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Rennreport Trans Savoie 2016

Reportage: Trans Savoie

  • David Schmied
 • Publiziert vor 5 Jahren

Das Etappenrennen Trans Savoie markiert den wichtigsten Superlativ der Enduro-Szene: Sechs Tage rauschten unser Autor David Schmied und 71 weitere Enduro-Biker von einem Supertrail zum nächsten.


Wie die Ränge einer gigantischen, steinernen Arena recken sich die Felswände vor, neben und hinter mir in den Himmel. Die Augen wollen sich gar nicht mehr losreißen von der Kulisse.

Das Flatterband vor mir weist den Weg in die Tiefe. Doch immer wieder zuckt der Blick auf die umliegenden Prachtgipfel. Die Savoyer Alpen sind die höchstgelegene Landschaft Europas. Ein tektonisches Wunder, das den Betrachter mit jener Mischung aus Schroffheit und Liebreiz verzaubert, die einen schwindlig werden lässt. Doch so aufreizend sich die Landschaft auch aufplustert: Vor einer Lichtschranke, mit einer Startnummer am Lenker, ist ein derartiges Schauspiel ein Problem. Die kleinste Ablenkung kann wertvolle Sekunden kosten – oder den direkten Weg in die Notaufnahme bedeuten. Eine Rennstrecke, die kein Quäntchen Gnade kennt.

Michael Kirkman Voll drauf: Der ruppige Trail versucht unseren Autor David Schmied auszubremsen. Doch der ist keineswegs gewillt, das hinzunehmen. 

Also volle Konzentration. Durchatmen. Den Trail anvisieren, wie ein Schütze die Scheibe. Der erste Pedaltritt löst das Piepen des Transponders aus. Das hysterische Hämmern des Pulses ignorieren und auf Maximalgeschwindigkeit beschleunigen. Lenken, bremsen, Gewicht verlagern. Die Summe der Aufgaben verengt den Blick. Das Drumherum ist wie ausgeblendet. Nichts mehr zu sehen von den Prachtbergen. Es gibt nur noch den Weg, der sich einspurig und widerborstig am Hang entlangwindet. Der Lenker zuckt in der Hand wie ein wild gewordener Presslufthammer, während sich die Gabel so gut es geht, um Bodenhaftung bemüht. Doch selbst die 160 Millimeter Federweg können den Untergrund nicht bändigen. Mensch und Maschine gegen Trail und Physik. Ein Speed-Rausch, gleichzeitig aber auch die Häutung des Nervenkostüms. Ich hatte Stage eins eigentlich als Aufwärmübung geplant. Vier Kilometer, 500 Tiefenmeter. Doch das Biest entpuppt sich als Kraftsauger der toughen Art. Fast schon ein kleiner Downhill-Marathon. Dabei ist es die kürzeste Stage des Tages. Schon bei der nächsten Wertungsprüfung warten 858 Tiefenmeter, die dann von den acht Kilometern und 1070 Tiefenmetern der dritten Stage noch getoppt werden. Der finale Abschnitt, der schließlich zum Zeltlager führen wird, ist ähnlich lang. Und das ist nur der erste von sechs Renntagen. Im Ziel der Trans Savoie werden mir etwa so viele Stage-Kilometer in den Knochen stecken, wie alle Rennen der Enduro World Series zusammen. Und die besteht immerhin aus acht Stationen.

Rennreport über das Etappenrennen Trans Savoie 2016

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Das Etappenrennen Trans Savoie markiert den wichtigsten Superlativ der Enduro-Szene: Es ist die größte Abfahrtsorgie der Welt. Sechs Tage lang rauschen die Teilnehmer von einem Supertrail zum nächsten und vernichten dabei 25000 Tiefenmeter. Der Haken: Ein Startplatz ist wie ein Sechser im Lotto. 


Wirft man einen Blick auf die Eckdaten der Trans Savoie, scheint die Teilnahme eine einzige Tortur zu sein. Während der sechs Renntage summieren sich die Abfahrten der insgesamt 35 Stages auf sagenhafte 25000 Tiefenmeter. Dank Liftunterstützung muss zwar nur ein gutes Drittel der anfallenden Höhenmeter aus eigener Kraft absolviert werden. Aber allein die Länge und die Anzahl der Stages ist Herausforderung genug. Im Unterschied zu normalen Enduro-Rennen werden die Prüfungen nämlich ohne vorherigen Trainingslauf auf Sicht gefahren. Auch Streckenbegehungen gibt es nicht. Was eine maximale Belastungsprobe für Nerven und Reflexe bedeutet. Sobald die Augen ein Hindernis registrieren, bleiben dem Fahrer nur Bruchteile von Sekunden, um zu reagieren. Bremsen, springen, umfahren, oder draufhalten? In jeder Kurve verdichten sich Sport, Nervenkitzel, Akrobatik und Abenteuer zu einem leckeren Erlebnis-Cocktail. Ein noch deutlich intensiveres Gefühl als das Durchfahren einer herkömmlichen Stage, wo die Ideallinie dank diverser Trainingsläufe längst in Fleisch und Blut übergegangen ist. Die Trans Savoie ist knallharter Wettkampf – und dennoch ein bisschen Urlaub. Übernachtet wird in Zelten, was aufgrund des naturnahen Renncharakters einerseits einen logistischen Hintergrund hat, gleichzeitig aber auch für eine angenehme, familiäre Atmos­phäre sorgen soll. Das Betreiben der Zeltstadt ist ein enormer Kraftakt für die Veranstalter. Neben den 120 Bikern müssen auch rund 70 Helfer untergebracht und versorgt werden. Um das gestemmt zu bekommen, ist das Gepäck limitiert. Jeder Fahrer darf nur das mitnehmen, was in die vorgeschriebene 100-Liter-Tasche passt. Schlafsack, Iso-Matte und Ersatzmaterial inklusive. Was so manchen Technikfetischisten vor Probleme stellt. Doch um Materialschlachten, wie sie bei anderen Enduro-Rennen üblich sind, geht es bei der Trans Savoie ohnehin nicht.

"Fahrt nicht am Limit, als wenn es um alles geht. Sondern habt Spaß!", impft Event-Chef Alistair Jamieson, genannt Ali, den Teilnehmern beim abendlichen Briefing noch einmal ein.

Jamieson ist ein kerniger Typ mit breitem Grinsen. Als Guide kennt er nahezu alle Trails in den Savoyer Alpen. Die Idee, ein mehrtägiges Enduro-Event zu organisieren, gärte schon länger in ihm. In der Marathon-Szene erfreuen sich Etappenrennen schon seit Ende der Neunziger größter Beliebtheit. Die Zahl der Veranstaltungen schwillt Jahr für Jahr an. Doch der Fokus liegt dabei fast immer auf dem Niederringen von Höhenmetern. Das niveauvolle Zutalrasen spielt dabei selten eine Rolle. Das änderte sich im Sommer 2012, als mit der aufkeimenden Enduro-Welle plötzlich das erste abfahrtsorientierte Stagerace auf den Event-Markt schwappte – die 300 Kilometer lange Trans Provence von Rochebrune nach Monaco. Nur vier Sekunden dauerte es, bis alle 72 Startplätze ausgebucht waren. Ein spektakulärer Erfolg für die Macher. Enduro-Freak Jamieson war wie elektrisiert. Ein Jahr später organisierte er die erste Trans Savoie. Die Startplätze waren auch hier innerhalb von Sekunden weg. Für Jamieson keine große Überraschung.

Michael Kirkman Im Rausch der Tiefe: Der Trail führt bergab, die Mundwinkel jedoch zeigen nach oben.

"Ich sehe das Ganze weniger als Rennen, sondern vielmehr als Gesamterlebnis. Wir bringen das zusammen, was Mountainbiker lieben." Jamieson grinst. Er weiß, was Mountainbiker lieben, schließlich ist er selbst einer: "Unser Event hat mehr Tiefenmeter als jedes andere", schiebt er mit vor Stolz geschwellter Brust hinterher. Vielleicht gibt es härtere Rennen, womöglich sogar anspruchsvollere. Egal.


Die Trans Savoie markiert den einzig wichtigen Superlativ der Enduro-Szene: Sie ist die größte Abfahrtsorgie der Welt. 
Allerdings nicht nur!

Tag vier, die Etappe von Courchevel nach Villarlurin: 64 Kilometer lang und gespickt mit fünf Wertungsprüfungen, bei denen es bis zu 1232 Höhenmeter am Stück zu vernichten gilt. Der Start zur Stage eins befindet sich auf 2300 Metern Höhe. Doch obwohl ein längerer Liftabschnitt der Rampe einiges von ihrem Schrecken genommen hat, suppt mir der Schweiß aus allen Poren.

Mit schweren Tritten keuche ich die Serpentinen nach oben, während das Fahrwerk meines Bikes träge und unterfordert vor sich hin schaukelt. Es ist allein die Steigung, die den Puls nach oben treibt, nicht der Zeitdruck. Anders als bei Enduro-Rennen üblich, gibt es bei der Trans Savoie keine festen Transfer- oder Startzeiten. Wer bei einer Lichtschranke ankommt, fährt los und fertig. Dieses lose Verzurren von Rennen und Tour ist Kern des Veranstaltungskonzepts. Streckenchef Ali Jamieson ging es in erster Linie darum, die besten Trails rund um den Mont Blanc zu einem Erlebnis-Parcours für Enduro-Biker zu verknüpfen. Ergebnislisten werden zwar geführt, sind aber nebensächlich. Schaut man sich das Fahrerfeld an, so scheint das Konzept bestens aufzugehen. Neben einigen Profis stehen vor allem Freizeit-Biker am Start. Für viele ist es das erste Rennen ihres Lebens. Mit gemütlichem Touren-Fahren hat das Ganze aber trotzdem nichts zu tun. Dafür sorgt allein schon die sperrige Topographie der Savoyer Alpen. Als ich nach zäher Plackerei schließlich am Start der ersten Stage stehe, gönne ich meinem schweißgepökelten Körper erst einmal eine Pause. Das ist das Schöne an diesem Rennen. Man kann den Tag nach seinem eigenen Rhythmus gestalten. Die frei wählbare Startzeit eröffnet auch ganz neue Möglichkeiten. Entweder wartet man an der Lichtschranke, bis man freie Fahrt hat, was das Risiko von Staus und Überholmanövern minimiert. Oder aber man fährt direkt hintereinander los – der minimalste Startabstand beträgt drei Sekunden – um dann zu zweit den Trail entlangzujagen. Derjenige, der vorausfährt, hat zwar freie Fahrt, muss aber auch am schnellsten auf Hindernisse reagieren. Für den Hintermann hat das den Vorteil, dass er schon vorgewarnt ist, wenn der Führende von der Ideallinie schmiert. Dieser direkte Wettkampf mit dem Kontrahenten sorgt nicht nur für eine schnelle Fahrweise, sondern auch für mächtig Spaß und Nervenkitzel.

Der sechste Tag, das Finale. Mit einer Mischung aus Euphorie und Wehmut kämpfe ich mich über einen rauen Hochgebirgspfad zum ersten Start-Plateau, das sich auf fast 2400 Metern Höhe befindet. Keine Seilbahn weit und breit. Ein Shuttle hat die Fahrer zumindest ein Stück weit in Gipfelnähe geliftet. 3000 Meter Abfahrt gilt es heute zu bezwingen, die Hälfte davon alleine auf der zweiten Stage. Die letzte Etappe bietet noch einmal alles, was Enduro-Sport ausmacht. Verblockte Wiesenpfade, auf denen die Fahrer mit ihren rappelnden Bikes aussehen wie Cowboys auf störrischen Mustangs. Vollgaspassagen, die den Körper in Alarmbereitschaft versetzen. Und immer wieder wild gewordene Wolkenfetzen, die vom Gipfelwind über die Trails gescheucht werden – die dafür sorgen, dass einen Schlüsselstellen noch heftiger erschrecken als sonst, weil sie unvermittelt in der Nebelsuppe vor dem Vorderrad auftauchen. Das Piepen des Transponders beendet schließlich den Abfahrtsrausch. Schade eigentlich.

BIKE Magazin Das Etappenrennen Trans Savoie im Überblick


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