Vmax: Profi-Tester Max Schumann und Ines Thomas sorgen für Speed im Test Vmax: Profi-Tester Max Schumann und Ines Thomas sorgen für Speed im Test Vmax: Profi-Tester Max Schumann und Ines Thomas sorgen für Speed im Test

Test 2014: 7 Race-Enduros im Vergleich

Vmax: Profi-Tester Max Schumann und Ines Thomas sorgen für Speed im Test

  • Christian Schleker
 • Publiziert vor 7 Jahren

Moooment – im letzten Heft stand hier noch was von „F*** you Enduro!“. Und jetzt testen wir Race-Enduros? Okay, wir sind ehrlich: Wir hatten Bock auf die Dinger und haben mit zwei Profis sieben Bike getestet.

Wolfgang Watzke Trail-Parade: Die Stages des letztjährigen Wettkampf-Finales der Enduro World Series in Finale Ligure boten den angemessen Rahmen für den Test der Race-Enduros. Ines Thoma gibt hier auf dem flowigen Part von "Little Champéry" das Tempo vor, Max Schuhmann bleibt dran und Autor Chris Schleker styled ums Eck, damit nicht auffällt, dass er um Anschluss kämpft.

Ines drückt auf den Sattel, setzt sich, wippt ein bisschen. "Hey, auf däm hier fühl i mi auf Anhieb wohl!", schwäbelt sie. Mist. Das wird dann wohl wieder eine stressige Testabfahrt. Vor mir "Mad" Max Schumann. Versuche ich dem am Hinterrad zu bleiben, rasiere ich mehr als einmal nur haarscharf am Krankenhausbesuch vorbei. Nehme ich das Gas raus und lasse ihn ziehen, drängelt früher oder später – je nach Wohlfühlfaktor – Ines Thoma von hinten. Das hat man dann davon, wenn man sich eine der schnellsten Enduro-Fahrerinnen der Welt und einen der besten Enduristen Deutschlands zum Test einlädt: Stress. Für diesen Test waren die beiden Profis aber ideal. Denn wir wollten Race-Enduros testen. Bikes mit konsequenter Ausstattung auf dem neuesten Stand der Technik. Räder also, die Ines und Max ohne Umbaumaßnahmen sofort für das nächste Enduro-World­series-(EWS)-Rennen nutzen könnten. Wenn sie die freie Wahl hätten in diesem hochkarätigen Testfeld, welches würden sie dann wählen? Und würde sich ihre Wahl mit unseren Favoriten decken?

Wir schnuppern zwar auch gerne mal Rennluft. Doch zu zickig sollte der Bock dann bitte doch nicht sein. Bevor "Enduro" vor zwei, drei Jahren zum neuen Trendsport avancierte, stand er ja für eine Bike-Kategorie mit möglichst breitem Einsatzbereich: Fast so gut bergauf wie ein All Mountain und fast so potent bergab wie ein Freerider sollten Enduros sein. Können die Rennfeilen des 2014er-Jahrgangs beides? Extrem schnell sein und im Alltagseinsatz dem weniger ambitionierten Jedermann Spaß auf der Bergtour machen? Die Antwort: Ja! Die Geometrien sind spürbar vom Rennzirkus beeinflusst: Reach-Werte über 430 Millimeter bei Größe M, Lenkwinkel unter 66 Grad und – im Verhältnis zur höheren 650B-Radachse – stark abgesenkte Tretlager verleihen viel Laufruhe und bieten Sicherheit bei hohen Geschwindigkeiten. Das gefällt jedem.

Test 2014: 7 Race-Enduros im Vergleich

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Moooment - im letzten Heft stand hier noch was von "F*** you Enduro!". Und jetzt testen wir Raceenduros? Okay, wir sind ehrlich: Wir hatten Bock auf die Dinger. Profi-Tester Max Schumann und Ines Thomas sorgen für Speed im Test.


Schwindsucht: Carbon drückt das Gewicht unter 13 Kilo

Die Hersteller betreiben hohen Aufwand, um bei Federwegen um die 160 Millimeter in ungeahnte Gewichtsklassen vorzustoßen: Nur ein Bike, das Focus "Sam 1.0", besitzt noch einen Rahmen aus Alu. Bei allen anderen ist mindestens der Hauptrahmen aus Carbon. Lapierre und Norco spendieren zusätzlich Sitzstreben aus Kohlefaser. Scott und Radon lassen auch die Kettenstreben aus dem Verbundkunststoff fertigen. Und so wiegen die meisten Räder deutlich unter 13 Kilo. Das spürt auch der Laie und freut sich. Leicht fährt sich einfach gut.

Mit Serien­bereifung knackt das leichteste Bike im Test, das Specialized "Enduro S-Works", sogar die 12er-Marke: 11,9 Kilo – inklusive der obligatorischen Teleskopstütze und eines Cane­Creek-DH-Luftdämpfers! Allerdings ist das Ur-Enduro auch der letzte Vertreter der 26-Zoll-Generation in diesem Vergleich. Einen Teil des Rekordgewichts erkauft es sich also mit den leichteren Laufrädern. Dass auch die restlichen Bikes trotz 650B-Bereifung so wenig wiegen, verdanken sie neben dem Rahmenwerkstoff der 1x11-Schaltungstechnik von SRAM. Kettenführungen sind fast ausgestorben. Umwerfer und zwei Kettenblätter verbaut gar kein Hersteller. Das spart Gewicht, verlangt aber bei steilen Anstiegen ordentlich Schmackes in den Beinen. Auf unserer Teststrecke, den Stages des letzjährigen EWS-Finales in Finale Ligure, wurden breitere Übersetzungen aber von keinem Tester vermisst. Von Ines und Max schon mal gar nicht. Mist.


Fazit: Sobald ein Rennformat den Einsatzbereich einer Klasse genauer definiert, reagieren die Hersteller konsequent. Die aktuellen Race-Enduros sind leicht, sicher und damit schnell und machen so sowohl Racern als auch Freizeitbikern Spaß.


Den gesamten Testbericht mit den Ergebnissen dieser Race-Enduros findet Ihr auch im PDF-Download:

• Focus Sam 160 1.0
• Lapierre Spicy Team (FREERIDE Tipp)
• Norco Range Carbon 7.1
• Radon Slide 8.0 SE
• Rocky Mountain Altitude 770 MSL Rallye
• Scott Genius LT 700 Tuned
• Specialized Enduro S-Works

Gehört zur Artikelstrecke:

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Themen: FocusLapierreNorcoRaceendurosRace-EndurosRadonRocky MountainScottSpecializedTest

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    Race-Enduros

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