Trek Slash 9.8 im Test Trek Slash 9.8 im Test Trek Slash 9.8 im Test

Test 2016 – High-End-Enduros: Trek Slash 9.8

Trek Slash 9.8 im Test

  • Dimitri Lehner
 • Publiziert vor 4 Jahren

2008 war das US-Label mit seinem Enduro-Bike der Zeit voraus und räumte Testsiege ab. Damals hieß es Remedy, hatte aber fast identische Maße wie das 2012 neu erschaffene Slash.

Trek Slash 9.8: Günstig ist anders: Wer ein Trek Slash fahren will, muss mindestens 5500 Euro ausgeben (Alu-Version). Das Topmodell Slash 9.9 aus Carbon kostet satte 9000 Euro.

Seine Attribute: wendig, verspielt, leicht, doch potent genug, um’s krachen zu lassen – ein ideales Enduro. Daran hat sich auch 2016 nichts geändert. Neu dagegen: die 27,5-Zoll-Räder. Der Carbon-Rahmen spart Gewicht: 13 Kilo! Beim Fahrwerk setzt das 9.8er-Slash auf Rock­Shox: Pike-Gabel mit Absenkfunktion und der ebenso leicht zu bedienende
Monarch-Plus-Dämpfer mit 3-Phasen-Druckstufe. Das verschafft dem Slash ein aktives und sportlich straffes Fahrwerk. Passend dazu: die tiefe Front. Sie erzeugt viel Druck auf dem Vorderrad. Der flache Lenkwinkel bringt Ruhe ins Bike. Uns gefiel, wie spritzig sich das leichte Bike durch die Trails zirkeln ließ. Da freut man sich über jede Kurve und jubelt, wenn der Trail Haken schlägt. Hier glänzt das Slash, es begeistert mit seinem direkten Handling und mit der hohen Lenkpräzision. So mischt es ganz vorne im Testfeld mit. Zeigt sich die Topographie allerdings von der fiesen Seite, dann stößt das Slash an Grenzen. Bei Highspeed im Gerümpel gibt es Bikes, die satter und sicherer liegen. Im ständigen Auf- und Ab gewellter Trails oder Touren überzeugt das Trek dagegen mit seinem geringen Gewicht, der spritzigen Beschleunigung und einer wippfreien Kinematik. Super: die schnell zuschaltbare Druckstufe. Hebel umlegen für Trailfahrten und Jumps und schon steht der Hinterbau schön solide im Federweg.


Fazit: Das Slash ist ein rassiges Enduro in sexy Optik. In heftigem Gelände will es mit Nachdruck gefahren werden und verfügt nicht über die Reserven einiger Konkurrenten.


STÄRKEN   Allround-Einsatz, leicht, wendig
SCHWÄCHEN   Highspeed im heftigen Gelände, Cockpit


Herstellerangaben
Vertrieb
   Trek Deutschland, www.trekbikes.com
Material/Größen   Carbon/XS, S, M, L, XL
Preis/Gewicht ohne Pedale   6499 €/13 kg


Messdaten  
Federweg vorne/hinten
   130-160 mm/160 mm
Hinterbausystem   Floatlink


Ausstattung 
Gabel/Dämpfer 
  RockShox Pike RC Dual Position Air/RockShox Monarch Plus RC3
Kurbeln/Schaltung   SRAM X1/ SRAM X1
Bremsanlage  Shimano XT
Laufräder  Bontrager Maverick Pro TLR Systemlaufradsatz,
Reifen   Bontrager SE5 Team Issue 2,3


Performance
Uphill 
  6 von 6 Punkten
Downhill   4 von 6 Punkten


FREERIDE-Urteil   9 von 10 Punkten

Das kurze Steuerrohr am Trek Slash sorgt für eine tiefe Front. Daher ließen wir die Spacer drin und hatten noch immer viel Druck auf dem Vorderrad. Der 74er-Lenker war uns zu schmal, der Vorbau zu lang.

Trek Slash – RockShox macht’s richtig: gut beschriftete, easy einzustellende Federelemente. Die 3-Stufen-Druckstufe (DH, Trail, Uphill) ist bewährt. Davon darf sich die Konkurrenz gerne inspirieren lassen.

Trek Slash 9.8


FREERIDE-RANKING: Die Zahl (maximal 10 Punkte) gibt den Gesamteindruck der Tester wieder und ist keine Addition von Downhill- und Uphill-Punkten. 10 = Testsieger, besser geht nicht. 9 = Sehr gut. Kaufempfehlung. 8 = Solide Leistung. 7 = Unter Durchschnitt. Das Produkt hat Schwächen. 1 bis 6 = Davor können wir nur warnen!

Diesen Artikel finden Sie in FREERIDE 1/2016 - das Heft können Sie hier bestellen > FREERIDE IOS App (iPad) FREERIDE Android App 

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Themen: EnduroSlashTestTrek


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