Trailbike: Drag Ronin 7.0 im Check Trailbike: Drag Ronin 7.0 im Check Trailbike: Drag Ronin 7.0 im Check

Test 2020: Drag Ronin 7.0

Trailbike: Drag Ronin 7.0 im Check

  • Dimitri Lehner
 • Publiziert vor einem Jahr

Kennt Ihr Drag? Wir kannten die Marke bis vor Kurzem auch nicht. Dabei baut Drag aus Sofia seit 1998 Räder. Wir haben das Ronin 7.0 bestellt. Ein Allrounder mit knappem Hub, doch viel Nehmer-Qualitäten, sagt zumindest der Hersteller.

Drag Ronin 7.0

DAS KONZEPT

Eigentlich kommt die bulgarische Marke aus dem Rennradbereich. Kein Wunder: Gründer Dragomir Konzov fuhr damals im National-Kader der ehemaligen Sowjetunion. Doch Ex-Pulse-Mitarbeiter und Produkt-Manager von Drag Bikes Boris ist ein Enduro-Fan. Er wollte ein richtiges Mountainbike, mit dem man auch Rennen fahren kann. Dafür holten sich die Bulgaren Bike-Konstrukteur Andi Heimerdinger ins Boot. "Das Ziel war, ein Trailbike zu bauen, raus kam jedoch ein Enduro", sagt Heimerdinger. Um Kosten zu sparen, wurde auf Hydroforming beim Rahmen-Design verzichtet. Produziert wird in Fernost, wie die Masse aller Bikes auch.

Auf dem Trail

Ursprünglich wollten wir das Ronin in den Vergleichstest (Seite 38) nehmen. Denn versprochen wurde uns ein Enduro. Ein Blick aufs Datenblatt ließ die Tester allerdings stutzen: 150 mm vorne, 140 mm im Heck? Und dann schickten die Bulgaren nicht das Top-Modell. Dennoch wollten wir wissen, wie sich das Bike schlägt und stürzten uns in die Enduro-Abfahrt Hill Bill in Serfaus-Fiss-Ladis. Überraschung: Das Ronin lässt sich gefällig in die Fall-Linie steuern. Das Fahrwerk liefert mehr Komfort, als es nominell verspricht. Wird es richtig verblockt, limitiert jedoch die Ausstattung. Der lange Reach ist in engen Turns spürbar, hemmt aber nicht wirklich.

Für wen?

Das Ronin ist definitiv mehr Enduro als Trailbike. Bei der Ausstattung gibt’s Luft nach oben. Das Gewicht fällt mit 15,2 Kilo pummelig aus. Auch die 29er-Laufräder sind schwer und lassen auf Trailrides im Up&Down-Modus wenig Freudenschreie aufkommen. Hier sollte man unbedingt noch etwas investieren, um Gewicht zu sparen. Die Optik ist kein Eye-Catcher, doch von den Abfahrtsfähigkeiten waren wir positiv angetan. Das Bulgaren-Bike hat definitiv Potenzial. Übrigens: Wer sich eins zulegt, ist ziemlich exklusiv unterwegs, denn aktuell gibt es gerade mal einen Händler in Deutschland – nämlich an der Ostsee.

Fakten


Federweg:  150 mm / 140 mm
Reach:   469 mm
Stack:  629 mm
Kettenstrebe:  438 mm
Lenkwinkel:  64,8°
Sitzwinkel:  75° mm
BB-Drop:  -33 mm
Radstand:  1226 mm
Gewicht: 15,2 kg
Infos: dragbicycles.com

Das Model Ronin 7.0 kostet 3099 Euro und ist mit Shimanos SLX-Gruppe ausgestattet. Das Top-Modell für 3899 Euro kommt mit Lyrik und Deluxe-RT-3-Dämpfer daher. Den Rahmen alleine gibt’s für günstige 790 Euro.


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Themen: DragEnduroRoninTestTrailbike


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