Höhenmesser: Rocky Mountain Altitude 770 MSL Rallye Höhenmesser: Rocky Mountain Altitude 770 MSL Rallye Höhenmesser: Rocky Mountain Altitude 770 MSL Rallye

Test 2014: 7 Race-Enduros im Vergleich

Höhenmesser: Rocky Mountain Altitude 770 MSL Rallye

  • Christian Schleker
 • Publiziert vor 8 Jahren

Mit dem "Altitude 770 MSL Rallye Edition" liefert Rocky Mountain seine Definition eines Race­bikes.

Wolfgang Watzke Rocky Mountain Altitude 770 MSL Rallye 2014

Der edle Carbonrahmen und die High-End-Ausstattung drücken das Gewicht knapp unter 13 Kilo. Über einen Chip in der vorderen Dämpferaufnahme kann man die Kennlinie des Fox "Float X"-Dämpfers beeinflussen und die Geometrie anpassen. Wir entschieden uns für die bergablastigste, flachste Position. Beim Thema Schaltung tanzt das Rocky mit seiner knackigen 1x10-Übersetzung (34 Zähne vorne, 11-36 hinten) aus der Reihe. Steile Anstiege und Allround-Einsatz im Gebirge fallen damit aus. Dafür gibt’s eine Fernbedienung für die Druckstufe des Dämpfers. Das "Altitude" war in der gewählten Einstellung recht kurz und passte nur unserem 1,70 großen Tester wirklich gut.

Im Anstieg wippt der Hinterbau – mit maximaler Druckstufe per Klick am Lenker geht es aber straff und direkt vorwärts. Allerdings tritt man wegen des flachen Sitzwinkels etwas von hinten. Im Trail und bergab erwacht das Bike zum Leben. Handlich lässt es sich durch enge und weite Kurven ziehen und reagiert direkt auf Lenkbefehle. Im offenen Modus schluckt der Hinterbau richtig gut und liegt stabil im satten Hub, muss für Sprints aber immer verhärtet werden, sonst pumpt das Bike spürbar. Hemmschuh in hartem Terrain: Die Gabel arbeitet weniger sensibel als die "Pike" und nutzt zu viel Federweg bei mittleren Schlägen. Fährt man weniger Sag, wird sie unsensibel. Die Balance ist nicht ideal, das kostet Punkte.


Fazit: Das Rocky "Altitude" ist konsequent als Racebike aufgebaut. Zu konsequent finden wir, denn so eine reduzierte Gangauswahl schränkt den Einsatzbereich unnötig ein, ohne echte Vorteile im Rennen zu bieten. Der Hinterbau arbeitet bergab hervorragend, leider war die Gabel nicht ideal abzustimmen und trübte die ansonsten tollen Downhill-Eigenschaften.


Stärken: sattes Heck, Handling, Verarbeitung
Schwächen: etwas kurz, Gabel, Übersetzung


Max Schumann (26): "Die Geo am Rocky überzeugt. Leider leisten sich Fahrwerk und Gabel gewisse Schwächen. Die Sicherheit fehlt, das kostet Zeit im Rennen."


Herstellerangaben


Vertrieb   Bike Action GmbH   www.bikeaction.de
Material/Größen   Alu/XS,S,M,L,XL
Preis/Gewicht ohne Pedale   5499 Euro/12,9 kg


Messdaten


Federweg vorn/hinten   160 mm/150 mm
Hinterbau   systemabgestützter Eingelenker
Reach 403 mm
Stack 608 mm
BB-Drop  -11 mm


Ausstattung 


Gabel/Dämpfer   Fox Float 34 FIT CTD /Fox Float X CTD
Kurbeln/Schaltung   Race Face SixC/SRAM X0
Bremsanlage  Avid Elixir 9 Trail
Laufräder  Stans Notubes ZTR Flow Ex, SRAM X9 Naben, Continental Trail King 2,4 Reifen (Serie)

Daniel Simon Stylemaster: In Sachen Design macht den Jungs von Rocky Mountain keiner was vor. Das Altitude 770 gefiel optisch allen Testern. Beim Fahrverhalten waren die Meinungen geteilt.

Daniel Simon Kontrollhebel: Die Fernbedienung ist ein ideales Feature an so einem Racebike. Auf Knopfdruck wird der Hinterbau für Zwischensprints gestrafft. Beim Rocky Mountain Altitude war der Hebel aber generell nötig, um starkes Wippen zu unterbinden.

Daniel Simon Gabelsalat: Die "34" kam nicht an die Performance der "Pike" heran. In schnellen, ruppigen Passagen war sie zu zäh und reduzierte die Fahrleistung des Bikes. Dass die Fox mehr kann, haben wir bei unserem Dauertestmodell gesehen. Da war aber wohl Spezialöl drin, das erst 2015 serienmäßig zum Einsatz kommt.

FREERIDE Magazin FREERIDE-RANKING: Die Zahl (maximal 10 Punkte) gibt den GeSamteindruck wieder und ist keine Addition von Downhill- und Uphill-Punkten.

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Themen: AltitudeRace-EndurosRocky MountainTest

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