Die Geschichte des Mountainbikens scheint auserzählt. Was vor allem daran liegt, dass Tom Ritchey lieber biken geht, als Interviews zu geben. Jetzt redet er Klartext. Warum der 40. Jahrestag des MTB-Sports Quatsch ist. Und wie das damals in Kalifornien wirklich war. 

  • Tom Ritchey: "Wenn ich etwas will, mache ich es."
  • Die Gegend um Ritcheys Wohnort war Wildnis. Doch Abenteuer reizten ihn. Um den berühmten John-Muir-Trail in zwei Tagen zu bezwingen, entwickelte Ritchey 1978 eine völlig neue Art von Fahrrad. Gary Fisher war der Käufer des Ritchey-Offroaders Nummer zwei. Der Begriff Mountainbike kam erst später auf.
  • Tom Ritchey vor seiner Garage
  • Obwohl er Ritchey-Rahmen inzwischen in Fernost produzieren lässt, lötet er ab und zu auch noch selbst – für sich und gute Freunde.
  • Löten, sägen, hämmern: Tom Ritchey ist ein Mann der Tat. Im Alter von zwölf Jahren bastelte er sein erstes Vehikel. Auch sein Holzhaus unweit von San Francisco hat er angeblich selbst gebaut. 
  • Für einen Kumpel seines Vaters entwickelte Tom Ritchey 1980 ein 650b-MTB. 
  • In der Werbeanzeige von 1982 taucht schließlich der Begriff Mountainbike auf. Der Text warnt die Konkurrenz: "Unsere Erfahrung kann nicht kopiert werden."
  • Der Schweizer Thomas Frischknecht mischte elf Jahre lang für Ritchey den Worldcup auf. Beide sind auch heute noch eng befreundet. 
  • "Gary, Charlie, Grateful Dead und das alles – es hatte nichts mit mir zu tun. Ich war kein Teil der Hippie-Bewegung."
  • Neben Rahmen entwickelte Tom Ritchey von Anfang an auch Teile. Seine Firma Ritchey International zählt heute zu den weltweit großen Komponentenschmieden.
  • Inspiration für Produkte sammelte er schon immer am liebsten im Sattel. Ob bei Cross-Country-Rennen oder knackigen Ausfahrten mit dem Gravel-Bike.
  • Die Firma Ritchey hat Standorte in der USA, Schweiz und Taiwan. Die Zentrale befindet sich in Nordkalifornien, wo Tom Ritchey auch lebt. Er ist in zweiter Ehe verheiratet. Seine drei Kinder stammen aus erster Ehe.