Lapierre Spicy 527 im Test Lapierre Spicy 527 im Test Lapierre Spicy 527 im Test

Test 2016 – High-End-Enduros: Lapierre Spicy 527

Lapierre Spicy 527 im Test

  • Dimitri Lehner
 • Publiziert vor 4 Jahren

Wow, der Franzose liebt Speed. Bergab zählte das Lapierre zu unseren Favoriten. Hier spürt man die Handschrift des zehnfachen Downhill-Weltmeisters Nico Vouilloz.

Lapierre Spicy 527: Mag’s schnell und steil: das neue Spicy wurde von Serien-Weltmeister Nico Vouilloz noch kompromissloser auf Race getrimmt. Gibt’s auch mit elektronischem Federungssystem.  

Nico trimmte das Spicy auf Race-Einsatz. Dazu verpasste er dem Rad 2016 ein markantes, stark nach oben gewölbtes Oberrohr. Der "Kamelbuckel" erinnert etwas an die Fast-Forward-Geometrie des Mondraker Dune. Kaum ein anderes Bike drängte auf der Abfahrt so nach vorne und steuerte sich so direkt. Gemeinsam mit Radon zählt das Lapierre zu den längsten Bikes mit großem Reach-Wert. Das heißt: Solange die Schwerkraft am Spicy zerrt, lässt es keine Wünsche unerfüllt. Dann zeigt sich das Lapierre ausreichend wendig und steuert mit chirurgischer Präzision. Der 165-Millimeter-Hinterbau mit Monarch-Plus-Dämpfer und die sehr fluffig arbeitende Pike entwickeln angenehmen Komfort und bringen Ruhe ins Fahrwerk. Selbst auf der fiesen Rumpelpassage unseres Test-Trails, wo man mit anderen Bikes nur ans Lenkerfesthalten denkt und die Sicht nach vorne zu einem graugrünen Brei verwackelt, bleibt man mit dem Lapierre gelassen. Super: das Cockpit mit breitem 78er-Lenker und kurzem Vorbau. Erst bei weniger Impuls, zum Beispiel auf welligen Trails, wünschten wir uns das Lapierre verspielter. Hier wirkt das lange Spicy wie auch das Radon etwas sperrig und erfordert mehr Nachdruck und eine sehr aktive Fahrweise. Bedienerfreundlich: Ein schneller Griff an Gabel und Dämpfer und schon sind die Druckstufen aktiviert. Das funktioniert bei RockShox am besten und unterstützt den Vorwärtsdrang des Lapierre in der Ebene und beim Uphill. Vorbildlich!


Fazit: Das Lapierre ist ein Racer durch und durch. Bergab zählte es zu den Favoriten und begeistert mit Laufruhe und Speed. Klar, dass die Verspielheit da etwas auf der Strecke bleibt.


STÄRKEN laufruhig, direkt
SCHWÄCHEN wenig verspielt


Herstellerangaben
Vertrieb   Lapierre, www.bikes-lapierre.de
Material/Größen   Carbon/S, M, L, XL
Preis/Gewicht ohne Pedale  4499 Euro/13,7 kg


Messdaten  
Federweg vorne/hinten
 160 mm/165 mm
Hinterbausystem   Viergelenker


Ausstattung 
Gabel/Dämpfer
   RockShox Pike RC / RockShox Monarch Plus RC3
Kurbeln/Schaltung   Race Face Affect SL/SRAM GX
Bremsanlage  SRAM Guide R
Laufräder     Formula Nabe/Mavic EN 423 Felge, Reifen Maxxis High Roller II Exo TR 2,3


Performance
Uphill 
  5 von 6 Punkten
Downhill   5 von 6 Punkten


FREERIDE-Urteil   9 von 10 Punkten

Mitgedacht: Lapierre macht es den Käufern leicht, das RockShox-Fahrwerk lässt sich einfach bedienen und schnell einstellen. Eine Sag-Anzeige hilft zusätzlich beim Dämpfer-Set-up.

Kamel-Buckel: 2016 wölbt sich das Oberrohr des Lapierre Spicy stark nach oben und unterstreicht den Race-Charakter des Bikes. Es drängt förmlich nach vorne mit einem langen Radstand und viel Reach.

Lapierre Spicy 527


FREERIDE-RANKING: Die Zahl (maximal 10 Punkte) gibt den Gesamteindruck der Tester wieder und ist keine Addition von Downhill- und Uphill-Punkten. 10 = Testsieger, besser geht nicht. 9 = Sehr gut. Kaufempfehlung. 8 = Solide Leistung. 7 = Unter Durchschnitt. Das Produkt hat Schwächen. 1 bis 6 = Davor können wir nur warnen!

Diesen Artikel finden Sie in FREERIDE 1/2016 - das Heft können Sie hier bestellen > FREERIDE IOS App (iPad) FREERIDE Android App 

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Themen: EnduroLapierreSpicyTest


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