Radon Swoop 170 10.0 HD im Test Radon Swoop 170 10.0 HD im Test Radon Swoop 170 10.0 HD im Test

Test 2016 – High-End-Enduros: Radon Swoop 170 10.0 HD

Radon Swoop 170 10.0 HD im Test

  • Dimitri Lehner
 • Publiziert vor 4 Jahren

Für 2016 zeichnete Konstrukteur Bodo Probst sein erfolgreiches Superenduro Swoop nach vier Jahren Laufzeit neu und nahm den Mund voll, als er versprach: besser bergauf, besser bergab.

Radon Swoop 170 10.0 HD: Sonderfarbe: In der Serie lackiert Radon sein 10.0er-Swoop Anthrazit statt Blau. Das Swoop 170 gibt es in fünf Modellen ab 2000 Euro. Ein Modell mit verspielterer Geo ist geplant.   

Schon der Vorläufer glänzte mit Bestnoten und schaffte den Spagat zwischen Laufruhe und Verspieltheit. Genau dieser magische Mix macht ein Enduro zum spaßigen Allrounder. Interessant am neuen Swoop: der Flip Chip. Er flacht den Lenkwinkel ab und schiebt das Tret-lager nach unten. Drei Positionen sind möglich. Uns gefiel die mittlere Einstellung (Trail). Auffällig: Probst verpasste dem Rad eine rassige Race-Geometrie. Das Alu-Bike besitzt den längsten Radstand und den größten Reach-Wert im Testfeld. Bergab lässt das Radon daher nichts anbrennen – Länge läuft! Das satte 170er-Fox-Fahrwerk besorgt den Rest und so pflügt das Swoop mit buddhistischer Gelassenheit durchs Gerümpel und bettelt förmlich drum, die Bremsen zu lösen. Sicherer, schneller und kontrollierter geht kaum. Kommentar der Tester: "Souverän!" Passend dazu: 800er-Lenker, die bissige MT-7-Bremsanlage, Kettenführung, steife Boost-Nabe im Heck. Kehrseite der Medaille: Das lange Bike wirkt in engen Kurven etwas sperrig und zeigt sich weniger verspielt. Trotz kurzer Kettenstrebe kippt das Radon nur durch mächtig Armzug aufs Hinterrad und verlangt für Geländesprünge Nachdruck. Auf Touren entwickelt es zwar viel Vortrieb ohne nerviges Wippen und lässt sich trotz abfahrtsorientiertem Dämpfer gut beschleundigen, doch auf kurvigen Trail-Rides macht die verspieltere Konkurrenz (z.B. Ibis, Norco, Alutech) mehr Spaß.


Fazit: Das Radon ist der Mini-Downhiller im Testfeld. Außer dem Alutech wirkte kein anderes Bike so souverän und sicher wie die Neukonstruktion von Radon. Kritikpunkt: Es dürfte verspielter sein.


STÄRKEN   Fahrwerk, Reifen, sicher & souverän, Bremsanlage
SCHWÄCHEN   wenig verspielt


Herstellerangaben
Vertrieb
   Radon Bikes, www.radon-bikes.com
Material/Größen   Alu/S, M, L, XL
Preis/Gewicht ohne Pedale   3799 Euro/14 kg


Messdaten  
Federweg vorne/hinten  
170 mm/170 mm
Hinterbausystem   Viergelenker


Ausstattung 
Gabel/Dämpfer 
  Fox 36 Float RC2/Fox Float X2
Kurbeln/Schaltung   SRAM X01/ SRAM XO1
Bremsanlage  Magura MT-7
Laufräder   Ethirteen TRS+ Systemlaufradsatz,
Reifen   Schwalbe Magic Mary Supergravity Trailstar2,35


Performance
Uphill 
  4 von 6 Punkten
Downhill   6 von 6 Punkten


FREERIDE-Urteil   9 von 10 Punkten

Flip-Chip: Der Dämpfer am Radon Swoop lässt sich in drei Positio­nen (Tour, Trail, Park) einhängen. Er flacht den Lenkwinkel um 1 Grad und senkt das Tretlager ab. Wir fanden den Trail-Modus sehr stimmig.

Radon Swoop: Der neue Abfahrtsdämpfer von Fox entwickelt viel Komfort, benötigt aber mehr Feingefühl beim Set-up. Die Einstellungen funktionieren nicht per Hand – ein klarer Rückschritt.

Radon Swoop 170 10.0 HD


FREERIDE-RANKING: Die Zahl (maximal 10 Punkte) gibt den Gesamteindruck der Tester wieder und ist keine Addition von Downhill- und Uphill-Punkten. 10 = Testsieger, besser geht nicht. 9 = Sehr gut. Kaufempfehlung. 8 = Solide Leistung. 7 = Unter Durchschnitt. Das Produkt hat Schwächen. 1 bis 6 = Davor können wir nur warnen!

Diesen Artikel finden Sie in FREERIDE 1/2016 - das Heft können Sie hier bestellen > FREERIDE IOS App (iPad) FREERIDE Android App 

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Themen: EnduroRadonSwoopTest


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