Neuheiten 2012

Specialized Status II

  • Dimitri Lehner
 • Publiziert vor 9 Jahren

Das neue Gravity-Baby des Ami-Giganten Specialized hört auf den Namen „Status“. Besonders das Einsteigermodell „Status I“ ist ein wahrer Preisbrecher. Das „Status“ löst den langjährigen Erfolgs-Freerider „Big Hit“ ab. Bye bye „Big Hit“!

Bye bye „Big Hit“! Mit dem „Status“ setzt Specialized jetzt auf die Sparfüchse unter den Downhillern. Doppelbrückengabel, flache Front und lange Geo – das neue Budgetbike der Amerikaner ist eine sehr gute Ausgangsbasis für späteres Tuning. Die Seriengabel schwächelt im Vergleich zur Hinterbaufunktion etwas.

Nu ist’s passiert: Das "Big Hit" ist tot. Passé. Finito. Einfach so, nach gefühlten 35 Jahren, beerdigt Specialized die Mutter aller Freeridebikes und kommt mit dem "Status" um die Ecke. Das könnte zwar auch "Big Hit" heißen, heißt es aber nicht. "Status" also.

Specialized Status II

Statusmeldung Optik: Passt. Für ein Specialized ist der Rahmen fast schon dezent geschwungen. Der Hinterbau ist ein klassischer Viergelenker mit überraschenderweise normalen 135-Millimeter-Ausfallenden. 200 Millimeter Federweg quetscht die Wippe aus dem Fox "Van RC". Vorne arbeitet eine "Domain R" mit identischem Federweg aber leider ohne externe Druckstufenverstellung.

Mit dem günstigen "Status" will Specialized bei Einsteigern und den Käufern von Direktversendern punkten. Die Ausstattung ist recht mager ausgefallen. Sram "X5" Schaltkomponenten und einfache "Elixir 5"-Bremsen sorgen nicht gerade für Staunen, funktionieren aber solide.

Specialized Status II

Die Geometrie ist modern: Flache Front, niedriges Tretlager und kurze Kettenstreben. Man sitzt, wie man auf einem Specialized irgendwie immer sitzt: tief im Rad und sehr ausgewogen. Auf dem Trail fühlten wir uns deshalb schnell zuhause. Der Hinterbau arbeitet linearer als beim "Bighit" und nutzt den Federweg gut aus. Mit 5 Klicks Druckstufendämpfung blieb er auch in schnellen Anliegern ausreichend hoch im Hub, sackte beim Beschleunigen nicht ein und gab gutes Feedback vom Boden. Der Hinterbau mit den normalen, offenen Ausfallenden ist kein Wunder an Steifigkeit. Bei schneller Geradeausfahrt ist das aber kein wirklicher Nachteil. Das "Status" ist vielmehr sehr laufruhig. Doch schwere Fahrer werden in Anliegern den Flex spüren. Die Gabel kann mit der guten Hinterbauperformance nicht ganz mithalten. Sie spricht gut an und arbeitet bei mäßig schnellem Tempo noch ordentlich und schnell. Bei Vollgas rauscht sie aber an Steilstufen durch den Hub. Hier fehlt es an Druckstufendämpfung, um beim Anbremsen nicht zu tief einzutauchen.

Specialized Status II

Trotzdem fühlt man sich auf dem Bike sicher, was ein deutliches Zeichen für eine gelungene Geometrie ist. Die Bremsen funktionierten unauffällig und mit ausreichend Biss. Das Chassis ist eine gute Basis für spätere Upgrades bei den Federelementen. Eine "Boxxer" macht das "Status" eine Klasse besser, aber eben auch ein paar hundert Euro teurer. Dennoch ein würdiger Nachfolger des legendären "Big Hit".


Fazit: Für 2.899 Euro bekommt man dieses Jahr bei Specialized ein Bike mit moderner Downhill-Geometrie, guter Hinterbauperformance und ausgewogenen Fahreigenschaften. Die Austattung ist recht mager und die Gabel beschränkt die Fahrleistungen des Bikes.


HERSTELLERANGABEN


Größen: S, M, L 
Preis: 2.899 Euro 
Gewicht: 18,5 kg (ohne Pedale)
Gabel: Rock Shox "Domain R" (200 mm)
Dämpfer: Fox "Van RC" (200 mm)


MESSDATEN


Lenkwinkel: 65,1°
Sitzwinkel: 77,2°
Oberrohr: 571 mm
Kettenstrebenlänge: 423 mm
Tretlagerhöhe: 355 mm


AUSSTATTUNG


Schaltung: Sram "X5"
Kurbel: FSA/Gravity "Moto X"
Bremsen: Avid "Elixir 5"
Vorbau: Specialized "Direct-Mount"
Sattelstütze: Specialized "6061 Alloy"
Sattel: Specialized "DH"
Specialized "Status Disc"-Systemlaufradsatz
Reifen: Specialized "Butcher" 2.5

Themen: FreeriderSpecializedStatus


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