"Georg Egger zählt zu den besten Elite-Fahrern in Deutschland, doch er hatte eine miese Saison. Weil er im Familienwald jede Wurzel kennt und hoch motiviert war, stand er auf der Liste der Titelfavoriten weit oben. Doch schon die vermurkste Startphase ließ seinen großen Traum platzen. Während Team-Kollege und Titelverteidiger Maximilian Brandl als Führender das Steilstück zum Egger-Wald hochknetet, kämpft Egger (Mitte, Startnummer 3) auf der Abfahrt gegen das Durchreichen. Am Ende wird er Neunter. Offenbar war er nach dem Infekt, wegen dem er in der Woche zuvor auf die EM-Teilnahme verzichtet hat, noch nicht wieder voll bei Kräften. Wer genau hinschaut, kann die Enttäuschung in Eggers Gesicht erkennen, der in diesem Moment genau weiß, dass seine Medaillen-Chancen gegen Null tendieren. Es war großes Glück, dass gerade eine Lücke in der Fahrerschlange gerissen war, die freie Sicht auf diesen Moment ermöglichte."

zum Artikel