Enduro World Series Whistler: Ines Thoma im Interview Enduro World Series Whistler: Ines Thoma im Interview Enduro World Series Whistler: Ines Thoma im Interview

Interview Ines Thoma

Enduro World Series Whistler: Ines Thoma im Interview

  • Stefan Loibl
 • Publiziert vor 8 Jahren

Die Allgäuerin Ines Thoma (25) zählt zu Deutschlands schnellsten Enduro-Pilotinnen. Wir haben die Canyon-Teamfahrerin nach der Enduro World Series in Whistler befragt.

Interview Ines Thoma: „Die Herausforderung des Jahres“


BIKE: Der sechste Stopp der Enduro World Series (EWS) in Whistler gilt für viele als Saison-Höhepunkt. Was macht Whistler so besonders?

Ines Thoma: Die Kombination aus Weltserie, Crankworx-Festival und dieser Wahnsinns-Location macht Whistler zu einem absoluten Highlight. Die ganze Umgebung lebt das Mountainbiken in Perfektion, das Medienaufgebot ist enorm und die Rennstrecken bieten absoluten Fahrspaß in den kanadischen Wäldern. Die einzige Schwierigkeit besteht darin, dass man sich bei der Masse an Trails, Touren und Bikepark-Strecken vor dem Wettkampf total am Riemen reißen muss, um nicht alle Körner zu verschießen.


Mehr als 2000 Höhenmeter bergauf und Bikepark-Strecken runter. War das das härteste Rennen der Enduro World Series?

In diesem Jahr war die Länge des Rennens, kombiniert mit einem brutal heißen Renntag und technisch sehr anspruchsvollen Strecken die Herausforderung des Jahres. Die Anstiege zu den ersten vier Stages waren mit 2200 Höhenmetern extrem lang und steil. Die Transferzeiten zudem äußerst knapp bemessen. Nach über 6,5 Stunden Renndauer ging es dann nochmal 1500 Höhenmeter mit dem Lift hoch zum „Top of the World“ für die finale 25-Minuten-Stage im Abendlicht.

Ines Thoma bei der Enduro World Series in Whistler

4 Bilder


Am Ende bist du 11. geworden. Zufrieden damit?

Oh nein, ganz und gar nicht. Ich liebe die Strecken hier in Whistler und hab mich im Training sehr gut gefühlt. Der Renntag war sehr hart. Aber mit zwei guten Stages und einem Sturz bin ich gut durchgekommen und hatte mein Top 5-Ziel vor der letzten Stage in Sicht. Doch was wünscht man sich nicht auf einer Rennstrecke, die fast eine halbe Stunde dauert? Plattfuß – genau. Mich hat's leider ziemlich weit oben erwischt. Dadurch hab ich nicht nur 2,5 Minuten, sondern auch einige Plätze und dadurch sogar ein Top 10-Ergebnis verloren. Mist!


Was unterscheidet das Rennen in Whistler von Wettkämpfen in Deutschland?

Der große Unterschied ist ganz klar die Länge: sowohl der Stages, als auch der Transferetappen. Hier in Whistler waren es 65 Kilometer bei einer Stunde Rennzeit und ganzen acht Stunden auf dem Bike. Das ist schon enorm. Zu den EWS-Rennen in Europa gibt es bis auf die wunderschönen kanadischen Wälder und den griffigen Humusboden keine Unterschiede. Auch diese Rennen waren technisch und konditionell höchst anspruchsvoll.


Beim Crankworx herrscht eine Woche Ausnahmezustand in Whistler. Was macht das Crankworx so besonders?

Ganz Whistler ist voller Bike-verrückter Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Profis aus der Enduro-, Downhill- und Slopestyle-Szene, Locals, die im T-Shirt und mit abgerockten Jeans die größten Kicker springen, Familien mit kleinen Rennkindern, bei denen der Helm größer ist als das ganze Kind, grölende Männergruppen mit Bierdosenhalter und viele mehr. Einfach nur crazy.

Themen: CanyonCrankworxEnduroEnduro World SeriesInes ThomaInterviewRaceRennenWhistler


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