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Test 2014: 3 edle Downhiller

Wa(h)re Liebe: Specialized Demo 8 S-Works

  • Laurin Lehner
 • Publiziert vor 7 Jahren

Gesehen – verliebt! So erging es uns allen. Die Luxusvariante des Big-Bike-Klassikers "Demo" ist wahres "Eye Candy", wie die Amis sagen: Augenzucker.

Lars Scharl Mmmmh, wäre das "Demo" nicht was für unseren schnellsten deutschen Downhiller? Oder was soll uns diese Geste sonst sagen? Die 388-Feder im Öhlins-Dämpfer war dem Worldcupper zu weich, wenn die Strecke schnell wurde. Wir Normalsterblichen freuten uns über viel Komfort im Heck.

Ein edel gefinishter Carbonrahmen mit knallig rotem Lack und mattem Schwarz, dazu die geschwungenen Rohre und organisch wirkende Formen – 100 Prozent sexy! Wir kennen keine Zahlen, schätzen aber, dass das "Demo" (nicht dieses hier!) das wahrscheinlich meistgefahrene Big Bike der Welt ist. Das kommt nicht von ungefähr. Neben seinen Race-Qualitäten (Weltmeister 2010) besitzt das Bike eine Wohlfühl-Geometrie, die besonders Hobby-Freerider lieben.

Daniel Simon Todschick: Wer die Luxus-Variante des "Demo" sieht, will sofort seinen Bausparvertrag plündern oder ’ne Bank überfallen. Warum müssen schöne Dinger immer so teuer sein? Übrigens: Ein komplett neu entwickeltes "Demo" steht für 2015 schon in den Startlöchern. 

Langer Reach, kurze Kettenstreben, tief gezogenes Oberrohr – das passt und hat sich in vielen Tests bewährt. Dank tiefem Tretlager (434 Millimeter) steht man angenehm im Rad. Das kurze Heck (1 Zentimeter kürzer als bei Devinci) verleiht dem Rad ein enorm wendiges Handling. Das "Demo" beschleunigt wie eine Flipperkugel aus engen Turns und konserviert den Speed. Kampfjet-Feeling im Vergleich zum Airliner Reichmann. Wird’s ruppig, bügelt das "Demo" so gekonnt über Felsblöcke, Geländestufen und Wurzelschlingen, dass das Fahrergrinsen trotz Fullface-Helm zu sehen ist.

Doch genug der Schwärmerei, eine Entscheidung muss her: Welches der zwei Superbikes hat die Nase vorne? Specialized "Demo" oder Devinci "Wilson"? Die Meinungen waren geteilt. Tatsache ist: Beide Bikes sind 10-Punkte-Räder – der Rest ist reine Geschmackssache.


Fazit: Das "Demo" schafft (erneut) den Spagat zwischen Freeride und Race. Es ist wendig, verspielt und trotzdem auf zornigen Downhills verdammt schnell und sicher unterwegs. Für 8000 € kriegst du hier den Ferrari unter den Big Bikes.


Stärken: Fahrwerk, Laufruhe, Optik
Schwächen: keine


Johannes Fischbach (26): "Das ‚Demo‘-Fahrgefühl ist super. Man steht förmlich im Bike. Trotzdem macht mir das Devinci mehr Spaß. Die 388er-Serienfeder war mir zu weich. Das spürte ich vor allem, wenn es schnell wurde – dann brachte ich das Heck sogar zum Durchschlagen."


Herstellerangaben


Vertrieb   Specialized Europe B.V.  wwww.specialized.com
Material/Größen   Hybrid/S,M,L
Preis/Gewicht ohne Pedale   7 999 Euro/16,5 kg


Messdaten


Federweg vorn/hinten  200 mm/200 mm
Hinterbausystem  Viergelenker


Ausstattung


Gabel/Dämpfer   RockShox WC/Öhlins Custom TTX22M
Kurbeln/Schaltung   Truvativ XO/SRAM XO
Bremsanlage  Avid Code
Laufräder    vo: Specialized Hi-Lo Nabe, hi: DT-Swiss 350 Nabe, Specialized Roval DH-Laufräder Specialized Butcher 2,5 Reifen

Daniel Simon Legendär: Der FSR-Hinterbau ist der Hammer! Die typisch kurzen "Demo"-Kettenstreben machen das Rad wendig und verspielt – an Laufruhe mangelt es dennoch nicht.

Daniel Simon Moto-Einfluss: Erstmalig verbauen die Amis einen Öhlins-Dämpfer. Die 388er-Serienfeder funktionierte gut, die härtere 434er-Feder noch besser. Gut: der Steinschlagschutz am Unterrohr.

FREERIDE Magazin FREERIDE-RANKING: Die Zahl (maximal 10 Punkte) gibt den Gesamteindruck wieder und ist keine Addition von Downhill- und Bikepark-Punkten. Die Bewertung bezieht sich nur auf das jeweilige Testfeld.

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