen. Nur wenige Frauen fahren Downhill-Rennen. Es habe lange gedauert, um von den männlichen Kollegen respektiert zu werden, erzählt sie. “Als ich vor zwei Jahren beim Training in Tabarz den Zehn-Meter-Double gesprungen bin, haben die Männer vor mir gekniet”, lacht sie stolz. Leider knieten im Finale kurz darauf die Sanitäter neben ihr, nachdem sie ein paar Zentimeter zu kurz und schließlich auf dem Kopf aufgekommen war. Sieben Minuten lag sie da ohne Bewusstsein. Der Notarzt vermutete eine schlimme Schädelverletzung, was sich zum Glück nicht bestätigte. Trotzdem ging sie am nächsten Tag zum Schichtdienst ins Krankenhaus. Die Kollegen sollten wegen ihres selbst herausgeforderten Risikos nicht auch noch für sie mitarbeiten. Mit abgerissenem Schlüsselbein, zerfetzten Außenbändern und zerschmettertem Schulterblatt hätte sie sich schon durch den Dienst gequält, sagt sie. Und nur einmal krankmachen müssen, nachdem sie sich bei einem Rennen beide Hände gleichzeitig gebrochen hatte. Nicht mal den Hintern hätte sie sich allein abwischen können. Vor allem aber vier Wochen lang nicht trainieren. “Das war die schlimmste Zeit meines Lebens”, sagt sie.