Heiße Eisen: 5 MTB Bremsen im Kurz-Check Heiße Eisen: 5 MTB Bremsen im Kurz-Check Heiße Eisen: 5 MTB Bremsen im Kurz-Check

Test 2016: Mountainbike Bremsen

Heiße Eisen: 5 MTB Bremsen im Kurz-Check

  • Dimitri Lehner
 • Publiziert vor 4 Jahren

Bissig und standhaft müssen sie sein: FREERIDE hat sich die Bremsen von Hope, Shimano, Sram, Magura und Brake Force One näher angeschaut.

Daniel Simon Test 2016: Mountainbike Bremsen

Bei Bremsen versteht der TÜV keinen Spaß – und wir auch nicht. Die Dinger müssen kräftig zubeißen. Fünf spannende Modelle im Labor- und Praxis-Test:


Brake Force One H2O


Technik: Zweikolbenbremse mit einteiligem Sattel, organische Beläge, Wasser mit Glysantin
Scheiben: 180 mm
Gewicht: 364 g (pro Bremse)
Preis: ab 350 Euro
Info www.brakeforceone.de

Sie ist die leichteste und innovativste Bremse in unserem Test. Neben dem Bremskraftverstärker nutzt die BFO Wasser an Stelle von Bremsflüssigkeit oder Mineralöl. Wir waren skeptisch, dass das Wasser zu kochen beginnen könnte – unbegründet! Die BFO packt schon bei niedriger Handkraft richtig kräftig zu und zeigte sich zudem sehr standfest. Doch der BFO-typische, eigenartig nachgebende Druckpunkt ist sehr gewöhnungsbedürftig.


Fazit: Innovative Bremse mit guter Bremskraft. Die Dosierung braucht Gewöhnung.


Bremskraft   5 von 6 Punkten
Standfestigkeit   4 von 6 Punkten


FREERIDE-Urteil     8,5 von 10 Punkten



Hope Tech 3 E4


Technik: Zweikolbenbremse mit einteiligem Sattel, organische Beläge, DOT-5.1-Flüssigkeit
Scheiben: 180 mm
Gewicht: 449 g (pro Bremse)
Preis: 289 Euro
Info 
www.hopetech.com

Fräskunst par excellence – dafür ist Hope bekannt. Mit 449 Gramm ist die Hope mit zweiteiliger Scheibe das Moppelchen im Testfeld. Dafür gibt es Eloxal-Optik und eine werkzeuglose Verstellung für Hebelweite und Leerweg, (Verstellrädchen recht scharfkantig). In der Praxis begeistern der stabile Druckpunkt der Hope und die tolle Ergonomie. Von der Bremskraft hätten wir uns bei so einem Vierkolben-Anker mehr erwartet: Schlusslicht im Vergleich!


Fazit: Tolle Haptik, die Bremsleistung könnte jedoch besser sein.


Bremskraft   3 von 6 Punkten
Standfestigkeit   4 von 6 Punkten


​FREERIDE-Urteil     8 von 10 Punkten



Magura MT5


Technik: Vierkolbenbremse mit einteiligem Sattel, organische Beläge, Mineralöl
Scheiben: 180 mm
Gewicht: 433 g (pro Bremse)
Preis: 151 Euro
Info   www.magura.de

Die MT5 ist die günstigste und beste Bremse im Test. Das ist doch mal eine Ansage! Bei Bremskraft und Standfestigkeit entwickelt die MT5 ähnlich viel Bumms wie der große Bruder MT7. Das macht sie zur sicheren Sache selbst bei fiesen Abfahrten. Die Unterschiede zur MT7 liegen im Detail: Die MT5 besitzt keine Einzelbeläge, hat eine um 10 Prozent geringere Übersetzung (beißt nicht so brachial zu) und stellt die Kolben besser zurück, was Schleifen verhindern soll.


Fazit: Super Bremse zum günstigen Preis. Auch für schwere Fahrer geeignet.


Bremskraft   6 von 6 Punkten
Standfestigkeit   5 von 6 Punkten


​FREERIDE-Urteil     10 von 10 Punkten



Shimano XT BL/BR-M8000


Technik: Zweikolbenbremse mit zweiteiligem Sattel, organische Beläge, Mineralöl
Scheiben: 180 mm
Gewicht: 446 g (pro Bremse)
Preis: ca. 180 Euro
Info www.shimano.com

Im Handel genießen Shimano-Bremsen den Ruf eines Sorglos-Produktes. Auch die neue XT will diese Tradition fortsetzen. Wir sind bekennende XT-Fans (liegt toll in der Hand) – doch Probleme mit einem wandernden Druckpunkt an Test-Bikes trüben bisher den Eindruck. Dafür erfreut die XT mit guter Bremskraft, Dosierbarkeit und Ergonomie. Ab 85 Kilo Fahrergewicht kann die Bremsscheibe bei extremer Belastung schmelzen – Punktabzug!


Fazit: Tolle Hebel-Ergonomie, gute Bremskraft – jedoch nix für schwere Fahrer.


Bremskraft   4 von 6 Punkten
Standfestigkeit   1 von 6 Punkten


​FREERIDE-Urteil     8 von 10 Punkten



SRAM Guide RSC Ultimate


Technik: Vierkolbenbremse mit zweiteiligem Sattel, organische Beläge, DOT-5.1-Flüssigkeit
Scheiben: 180 mm
Gewicht: 423 g (pro Bremse)
Preis: 376 Euro
Info   www.sram.com

Die Guide RSC Ultimate ist das neue Flaggschiff von SRAM mit Carbon-Hebel, Schnellentlüftung und isolierten Kolben. Sie ist 28 Gramm leichter als der Vorgänger. Im Praxistest überzeugte die neueste Evolutionsstufe der Guide mit einer hervorragenden Ergonomie und tadelloser Dosierbarkeit. Die Bremskraft ist ausreichend, auch wenn die Guide keine Spitzenwerte erreicht. Im Standfestigkeitstest verbog sich die Scheibe ab 85 Kilo Fahrergewicht.


Fazit: Die Guide ist eine sehr gute Bremse mit soliden Laborwerten.


Bremskraft   4 von 6 Punkten
Standfestigkeit   4 von 6 Punkten


​FREERIDE-Urteil     9 von 10 Punkten



FREERIDE-RANKING: Die Zahl (maximal 10 Punkte) gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Tester wieder. 

Martin Söderström Diesen Artikel finden Sie in FREERIDE 2/2016 - das Heft können Sie hier bestellen > FREERIDE IOS App (iPad) FREERIDE Android App 

Themen: Brake Force OneBremsenHopeMaguraShimanoSRAMTest


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