Norco Range C 7.2 im Test Norco Range C 7.2 im Test Norco Range C 7.2 im Test

Test 2016 – High-End-Enduros: Norco Range C 7.2

Norco Range C 7.2 im Test

  • Dimitri Lehner
 • Publiziert vor 4 Jahren

Norco kennt die Wünsche der Freerider. Ehrensache für eine Bikeschmiede aus Vancouver in British Columbia, dem Geburtsland unseres Sports.

Norco Range C 7.2: Die Carbonvariante des Range gibt es in vier Modellen ab 3800 bis 6000 Euro. Wem das zu viel ist, der kriegt das Range aus Alu ab 2600 Euro.  

Für 2016 bohrte Norco sein 160er-Enduro Range auf und spendierte dem Carbon-Boliden die neue 170er-Lyrik. Passend dazu: CaneCreeks dicker Double Barrel Air für ein sattes Heck. Dieses Komfort-Fahrwerk verwandelt das Bike in einen Freerider. Auch die Geometrie unterstützt das Freeride-Gefühl: kurzes Oberrohr, mäßiger Reach (416 Millimeter), kleiner Radstand, sogar die Alu-Kettenstreben (425 Millimeter) zählen zu den kürzesten im Testfeld. Das erzeugt eine kompakte, aufrechte Sitzposition – ohne beengt zu wirken. Draufsetzen, wohlfühlen lautet die Devise. Dem Norco gelingt der Mix aus Laufruhe und Wendigkeit. Es positioniert den Fahrer schön zentral, segelt bei Geländesprüngen und Dirt-Hügeln gut ausbalanciert durch die Luft, strahlt viel Sicherheit aus und ermutigt zu Stunts, die auch außerhalb der Komfortzone liegen – das Range gibt jederzeit Rückendeckung! In schnellen Kurvenwechseln steuert es sich nicht ganz so direkt wie Trek oder Propain, doch dafür haben die bergab das Nachsehen. Beim Downhill-Gehetze gehört das Norco zu den besten Abfahrern, nur Alutech und Radon reagieren noch souveräner auf die geologischen Gemeinheiten des Trails. Der Hinterbau des Norco ist überraschend antriebsneutral und wippt kaum, trotz des wuchtigen Double-Barrel-Dämpfers – das erleichtert den Uphill. Der Plattform-Hebel CS zeigt allerdings nur zarte Wirkung. Das Norco lässt sich gut pedalieren mit leichtem Gefühl, etwas von hinten zu treten. Detailschwäche: Die Kette peitschte das Alu der Kettenstrebe blank – hier fehlt ein effektiver Schutz.


Fazit: Sattes Fahrwerk, agile Wohlfühlgeometrie – das Norco ist verspielt und dennoch will man es bei der Downhill-Jagd gerne von der Leine lassen. Ein Enduro mit viel Freeride-Genen!


STÄRKEN  Fahrwerk, Wohlfühl-Geo, freeridig
SCHWÄCHEN  kein Schutz an der Kettenstrebe


Herstellerangaben
Vertrieb   LTP Sports Group, www.norco.com
Material/Größen   Hybrid/S, M, L, XL
Preis/Gewicht ohne Pedale   5799 Euro/13,8 kg


Messdaten  
Federweg vorne/hinten
  170 mm/160 mm
Hinterbausystem   Viergelenker


Ausstattung 
Gabel/Dämpfer 
  RockShox Lyrik RC Solo Air/CaneCreek Double Barrel Air
Kurbeln/Schaltung   SRAM XX1/SRAM X1
Bremsanlage  SRAM Guide RS
Laufräder  DT Swiss 350, Formula Naben/ Alex Volair Felge
Reifen  Schwalbe Magic Mary Evo Trailstar 2,35


Performance
Uphill 
  4 von 6 Punkten
Downhill   5 von 6 Punkten


FREERIDE-Urteil   9,5 von 10 Punkten

So mustergültig die Online-Beratung ist, in der Praxis fällt das Set-up schwer. Der Double Barrel am Norco lässt sich nur friemelig einstellen. Dafür versöhnt die DH-Performance des wuchtigen Dämpfers.

Um der neuen, fetteren 170er-Lyrik ihr ganzes Potenzial zu entlocken, braucht man Geduld und Experimentierfreude. Erst dann kann sich ein Aha-Erlebnis einstellen.

Norco Range C 7.2


FREERIDE-RANKING: Die Zahl (maximal 10 Punkte) gibt den Gesamteindruck der Tester wieder und ist keine Addition von Downhill- und Uphill-Punkten. 10 = Testsieger, besser geht nicht. 9 = Sehr gut. Kaufempfehlung. 8 = Solide Leistung. 7 = Unter Durchschnitt. Das Produkt hat Schwächen. 1 bis 6 = Davor können wir nur warnen!

Diesen Artikel finden Sie in FREERIDE 1/2016 - das Heft können Sie hier bestellen > FREERIDE IOS App (iPad) FREERIDE Android App 

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Schlagwörter: Enduro Norco Range Test


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