Reine Seele: Test Rose Soulfire 3 Reine Seele: Test Rose Soulfire 3 Reine Seele: Test Rose Soulfire 3

Test Freerider 2015: Rose Soulfire 3

Reine Seele: Test Rose Soulfire 3

  • Christian Schleker
 • Publiziert vor 5 Jahren

Das "Soulfire" erinnert mit seiner massiven Wippe, die sich auf dem Unterrohr abstützt, an Bikes wie das "601" von Liteville oder das "Torque" von Canyon. Keine schlechte Gesellschaft eigentlich.

Klassische Optik, durchdachte Ausstattung, gutes Gewicht. Das Rose fährt sich, wie es aussieht: eher unauffällig, aber gut.

Der Downhiller "Unchained" aus gleichem Haus hatte uns letztes Jahr schon positiv überrascht, weil er mit einer ähnlichen Hinterbaukinematik sehr linear und geschmeidig daherkam – ganz anders als wir die sonst eher (zu) progressiven Hinterbauten des Versenders erlebt haben. Das "Soulfire 3" kommt mit idealer Freeride-Ausstattung: Teleskopstütze, abfahrt­orientierter Dämpfer, 1x11-Übersetzung. Der sehr kurze Vorbau war für die sonst eher klassische Geometrie zu kurz für unseren Geschmack und beschränkte sowohl die Fahreigenschaften bergauf als auch das Handling bergab. Mit 50er-Vorbau fanden wir es dann passend – die Wahl hat man als Rose-Kunde zum Glück auch.

Haarscharf: Beim Rose Soulfire war der Hinterbau schief – an der einen Kettenstrebe schliff der Reifen bei Belastung, an der anderen Kettenstrebe war dagegen fast 1 Zentimeter Platz. Vorserie? Serien­streuung? Auf jeden Fall nicht optimal.

Mit exakt 14 Kilo ist das Rose leicht und fährt sich entsprechend gut bergauf. Der Hinterbau wippt kaum – mit zugedrehter Druckstufe kann man auch im Wiegetritt fahren. Bergab bietet das Rad einen ziemlich gelungenen Kompromiss aus Handlichkeit und Sicher­heit. Guter Popp, gute Bodenhaftung, ausgewogen in engen und weiten Kurven. Zumindest bis das Gelände richtig zornig wird. Wie in Bozen auf dem Felsgewitter des 4er-Steigs von Kohlern. Hier kommt das "Soulfire" an seine Geometriegrenzen. Der steilste Lenkwinkel im Test (66 Grad) und die auch ansonsten eher konservative Geometrie sorgen für weniger Sicherheit als zum Beispiel beim Kona oder beim Cube. 1,5 Grad flacher an der Front wäre aus unserer Sicht passend für den Einsatzbereich.


Fazit: Das Rose "Soulfire" bietet mit seinem geringen Gewicht und der guten Federungsperformance gute Voraussetzungen für einen breit einsetzbaren Freerider. Für hartes Gelände ist der Lenkwinkel etwas steil geraten und es fehlt an Laufruhe. Hier wäre ein Geo-Update zu empfehlen. Der leichte Laufradsatz hat den Test nicht heil überstanden.


PLUS • Hinterbau • Ausstattung • Gewicht
MINUS • Laufruhe


Herstellerangaben


Vertrieb   Rose Versand GmbH  www.roseversand.de
Material / Größen   Alu / S, M, L, XL
Preis / Gewicht ohne Pedale   3 999 Euro / 14 kg


Messdaten  


Federweg vorn / hinten 180 mm / 180 mm
Hinterbausystem Viergelenker


Ausstattung  


Gabel / Dämpfer   Fox 36 Float 180 Fit CTD / RockShox Vivid Air R2C
Kurbeln / Schaltung   eThirteen TRS+ / SRAM X01
Bremsanlage  SRAM Guide RSC
Laufräder DT-Swiss EX 1750 Spline Systemlaufradsatz, Continental Trail King 2,4 Reifen

Wippwipp hurra: Die am Rose-Unterrohr abgestützte Wippe entlockt dem "Vivid Air" gut nutzbare 180 Millimeter Hub, die auch bei hohem Tempo satt auf harte Schläge reagieren. 

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Schlagwörter: Freerider Rose Soulfire Test


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