Kona Entourage DLX Kona Entourage DLX Kona Entourage DLX

Neuheiten 2012

Kona Entourage DLX

  • Dimitri Lehner
 • Publiziert vor 9 Jahren

Mit dem „Operator“ rennovierte Kona letztes Jahr seine Bike-Flotte. 2012 sorgt das „Entourage“ für frischen Wind. Jetzt fehlt nur noch ein moderner Leicht-Freerider und Kona mischt wieder ganz vorne mit.

Colin Stewart Fly baby! Das „Entourage“ wurde als reines Spaßbike für den Park entwickelt. 170 Millimeter Federweg, superkurze Kettenstreben und eine tolle Federungsperformance sind da in Sachen Zielerreichung ziemlich hilfreich.

Was Kona bei der Namesgebung "Entourage" im Sinn hatte, sei einmal dahingestellt, beschränken wir uns lieber auf knackharte Infos zu den Fahrleistungen: Genau wie bei Transition ist auch bei Kona offenbar "downsizing" in. Das "Entourage" geht auf den ersten Blick als "Operator" durch. Beim Blick aufs Datenblatt zeigen sich aber einige Unterschiede: Der Hinterbau ist extrem kurz, der Federweg mit 170 Millimetern geringer. Das "Entourage DLX" soll die neue Bikeparkwaffe der Kanadier sein.

Colin Stewart Kona Entourage DLX

Der klar lackierte Rahmen polarisiert mit seinen extrem geschwungenen Rohren. Der eine findet’s schick, der andere erträgt die Hängebauchschweinoptik nur widerwillig. Spontan erwartet man in so einem Bike dann aber eine extrafette Gabel, doch verbaut ist eine luftgefederte "Lyrik RC2 DH". Die Parts und der Stahlfederdämpfer sind stabil ausgelegt und deutlich auf Bergabperformance getrimmt.

Colin Stewart Kona Entourage DLX

Beim ersten Aufsitzen merkt man sofort, dass die Kona-Konstrukteure da weitermachen, wo sie beim "Operator" aufgehört haben. Das Bike ist schön flach, mit niedrigem Schwerpunkt. Die Federung fühlt sich schluckfreudig an und ist es auch. Sogar sehr. So sehr, dass wir kaum glauben konnten, dass das nur 170 Millimeter Hub am Heck sein sollen. Das "Entourage" fuhr sich auch bei hohem Tempo extrem entspannt und komfortabel. Dabei ist es handlich und springt gut. Den Federweg nutzt man sehr gut, eine sinnvolle Endprogression verhindert dabei Durchschläge effektiv. Der Hinterbau arbeitet schnell und sackt nicht weg. Die sehr kurzen Kettenstreben machen sich bei aggressiven Richtungswechseln positiv bemerkbar.

Positiv überrascht waren wir auch von der "Lyrik", die mit dem stahlgefederten Heck hervorragend mithalten konnte und dem Bike ein sehr ausgewogenes Fahrgefühl beschert. Kurzum, wir fanden das Kona allesamt sehr gelungen. Von "tollem Mini-Downhiller" bis "SX-Trail-mäßig" reichte die Bewertungsskala.

Colin Stewart Kona Entourage DLX

Fazit: Operation gelungen. Das "Entourage" kombiniert die sehr gute Federungsperformance des "Operator" mit einer aggressiven Bikeparkgeometrie. Es ist handlich, fährt sich aber gleichzeitig extrem sicher und schluckt auch fiese Brocken auf ausgewachsenen Downhillstrecken wie ein großes Bike. Das macht das Rad ideal für abwechslungsreiche Parks wie Bischofsmais, weil es eigentlich auf jeder Strecke Spaß macht. Tolle Geo, coole Optik (finden wir).


HERSTELLERANGABEN


Größen: S, M, M/L
Preis: 3.999 Euro
Gewicht: 17,1 kg (ohne Pedale)
Gabel: Rock Shox "Lyrik RC2 DH" (170 mm)
Dämpfer: Fox "DHX RC2" (170 mm)


MESSDATEN


Lenkwinkel: 64.4°,
Sitzwinkel: 57.5°
Oberrohr: 500 mm
Kettenstrebenlänge: 417 mm
Tretlagerhöhe: 335 mm


AUSSTATTUNG


Schaltung: Sram "X9"
Kurbel: FSA "Gravity GAP"
Bremsen: Avid "Code",
Vorbau: Easton "Havoc"
Sattelstütze: Easton "Havoc"
Sattel: WTB "Devo Sport"
Naben: Formula "Disc"
Felgen: Mavic "EX729"
Reifen: Maxxis "Minion DHF" 2.5

Themen: EntourageFreeriderKona


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