Mondraker Dune XR im Test Mondraker Dune XR im Test Mondraker Dune XR im Test

Test 2015 Enduro Bikes: Mondraker Dune XR

Mondraker Dune XR im Test

  • Dimitri Lehner
 • Publiziert vor 5 Jahren

Das leichte Mondraker gefiel allen Testern mit seinem breiten Einsatzbereich, der direkten Lenkung und dem energischen Vortrieb. Nur wer maximalen Komfort bergab sucht, wird nicht ganz fündig.

Test 2015 Enduro Bikes: Mondraker Dune XR

Das spanische Bike-Label Mondraker geht mit "Fast Forward" ganz eigene Wege. Vor drei Jahren hatten die Spanier ihre spezielle Geometrie gemeinsam mit Downhill-Weltmeister und Enduro-Experte Fabien Barel entwickelt. Dabei schieben sie den Fahrer durch einen ultrakurzen Vorbau etwas weiter hinters Vorderrad und verlängern dafür das Oberrohr. Wenn’s bergab steil wird, soll diese rückverlagerte Position mehr Sicherheit geben. Die Hinterbau-Kinematik mit ihrem schwimmend angelenkten Federbein erinnert an das "Float Link" von Bodo Probst. Vorteil: ein vortriebstarkes, recht antriebsneutrales Heck. Die Daten des "Dune" schrecken auf den ersten Blick: Ein langes 630er-Oberrohr und ein monströs anmutender Reach von 468 Millimetern suggerieren eine Streckbank. Von wegen! Auf dem Trail überrascht das "Dune" mit einer angenehmen Fahrposition und vor allem verwundert, wie wendig und verspielt es mit diesen Maßen unterwegs ist. Zugegeben: An die "Fast Forward"-Steuerung muss man sich etwas gewöhnen. Das Bike will aktiv gefahren werden, dann zirkelt es spritzig durch Turns. Auf steilen Highspeed-Passagen bewahrt das Fox-Fahrwerk Ruhe und erzeugt Stabilität, unterstützt durch den langen Radstand. Hier zahlt sich die "Fast Forward"-Geometrie aus – man sitzt weiter hinterm Vorderrad, ohne Überschlagsgefühle. Das gibt ein Plus an Sicherheit. Selbst der steile Lenkwinkel stört nicht. Der kurze Hinterbau sorgt für die nötige Agilität. Er sackt nicht weg und wirkt aktiv. Bei Vollgas-Geballere durchs Gerümpel arbeitet das straffere Heck allerdings nicht so fluffig wie die der Bergab-Spezialisten im Testfeld (Giant, Rose, Bionicon). Den Formula-Bremsen "CR3" mit 180er-Scheiben fehlte etwas Biss und Dosierbarkeit.


Fazit: Das leichte Mondraker gefiel allen Testern mit seinem breiten Einsatzbereich, der direkten Lenkung und dem energischen Vortrieb. Nur wer maximalen Komfort bergab sucht, wird nicht ganz fündig.


STÄRKEN Allround-Einsatz, Verarbeitung, Gewicht
SCHWÄCHEN schwache Bremse

Buckelwal: spezielle Optik, spezielle Steuerung. Der kurze Vorbau des Mondraker "Dune" erzeugt ein sehr direktes Steuergefühl. Hat man sich daran gewöhnt, macht es viel Spaß. 

Den schwimmend aufgehängten Dämpfer schützt Mondraker mit einem Plastikstreifen. Die Druckstufe muss man nicht aktivieren, der Hinterbau wippt selbst im Wiegetritt kaum.

Test 2015 Enduro Bikes: Mondraker Dune XR

Test 2015 Enduro Bikes: Mondraker Dune XR

Die Zahl (maximal 10 Punkte) gibt den Gesamteindruck der Tester wieder und ist keine Addition von Downhill- und Uphill-Punkten.


Herstellerangaben


Vertrieb   Shock Therapy   www.shock-therapy.com
Material/Größen   Alu/S, M, L, XL
Preis/Gewicht ohne Pedale*   5799 Euro/13,3 kg


Messdaten  


Federweg vorne/hinten   160 mm/160 mm
Hinterbausystem VPP Float Link


Ausstattung 


Gabel/Dämpfer   Fox 36 Float RC2/Fox Float X CTD
Kurbeln/Schaltung   SRAM X1/ SRAM XO1
Bremsanlage  Formula CR3
Laufräder  Mavic Crossmax XL Systemlaufradsatz, Maxxis High Roller 2 2,3 Reifen

Diesen Artikel finden Sie in FREERIDE 2/2015 - das Heft können Sie hier bestellen > FREERIDE IOS App (iPad) FREERIDE Android App 

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Themen: DuneEnduroMondrakerTest


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