Ibis Mojo HD 3 im Test Ibis Mojo HD 3 im Test Ibis Mojo HD 3 im Test

Test 2016 – High-End-Enduros: Ibis Mojo HD 3

Ibis Mojo HD 3 im Test

  • Dimitri Lehner
 • Publiziert vor 5 Jahren

Das Ibis ist der Exot im Test. Das Bikelabel aus Santa Cruz, Kalifornien wurde bei uns erst bekannt, als Topracer Brian Lopes auf Ibis wechselte und sich auch Downhill-Göttin Chausson für das Mojo entschied.

Wolfgang Watzke Ibis Mojo HD 3: Tri-Cycles vertreibt Ibis in Deuschland und stattet die Rahmenkits nach Wunsch aus. Wem Schwarz zu dezent ist, der kriegt das Mojo auch in Knatsch-Grün oder Hellblau.   

Der Vogel Ibis ist ein treffender Name für das leichteste Bike (11,8 Kilo mit Serienreifen) im Test. Carbon überall. Das erklärt die organischen Formen – ein Rahmen wie aus Zuckerguss modelliert. Das HD3 ist die dritte Auflage des Mojo. "Länger, tiefer, flacher", sagen die Ibis-Konstrukteure. Doch so konsequent wie manch anderer Hersteller waren sie nicht. Gott sei Dank, finden wir. Der Lenkwinkel ist sogar recht steil (66,6 Grad), der Sitzwinkel eher flach. Man sitzt schön zentral und nicht so gestreckt auf dem Rad – angenehm! Schon nach wenigen Fahrmetern fällt das Rekord-Gewicht auf: Ein leichter Zug am Lenker reicht und schon hebt das Mojo zum Geländesprung ab. Kurzer Radstand und knappe Kettenstreben befeuern den Spieltrieb, lustvoll kippt das Ibis in Turns und beschleunigt spritzig aus Kurven. Hier trumpfen die superleichten Carbonlaufräder auf und begeistern mit Turbo-Effekt. In der Downhill-Wertung verblüffte uns das Fahrwerk, schließlich verfügt das Heck nur über 150 Millimeter Federweg, die der neue Abfahrtsdämpfer X2 von Fox aber gut zu kaschieren weiß. Das Fahrwerk gefiel, einen Spitzenplatz konnte das HD3 in der Downhill-Wertung aber nicht belegen. Der Hinterbau arbeitet satt, spricht sensibel an und erzeugt vor allem viel Popp. Bergauf gibt sich das Heck antriebsneutral und lässt das leichte Mojo flink klettern – trotz flacherem Sitzwinkel. "So muss ein Enduro sein!", zog ein Tester sein spontanes Fazit nach dem Test-Run. .–.


Fazit: Der superleichte Carbonflitzer ist nicht nur eine Augenweide, sondern auch ein spaßiger Allrounder. Wer einen langen, tiefen Racer mit maximaler Laufruhe sucht, wird allerdings nicht fündig.


STÄRKEN leicht, spritzig, Wohlfühl-Geo
SCHWÄCHEN kleine Bremsscheiben


Herstellerangaben
Vertrieb   Tri-Cycles, www.tri-cycles.de
Material/Größen   Carbon/S, M, L, XL
Preis/Gewicht ohne Pedale   7998 Euro/11,8 kg


Messdaten  
Federweg vorne/hinten   160 mm/150 mm
Hinterbausystem   DW-Link


Ausstattung 
Gabel/Dämpfer 
  Fox 36 Float Fit RC2/Fox Float X2
Kurbeln/Schaltung   Race Face Next SL/SRAM X1
Bremsanlage  SRAM Guide RS
Laufräder  Ibis 741 Systemlaufradsatz, ReifenSchwalbe Hans Dampf Evo Trail Star 2,25


Performance
Uphill 
  6 von 6 Punkten
Downhill   4 von 6 Punkten


FREERIDE-Urteil   9,5 von 10 Punkten

Wolfgang Watzke Kinematik-Guru Dave Weagle entwickelte den Hinterbau des Mojo. Trotz nominiell nur 150 Millimetern Federweg arbeitet das Heck dank des potenten Fox-Abfahrtsdämfpers X2 sehr effektiv.

Wolfgang Watzke Turbo-Effekt: Die Vollcarbon-Laufräder am Ibis Mojo sind nicht nur die leichtesten im Testfeld, durch die 41 Millimeter breiten Felgen erzeugen sie auch viel Grip und können mit weniger Luft gefahren werden.  

FREERIDE Magazin Ibis Mojo HD 3


FREERIDE-RANKING: Die Zahl (maximal 10 Punkte) gibt den Gesamteindruck der Tester wieder und ist keine Addition von Downhill- und Uphill-Punkten. 10 = Testsieger, besser geht nicht. 9 = Sehr gut. Kaufempfehlung. 8 = Solide Leistung. 7 = Unter Durchschnitt. Das Produkt hat Schwächen. 1 bis 6 = Davor können wir nur warnen!

Stéphane Candé Diesen Artikel finden Sie in FREERIDE 1/2016 - das Heft können Sie hier bestellen > FREERIDE IOS App (iPad) FREERIDE Android App 

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Themen: EnduroIbisMojoTest


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