Fischers Fritze: Test Cube Fritzz Fischers Fritze: Test Cube Fritzz Fischers Fritze: Test Cube Fritzz

Test Freerider 2015: Cube Fritzz 180 HPA SL

Fischers Fritze: Test Cube Fritzz

  • Christian Schleker
 • Publiziert vor 6 Jahren

"Hanzz" ist tot, lang lebe "Fritzz"! Mit überarbeiteter Geo übernimmt die 180er-Version des Enduros das Freeride-Segment für Cube.

Daniel Simon Letztes Jahr empfahlen wir dringend ein Geo-Update für den Freerider "Hanzz". Cube hat uns erhört und mit dem "Fritzz 180" den perfekten Ersatz geliefert. Tourentauglicher und besser bergab – so sieht Fortschritt aus.

Das "Fritzz 180" bekommt für 2015 einen flacheren Lenkwinkel, eine neue Kinematik, ein sehr kurzes Sitzrohr und wieder 650B-Laufräder. Die Geometrie ist im Reach gemäßigt, aber radikal bei der Tretlagerabsenkung. Dadurch steigt der Stack-Wert auf deutlich über 600 Millimeter, die Steuerrohroberkante liegt also im Verhältnis zum Tretlager hoch. Mit diesen Werten ähnelt das Bike dem Scott "Genius LT" – mit identischem Effekt: Man steht extrem tief im Bike und sicher hinter der hohen Lenkzentrale. Das stark abfallende Oberrohr gibt maximale Bewegungsfreiheit. Cube stattet die Race-Version mit leichten Parts, vom Lenker aus einstellbarem CTD-Dämpfer und 1x11-Schaltung aus. Der Hinterreifen ist hip, aber nur bei Trockenheit sinnvoll. Das Bike ist leicht, die Fahrposition im Sattel angenehm und ausgewogen. Auch lange Anstiege sind problemlos möglich. Allerdings braucht der Dämpfer den Climb-Modus, sonst geht er bergauf tief in den Hub und wippt im Wiegetritt stark.

Kabelterror: Ob das Cube auch serienmäßig mit diesem schwarzen Wickelband ausgeliefert wird, wissen wir nicht. Sinnvoll wäre es schon, denn mehr Zug-Wirrwarr als beim "Fritzz" geht nicht.

Bergab liefern die Geo, die großen Laufräder und die neue Kinematik ein sehr sicheres Fahrgefühl. Die Federung bietet guten Komfort und Bodenhaftung. Allerdings ist der Hinterbau sehr linear geraten – in Kompressionen arbeitet der Dämpfer tief im Federweg. Um nicht zu weit hinten im Bike zu hängen, fuhren wir die meiste Zeit im Trail-Modus und öffneten die Druckstufe nur bei sehr verblockten, steilen Passagen. Die Fox "36" arbeitet sensibel. Die Druckstufe verhärtet auch bei hohem Tempo und harten Schlägen nicht – souverän. Das kurze Sitzrohr lässt kleinen Fahrern die Möglichkeit, für noch mehr Laufruhe den nächstgrößeren Rahmen zu wählen. Fahrer über 1,80 Meter bekommen bei Größe M Probleme mit dem Sattelauszug.


Fazit: Das "Fritzz 180" ist ein gelungener Freerider. Sehr leicht und tourentauglich, dabei stabil und sicher in der Abfahrt. Nicht ganz ideal: die Hinterbaukennlinie mit – für unseren Geschmack – zu wenig Progression.


PLUS • Ausstattung • Handling • Geometrie
MINUS • wenig Progression


Herstellerangaben


Vertrieb   Cube Bikes  www.cube.eu
Material / Größen   Alu / 16, 18, 20, 22"
Preis / Gewicht ohne Pedale   3699 Euro / 14 kg


Messdaten


Federweg vorn / hinten 180 mm / 180 mm
Hinterbausystem Viergelenker


Ausstattung


Gabel / Dämpfer   Fox 36 Float 180 Fit RC2 / Fox Float X CTD
Kurbeln / Schaltung   RaceFace Cinch / SRAM XO1
Bremsanlage  SRAM Guide R
Laufräder  DT Swiss CSW EM 3.7 Systemlaufradsatz, Schwalbe Magic Mary VS / Rock Razor TS SG 2,35

Kabelterror: Ob das Cube auch serienmäßig mit diesem schwarzen Wickelband ausgeliefert wird, wissen wir nicht. Sinnvoll wäre es schon, denn mehr Zug-Wirrwarr als beim "Fritzz" geht nicht.

Kabelterror: Ob das Cube auch serienmäßig mit diesem schwarzen Wickelband ausgeliefert wird, wissen wir nicht. Sinnvoll wäre es schon, denn mehr Zug-Wirrwarr als beim "Fritzz" geht nicht.

Kabelterror: Ob das Cube auch serienmäßig mit diesem schwarzen Wickelband ausgeliefert wird, wissen wir nicht. Sinnvoll wäre es schon, denn mehr Zug-Wirrwarr als beim "Fritzz" geht nicht.

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Themen: CubeFreeriderFritzzTest


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