Einzeltest 2020: Lapierre eZesty AM 9.0

Minimalist: Lapierre Zesty mit E-Motor

  • Dimitri Lehner
 • Publiziert vor 7 Tagen

Minimal-Assist-Bike heißt der neuste Trend in der E-MTB-Szene. Diese Bikes sollen das Beste beider Welten vereinen – nämlich genug E-Unterstützung für den Uphill und pures MTB-Feeling für den Downhill.

Guckt mal genau hin! Richtig, in diesem Lapierre Zesty steckt ein Mini-E-Motor im Unterrohr. Vorteil: viel handlicher, viel agiler.

Das Konzept

Das Konzept ist einfach: Statt auf Power, setzen Minimal-Assist-Bikes auf weniger Power. Und auf weniger Akku-Kapazität. Dafür sollen diese Bikes aber durch natürliches Moun­tainbike-Feeling glänzen. Die Franzosen von Lapierre sind darin Vorreiter. Doch auch die deutschen Hersteller sind mit von der Partie. Schließlich steckt in dem eZesty der bayerische Fazua-Motor. Der Clou: Entnimmt man die Unterrohreinheit, bleibt das Bike fahrtauglich – nur eben drei Kilo leichter. So kommt das günstige, abgebildete Modell auf 16,6 Kilo. Das ist kein Sensationsgewicht – doch der "Zwei Bikes in einem"-Effekt beeindruckt.

Auf dem Trail

Der Fazua-Motor schnurrt geschmeidig und flüsterleise den Berg hoch. Das eZesty besitzt eine ausgewogene Geometrie mit kurzen Kettenstreben. Das nach hinten geneigte Sitzrohr und das lange Steuerrohr positioniert besonders große Fahrer während des Uphills weit hinten. Dadurch muss man viel Druck aufs Vorderrad geben. Doch technische, steile Uphills sind ohnehin nicht die Stärke von Minimal-Assist-E-MTBs. Bei der Abfahrt oder auf welligen Trails trumpft das eZesty mit verspielten Trailbike-Genen auf. Durch Bodenwellen manualen, an Geländekanten abziehen, in Anlieger pressen – das eZesty strotzt vor Spieltrieb. We like!

Für wen?

Wer die Unterstützung von E-Mountainbikes bei steilen Uphills schätzt, aber meist im Eco- oder Trail-Modus unterwegs ist, statt im Turbo-Modus, für den sind solche Minimal-Assist-Bikes definitiv interessant. Dieses E-Light-Mountainbike zählt zu den besten in dieser neuen Kategorie. Es kommt dem normalen Zesty auch optisch sehr nahe. Nur das Gewicht wünschen wir uns noch leichter. Ein weiterer Big-Player in der Kategorie ist das Specialized Levo SL mit einem abgespeckten Brose-Motor. Hier liegt das Expert-Modell (8700 €) bei 17,6 Kilo – Nachteil: Der Brose-Motor ist lauter und der Akku fest im Bike integriert.

Fakten   (in 27,5 Zoll/Größe L)


Federweg: 150 mm / 150 mm
Reach: 460 mm
Stack: 626 mm
Kettenstrebe: 436 mm
Lenkwinkel: 65°
Sitzwinkel: 74,5°
Tretlagerhöhe: 343 mm
Radstand: 1237 mm
Gewicht: ab 19,6 kg
Infos: www.bikes-lapierre.de


Das Lapierre eZesty mit Fazua-Motor gibt es in zwei Ausstattungen. Wir haben das günstigere AM 9.0 getes­tet für 5999 Euro. Das Top-Modell AM LTD spart ein weiteres Kilo. Der Preis liegt hier bei 7700 Euro.


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Schlagwörter: EZesty Lapierre test


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