Schon gefahren: Giant Reign Advanced 0 C. Schon gefahren: Giant Reign Advanced 0 C. Schon gefahren: Giant Reign Advanced 0 C.

Test 2018: Giant Reign Advanced 0 Carbon

Schon gefahren: Giant Reign Advanced 0 C.

  • Dimitri Lehner
 • Publiziert vor 4 Jahren

Vor zwei Jahren erkämpfte sich das Giant Reign im FREE­RIDE-Test einen Spitzenplatz und begeistert seither mit seinem satten Fahrwerk. 2018 kommt ein neues Reign. Es soll alles noch viel besser können.

Hersteller Giant Reign Advanced 0 Carbon


DAS KONZEPT

Als 2015 das Reign (frei übersetzt: Macht) neu aufgelegt wurde, war es seiner Zeit voraus: Länger, flacher, tiefer als die Konkurrenz (Reach: 444 Millimeter in M) entwickelte es bergab viel Laufruhe mit sattem 160er-Fahrwerk. Dennoch besaß das Enduro genug Spieltrieb für Gelände­sprünge, leichte Manuals und schnelle Kurvenwechsel – die ideale Mischung. 2018 zogen die Giant-Ingenieure das Bike unter Einfluss ihrer EWS-Racer noch mehr in die Länge, trimmten das Heck, dass es stabiler im Federweg steht und verpassten dem Reign (Top-Version mit Stahlfederbein) einen Remote-Lockout für besseres Klettern.


GEOMETRIE

Der Lenkwinkel von 65 Grad war schon beim Vorgänger goldrichtig, daran fummelten die Giant-Ingenieure nicht, den Sitzwinkel stellten sie jedoch auf ungewohnt flache 73 Grad. Die größte Veränderung ist allerdings der üppige Reach-Wert des neuen Reign: 459 Millimeter in Medium, 473 in Large – das ist ’ne Ansage und für alle Nicht-Racer eine deutliche Umgewöhnung. Zwar loben viele die verbesserte Fahrposition, gerade bei viel Speed, doch die gestreckte Geo will auch beherrscht werden. Salopp gesagt: Wer nicht kräftig an den Zügeln zieht, dem geht das Pferdchen schnell durch. Kein schönes Gefühl.


AUF DEM TRAIL

Zwei Tage lang scheuchten wir das Reign über steile, technische Alpentrails. Mit seiner gestreckten Geo und dem satten Fahrwerk lechzt es nach Speed und entwickelt erstaunlich viel Komfort in ruppigen Abfahrten. Im Vergleich zum Vorgänger (den hatten wir zum direkten Vergleich dabei) erfordert es jedoch mehr Körpereinsatz: Es braucht in engen Turns viel Druck auf dem Vorderrad und für Sprünge und Drops mehr Armzug. Die verbesserte Heck-Kinematik gefiel – das Heck sackt weniger weg und das Fahrwerk erzeugt ausreichend Gegendruck. Dank zusätzlichem Lock-out klettert es williger als der Vorgänger. Gut so!


FÜR WEN?

Das neue Reign ist noch potenter geworden – ein abfahrtsverliebtes Enduro, das steile, schnelle Trails bevorzugt und eine aktive, erfahrene Fahrweise voraussetzt, will man sein Potenzial ausreizen. Damit schreckt es selbst vor groben Bikepark-Einsätzen nicht zurück. Für Typen wie EWS-Racer und Reign-Mitentwickler Josh Carlson mag die neue Geometrie des Reign genau richtig sein, denn die EWS-Strecken gleichen ohnehin immer mehr Downhill-Racetracks. Wir vermissten etwas den verspielten Charakter des Vorgängers.


Nathan Hughes Diesen Artikel finden Sie in FREERIDE 4/2017 - das Heft können Sie hier bestellen > FREERIDE IOS App (iPad) FREERIDE Android App 

Themen: GiantReignTest


Lesen Sie das FRERIDE Magazin. Einfach digital in der BIKE-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • Reifen Hutchinson Cougar 2,4"
    Zahnloser Löwe

    07.11.2013Hutchinson schickte uns ungefragt eine Kiste voller Reifen ins Büro. Wir verteilten sie großzügig. Einen Satz des Freeride-Reifens "Cougar" bekam unser Reifenquäler Hans.

  • Test 2016 – High-End-Enduros: Scott Genius LT 700 Tuned+
    Scott Genius LT 700 Tuned+ im Test

    10.11.2016Das Scott ist der bunte Hund im Test, trotz Matt-Schwarz-Lackierung. Denn es rollt mit dicken 2,8-Zoll-Ballonreifen auf fetten 40-Millimeter-Felgen.

  • Test Reifen: Maxxis / Schwalbe / Continental
    System-Check: 1 Reifenmodell - 3 Karkassen

    03.03.2017Maxxis Minion DHF 2.5 - ein Reifenmodell, drei Karkassen. Wir checken in der Praxis die Unterschiede. Downhill, Double Down und Exo Protection mit Schlauch, Milch, Procore – ...

  • FREERIDE Ausgabe 3/19
    Fresh! Die neue FREERIDE 3/19

    30.07.2019Die Saison ist im vollem Gange und wir haben für euch die passende Ausgabe. BigBikes und Freerider im Duell, Fahrtechnik für den Park, Teile fürs Bike-Abenteuer, die besten Trails ...

  • Kurztest 2020: Rückleuchte Xlite 100
    Bremslicht: Xlite 100 im FREERIDE-Check

    23.05.2020Die Xlite ist Rückleuchte und Bremslicht zugleich, so verspricht es zumindest der Hersteller. Wir probierten die Leuchte aus.

  • Test: US-Downhiller
    Edle Big-Bikes aus USA

    31.10.2012Für 8500 Euro bekommt man so einiges heutzutage. Einen nagelneuen Kleinwagen zum Beispiel. Oder ein „Aroundtheworld“-Ticket. Oder ein Fahrrad. Ja, richtig gehört.

  • Neuheiten 2015: Schon getestet
    Scott Voltage FR710

    03.10.2014Auch das neue "Voltage" ist sehr variabel. Serienmäßig rollt es auf 27,5-Zoll-Rädern, bietet aber die Option für 26 Zoll.

  • FREERIDE Ausgabe 4/20
    Sei bereit für die neue Ausgabe FREERIDE

    09.10.2020Die letzte FREERIDE-Ausgabe 2020 liegt ab 14. Oktober am Kiosk. Themen im Heft: Neuheiten-Duelle, Spots ohne Liftunterstützung im Test, Enduros ab 3000 €, Interviews und vieles ...

  • Test 2016: Downhill Bikes bis 4000 Euro
    6 preiswerte Downhill Racer im Vergleich

    03.12.2016Dass moderne Worldcup-Bikes sauschnell sind, ist klar. Aber wieviel Formel 1 bleibt mit einem Preislimit ohne Highend-Komponenten? Kann ein Discount-Down­hiller schnell sein? ...