Mode-Shooting: Blick hinter die BIKE-Kulissen

Sommermode 2009

  • Matthias Dreuw
 • Publiziert vor 11 Jahren

Mit Liebe zum Detail präsentieren sich sieben junge Bikewear-Marken für den Sommer. Interviews und ein Blick hinter die Kulissen des großen Mode-Shootings bei BIKE.


Den Artikel aus BIKE 5/2009 mit den schönsten Teilen finden Sie unten als PDF-Download.


Hier kommen die versprochenen Interviews:


Peter Räuber, Maloja:


Was war Euere Motivation, Bikewear zu machen?
 Am Anfang war die Idee, ein Sportswear-Label aufzubauen, dessen Produkte Funktion mit Fashion und Lifestyle verbinden. Ein wesentlicher Teil davon ist natürlich Bikewear, da dies eine große Leidenschaft von uns allen ist.
 
Ist es schwierig, sich gegen die Etablierten durchzusetzen?
Durchzusetzen ist vielleicht der falsche Ausdruck – wir haben unsere eigene Positionierung und unseren eigenen Stil, da wir Produkte entwickeln, die wir selbst gerne beim Sport und in der Freizeit tragen. Außerdem haben wir die Erfahrung gemacht, dass es für unsere Idee eine konkrete Nachfrage gibt – von daher war es leicht für uns, neben den vielen guten Anbietern unseren Platz zu finden.
 
Was ist das Besondere an Maloja bzw. was macht Ihr anders als die Anderen?
Wir machen nichts anders als die Anderen – wir setzen lediglich unsere eigenen Ideen um und lassen uns nicht von Trends beherrschen, sondern kreieren diese selbst.
 
Wollt Ihr mit Euerer Marke ein bestimmtes Gefühl vermitteln?
 Wir wünschen uns, dass unsere Kunden maloja genauso kennenlernen und erfahren, wie wir dies seit nunmehr 5 Jahren (er-)leben. Hierfür braucht es nicht vieler Worte – kurz gesagt bedeutet maloja für uns:
 
- die Entschlossenheit, eigene Wege zu gehen
- sich auf die einfachen und wichtigen Dinge des Lebens besinnen
- der ehrliche und respektvolle Umgang mit Mensch und Natur
- und nicht zuletzt die Fähigkeit, genießen zu können
 
Gibt es bestimmte grafische Themen, die Ihr aufgreift?
Alles beginnt mit einer Idee, aus der wir dann unser Ganzjahresthema formen. Daraus entstehen dann innerhalb unseres Kreativ-Teams ganz individuelle Grafiken, Labels und Artworks, die wir in unseren Funktions- und Fashion-Styles zum Einsatz bringen. Auf diesem Wegen entstanden z. B. auch unser Moonriders Thema, bei dem wir das Gefühl, nachts bei Vollmond draussen zu sein, inszeniert haben und mit Himmelskörpern, sowie Silhouetten im Mondlicht gespielt haben, oder aber unser Woodrock-Thema, welches vom Woodstock- Festival inspiriert war und das Lebensgefühl Ende der 60er wiedergeben sollte. Eines der Grafikelemente hier war z. B. die Friedenstaube, die bei uns nicht wie im Original-Logo auf einer Gitarre, sondern auf einem Bike-Lenker sitzt…..
 
Wo holt Ihr Euch die Anregungen für Designs & Grafik?
Auf Flohmärkten, in Second-Hand-Shops, aus alten Zeitschriften, Magazinen & Büchern, aber auch ganz klassisch aus dem Internet.
 
Was ist das nächste große Ziel?
Nach 5 Jahren intensiver, harter Aufbauarbeit ist unser nächstes großes Ziel eigentlich etwas ganz Kleines, bzw. etwas, das uns wieder zurückholt…zum Sinn, warum wir maloja damals gegründet haben: „Arbeiten & Leben verbinden“ und wieder mehr Zeit für das zu haben, was wir am allerliebsten tun: draußen in der Natur sein und unseren Sport ausüben….


Dieter Rüegg, Qloom


W
as war eure Motivation Bike-Wear zu machen?

Die Leidenschaft und die Passion für eine der schönsten Sportarten dieser Welt.


Ist es schwierig sich gegen die Etablierten durchzusetzen?
Es gibt so viele hervorragend aufgestellte Bike Bekleidungsmarken mit einer perfekten Produkte-Diversifikation. Darum ist es nicht das primäre Ziel, uns gegen etablierte Hersteller durchzusetzen, sondern allen gleichdenkenden und gleichfühlenden Bikern ein einzigartiges Produkt zu offerieren, welches Freude und Spaß bereitet.


Was ist das besondere an Qloom bzw. was macht ihr anders als die anderen?
Denke schlussendlich kochen alle mit dem selben  Wasser – arbeiten mit mehr oder weniger den selben Materialien , den selben Verarbeitungstechnologien. Was wir vielleicht ein wenig differenzierter angehen als andere Marken ist die Design-Entwicklung. So versuchen wir, den Anspruch eines kompromisslos funktionierenden Produktes mit der uneingeschränkten Fantasie von grafischen – und schnitttechnischen Elementen in Einklang zu bringen.


Wollt ihr mit eurer Marke ein bestimmtes Gefühl vermitteln?
Wir wollen das Gefühl von Leichtigkeit, Fröhlichkeit und Lebensfreude vermitteln.


Gibt es bestimmte grafische Themen, die ihr aufgreift?
Wir arbeiten nicht nach bestimmten grafischen Themen. Da uns neben dem Biken, die Welt des Surfens  fasziniert und inspiriert, verschmelzen die Einflüsse beider Welten in einem linienspezifischen Grafikkonzept.


Wo holt ihr euch die Anregung für Designs und Grafik?
Die Ideen für Grafik und Design holen wir uns vor allem aus unseren eigenen Vorstellungen, Bedürfnissen und Fantasien. Trendvorhersagen sind nicht unser Ding. Vielmehr arbeiten wir mit Materialien, Farben und Grafiken die uns gefallen - von welchen wir als QLOOM Team überzeugt und begeistert sind.


Was ist das nächste große Ziel?
Unser großes Ziel besteht zum einen darin, mit unseren Produkten zur Vielfalt des Bike-Textilmarktes beizutragen und zum anderen in Zusammenarbeit mit unseren Händlern, QLOOM neben den etablierten Marken als seriöse und bereichernde Alternative zu positionieren. Vor allem aber möchten wir unsere Faszination und unsere Idee von funktioneller Bike-Bekleidung in die Welt tragen und somit vielen gleichdenkenden Emotionen und Freude bescheren.


Sebastian Donath, 3Essen


Was war eure Motivation Bike-Wear zu machen?
Wir fanden schon immer viele der damaligen MX Bekleidungen zu auffällig und bunt. Wir wollten das ANTIRAINBOW design erfinden und es den MTB-Lovern ermöglichen, ungeschoren mit MTB Klamotten in eine Eisdiele gehen zu können. Streetwear goes MTB war damals unser Motto, bis wir beklaut worden sind. Heute haben wir keine Mottos mehr. die Diebe werden leer ausgehen.


Ist es schwierig sich gegen die Etablierten durchzusetzen?
Es ist sehr schwierig. Ob wir uns wirklich durchsetzen könnten, wäre zu bezweifeln. Oft fehlt uns Geld, um die wirklich richtigen Dinge im richten Maße anpacken zu können. Wir würden gern aufgekauft werden. Von einem Monster der Branche am besten. Da könnten wir endlich wieder 100% kreativ arbeiten und uns nicht um alles selber kümmern müssen.


Was ist das besondere an 3Essen bzw. was macht ihr anders als die anderen?
Also wir produzieren alles in Portugal. Da sind wir sehr stolz drauf, weil es eigentlich gar nicht geht. Und wir müssen niemanden kopieren und sind somit frei von Gewalt. Wir haben immer noch Spaß am Leben und finden Fahrräder besser als Autos oder Kreditinstitute.


Wollt ihr mit eurer Marke ein bestimmtes Gefühl vermitteln?
Ja natürlich. Jeder soll so bleiben wie er ist. Und die, die besser sein wollen, können sich gern entwickeln.


Gibt es bestimmte grafische Themen, die ihr aufgreift?
Ja. Die 3ESSEN, elektronische Tanzmusik und eine bessere Welt.

Wo holt ihr euch die Anregung für Designs und Grafik?
Aus Musik und guten Filmen.


Was ist das nächste große Ziel?
Wieder zurück nach Hause zu kommen. In den Weltraum. Ins jahr 3001.

Madeline

Detail bei Qloom

Florian & Madeline

Fotograf Oliver Soulas nimmt Maß an Florian und Johanna

Die Crew beim Lichttest: Sigune Depner (Make up), Georg Grieshaber (BIKE Bild-Redakteur), Matthias Dreuw (BIKE-Redakteur), Heidi (BIKE Praktikantin)

Themen: BekleidungInterview

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