Enduro World Series Whistler: Ines Thoma im Interview Enduro World Series Whistler: Ines Thoma im Interview Enduro World Series Whistler: Ines Thoma im Interview

Interview Ines Thoma

Enduro World Series Whistler: Ines Thoma im Interview

  • Stefan Loibl
 • Publiziert vor 7 Jahren

Die Allgäuerin Ines Thoma (25) zählt zu Deutschlands schnellsten Enduro-Pilotinnen. Wir haben die Canyon-Teamfahrerin nach der Enduro World Series in Whistler befragt.

Interview Ines Thoma: „Die Herausforderung des Jahres“


BIKE: Der sechste Stopp der Enduro World Series (EWS) in Whistler gilt für viele als Saison-Höhepunkt. Was macht Whistler so besonders?

Ines Thoma: Die Kombination aus Weltserie, Crankworx-Festival und dieser Wahnsinns-Location macht Whistler zu einem absoluten Highlight. Die ganze Umgebung lebt das Mountainbiken in Perfektion, das Medienaufgebot ist enorm und die Rennstrecken bieten absoluten Fahrspaß in den kanadischen Wäldern. Die einzige Schwierigkeit besteht darin, dass man sich bei der Masse an Trails, Touren und Bikepark-Strecken vor dem Wettkampf total am Riemen reißen muss, um nicht alle Körner zu verschießen.


Mehr als 2000 Höhenmeter bergauf und Bikepark-Strecken runter. War das das härteste Rennen der Enduro World Series?

In diesem Jahr war die Länge des Rennens, kombiniert mit einem brutal heißen Renntag und technisch sehr anspruchsvollen Strecken die Herausforderung des Jahres. Die Anstiege zu den ersten vier Stages waren mit 2200 Höhenmetern extrem lang und steil. Die Transferzeiten zudem äußerst knapp bemessen. Nach über 6,5 Stunden Renndauer ging es dann nochmal 1500 Höhenmeter mit dem Lift hoch zum „Top of the World“ für die finale 25-Minuten-Stage im Abendlicht.

Ines Thoma bei der Enduro World Series in Whistler

4 Bilder


Am Ende bist du 11. geworden. Zufrieden damit?

Oh nein, ganz und gar nicht. Ich liebe die Strecken hier in Whistler und hab mich im Training sehr gut gefühlt. Der Renntag war sehr hart. Aber mit zwei guten Stages und einem Sturz bin ich gut durchgekommen und hatte mein Top 5-Ziel vor der letzten Stage in Sicht. Doch was wünscht man sich nicht auf einer Rennstrecke, die fast eine halbe Stunde dauert? Plattfuß – genau. Mich hat's leider ziemlich weit oben erwischt. Dadurch hab ich nicht nur 2,5 Minuten, sondern auch einige Plätze und dadurch sogar ein Top 10-Ergebnis verloren. Mist!


Was unterscheidet das Rennen in Whistler von Wettkämpfen in Deutschland?

Der große Unterschied ist ganz klar die Länge: sowohl der Stages, als auch der Transferetappen. Hier in Whistler waren es 65 Kilometer bei einer Stunde Rennzeit und ganzen acht Stunden auf dem Bike. Das ist schon enorm. Zu den EWS-Rennen in Europa gibt es bis auf die wunderschönen kanadischen Wälder und den griffigen Humusboden keine Unterschiede. Auch diese Rennen waren technisch und konditionell höchst anspruchsvoll.


Beim Crankworx herrscht eine Woche Ausnahmezustand in Whistler. Was macht das Crankworx so besonders?

Ganz Whistler ist voller Bike-verrückter Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Profis aus der Enduro-, Downhill- und Slopestyle-Szene, Locals, die im T-Shirt und mit abgerockten Jeans die größten Kicker springen, Familien mit kleinen Rennkindern, bei denen der Helm größer ist als das ganze Kind, grölende Männergruppen mit Bierdosenhalter und viele mehr. Einfach nur crazy.

Themen: CanyonCrankworxEnduroEnduro World SeriesInes ThomaInterviewRaceRennenWhistler


Lesen Sie das BIKE Magazin. Einfach digital in der BIKE-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • MTB Bundesliga Bad Säckingen Vorschau II
    MTB-Worldcup Generalprobe in Bad Säckingen

    08.04.2016Der Bundesliga-Auftakt am Wochenende in Bad Säckingen wird ein erstes Saisonhighlight werden und für deutsche Mountainbiker eine der letzten Möglichkeiten, das Duell ...

  • Test 2021: Enduros bis 3700 Euro
    Publikumslieblinge: 6 Enduros im Vergleich

    07.04.2021Laut Leserumfrage liegen Enduros bis 4000 Euro am höchsten in Eurer Gunst. Daher haben wir sechs Modelle in dieser Preisklasse bestellt und verglichen.

  • Test 2016 – Race-Fullys: Canyon Lux CF 9.9 LTD
    Canyon Lux CF 9.9 LTD im Test

    24.11.2016Das Top-Modell der Lux-Baureihe rollt mit Shimano XTR Di2 zum Test. Perfekt für den Adrenalinrausch beim Marathon, behaupten wir.

  • Test Wolfpack Race MTB/CrossReifen
    Wolfpack-Reifen Cross & Race im Test

    25.04.2019Neben Pirelli und Goodyear ist Direktversender Wolfpack der neue Stern am MTB-Reifen-Himmel. Wir konnten die Cross-Country-Kombination Cross und Race bereits ausgiebig in der ...

  • Schrauberequipment von Topeak und Enduro-Rucksack von Ergon

    24.09.2012Mit der PrepStation gibt Topeak ambitionierten Heimschraubern und Rennfahrern Profi-Werkzeug für alle Fälle an die Hand. Für Freunde des Endurosports zeigte Ergon auf der Eurobike ...

  • Renn-Report: BC Bike Race 2013 – der heilige Gral der Singletrail-Jünger

    28.11.2013Sieben Tage lang führt das BC Bike Race über die besten Singletrails in British Columbia, von Vancouver Island zur Sunshine Coast bis nach Whistler. Für alle Biker, die ...

  • Enduro-Blog 2015 von Ludwig Döhl #6
    Enduro-EM: Döhls Kampf gegen den Schlamm

    06.07.2015Der 21. Juni 2015: Kalendarischer Sommerbeginn und definitiv ein Renntag, über den die Enduro-Szene noch in Jahren sprechen wird: „Weißt du noch? Damals, in Kirchberg? Eine ...

  • Pioniere und Erben: das BIKE Test-Prozedere

    03.01.2014Zwei Männer, eine Mission: den Bikes auf den Zahn fühlen. Uli Stanciu und Christoph Listmann vergleichen das BIKE Test-Prozedere von damals und heute.

  • Grand Canyon AL 6.0

    29.05.2012Das Gran Canyon ist ein Top-Sportler mit einem Rahmen, der für Tuning wie gemacht ist. Sinnvolle Ausstattung. Testsieger.