Test 2015 Big Bikes: Mondraker Summum Carbon Pro

Mondraker Summum Carbon Pro im Test

  • Dimitri Lehner
 • Publiziert vor 5 Jahren

"Das Teil ist so leicht wie ein Enduro – irre!" Als FREERIDE-Tester Laurin Lehner das Mondraker zum ersten Mal fährt, ist er komplett von den Socken.

Massig Reserven: Big Bikes begeistern mit fluffigem Fahrkomfort und einer hohen Fehlertoleranz. Fischi ist das egal, er will nur möglichst schnell sein – und da ist er beim leichten Mondraker an der richtigen Adresse.

Und wirklich: Der spanische Bolide in Vollcarbon-Bauweise wiegt sensationelle 14,8 Kilo und ist damit fast 3 Kilo (!) leichter als das Testfeld-Dickerchen von Scott. Weltmeister Danny Hart soll mit diesem traumhaft schönen und sündhaft teuren Downhiller zu neuer Höchstform finden. Wir tun uns erst mal schwer, das richtige Set-up zu finden. Das Heck sackt tief ein, hängt im Federweg und produziert Durchschläge und Platten. Gibt’s doch nicht! Wir wechseln die Federhärte von der gelieferten 400 auf 450. Noch immer hängen wir zu tief im Federweg. Also muss die 500er her. Dennoch: Der Charakter des Mondraker ist eigenwillig; das Fahrwerk ist heterogen. Vorn straff und linear und hinten sehr sensibel mit feinstem Ansprechverhalten, doch jetzt stark progressiv. Damit man die Feinfühligkeit des Hinterbaus überhaupt nutzen kann, muss man viel Gewicht aufs Vorderrad bringen. Das schaffen, gerade auf anspruchsvollen Kursen, nur sehr gute Fahrer. Fischi hat damit kein Problem und lobt das Fliegengewicht: "Das Bike hat Enduro-Handling – super!" Positioniert man sich aber wie gewohnt zentral, sackt das Heck zu tief und schon etwas in die Progression des Dämpfers. Die Folge: wenig Federweg, bockig, plattenanfällig (gerade mit den verbauten Diät-Reifen von Schwalbe).


Fazit: Das Mondraker ist ein eigenwilliges Rad und definitiv nichts für jeden. Es braucht Gewöhnung und will sehr aktiv gefahren werden. In den Händen eines Könners wird’s zur Race-Waffe.


Stärken Gewicht, Handling, Optik
Schwächen Hinterbau-Set-up

Das leichte Gewicht ist fast schon verdächtig! Ob das alles hält? Wir wollen nicht spekulieren. Tatsache dagegen: Das Mondraker hat das luftige Handling eines Enduros.

Hier ist kurz schon lang! In der 460er-Einstellung kriegt das Mondraker die Spurtreue eines Containerschiffs. Das war selbst Woldcupper Fischbach zu viel des Guten.

Raffiniertes Konzept: "Forward Geometrie" nennt Mondraker seine ganz eigene Idee für ein noch besseres Handling und direkteres Steuern. Tatsächlich ist das lange Bike erstaunlich handlich.


HERSTELLERANGABEN


Vertrieb   Blue Factory,  www.mondraker.com
Material/Größen   Carbon/S, M, L
Preis/Gewicht ohne Pedale   8099 Euro/14,8 kg


MESSDATEN


Federweg vorn/hinten   200 mm/205 mm
Hinterbausystem   VPP Float Link


AUSSTATTUNG 


Gabel/Dämpfer   Fox 40 RC2 Fit/Fox DHX RC4
Kurbeln/Schaltung   SRAM XO/SRAM XO1 DH
Bremsanlage  Formula RO
Laufräder  DT Swiss FR 1950 Systemlaufradsatz
Reifen   Schwalbe Magic Mary Super Gravity VertStar 2,35

Test 2015 Big Bikes: Mondraker Summum Carbon Pro

Test 2015 Big Bikes: Mondraker Summum Carbon Pro (FREERIDE-RANKING: Die Zahl (maximal 10 Punkte) gibt den Gesamteindruck wieder und ist keine Addition von Downhill- und Bikepark-Punkten.)

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Schlagwörter: Big Bikes Mondraker Test


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