Duell Hard- gegen Softcase: Evoc vs. B-Box Duell Hard- gegen Softcase: Evoc vs. B-Box Duell Hard- gegen Softcase: Evoc vs. B-Box
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Test 2016: Bike Bags für die Reise von Evoc und B-Box

Duell Hard- gegen Softcase: Evoc vs. B-Box

  • Laurin Lehner
 • Publiziert vor 5 Jahren

Softcase oder Hardcase? Wie soll man sein geliebtes Bike auf Reisen verpacken? Ein Duell.

Daniel Simon Duell Hard- gegen Softcase: Evoc (li.) vs. B-Box


Glaubensfrage
Cola oder Fanta? Snickers oder Mars? Hardcase oder Softcase? Hier scheiden sich die Geister – so ist das bei Glaubensfragen. Die einen vertrauen auf Hart- andere auf Soft-Schale. Wir ließen die zwei Konzepte im Praxistest gegen­einander antreten. Exemplarisch dafür wählten wir die harte B-Box und testeten sie gegen die weiche Evoc Bike Travel Bag Pro.


Facts
Bikes sind teuer. Sie sicher auf Flug­reisen zu verpacken, leider auch, wenn man zu speziellen Bike-
Koffern greift. Die B-Box kostet 660 Euro. Evocs Bike Travel Bag Pro ist mit 550 Euro kaum günstiger. Beim Wiegen bringt uns die B-Box bereits ins Grübeln: Bei einem Leergewicht von 13,9 Kilo darf das komplette Bike nicht viel mehr als 16 Kilo wiegen, um das 30-Kilo-Maximalgewicht bei den meisten Airlines nicht zu überschreiten. Da bringt es nichts, dass in der Box genug Platz für Schuhe, Pedale, Wechselreifen und Werkzeug ist. Bei der Evoc ist das dank des Leergewichts von nur 8,4 Kilo kein Problem. Auch hier gibt’s genug Stauraum für Schoner, Schläuche und mehr. Klarer Punktsieg für Evoc: 1:0.

Daniel Simon Evoc Bike Travel Bag Pro – 550 Euro – www.evocsports.com PLUS Bepacken, Gewicht, Verarbeitung MINUS kippt schnell


Bepacken
Für beiden Taschen müssen Laufräder, Lenker und Pedale des Bikes abmontiert werden. Bei der B-Box legt man das Bike in die Hartschale und fixiert es mit Plastikschlingen. Leider ist die Handhabung der Schlingen friemelig. Die Laufräder werden im Deckel mit zu klein geratenen Plastik­ösen fixiert, die zudem schnell verloren gehen können. Bei der Evoc öffnet man eine Seite der Tasche und stellt das Rad auf einen Abstellbock fürs Tretlager – easy! Klettverschlüsse sorgen für einen festen Halt. Die Laufräder steckt man in verstärkte Außentaschen. Auch beim Verpacken hat uns die Evoc besser gefallen. 2:0 für Evoc.


Transport
Mit einem Achsstand von 68,5 Zentimetern und tiefem Schwerpunkt rollt die B-Box so spurtreu wie ein Sportwagen. Die Breite von 81,5 Zentimetern ist allerdings etwas ungünstig, zum Beispiel bei Drehtüren oder in der Warteschlange. Nervig: Der Deckel hat eine scharfe Kante. Wenn man von oben greift, drückt sie auf den Handrücken. Die schmale Evoc (36,5 Zentinmeter) lässt sich auf glattem Untergrund bequem ziehen. Allerdings kippt sie schneller um, da der Schwerpunkt höher liegt und die Achse nur 32,5 Zentimeter breit ist. Diese Runde geht unentschieden aus. Punktestand: 3:1 für Evoc.


Sicherheit
Hardcase-Boxen sind robuster und haben den Ruf, ihren Inhalt besser zu schützen. Sie verteilen Kräfte besser und halten punktuellen Belastungen besser stand. Punktgewinn für die B-Box. Wir haben allerdings weder bei Hardcase noch bei Softcase schlechte Erfahrungen gemacht.
Endstand: 3:2 für Evoc!

Daniel Simon B-Box – 660 Euro – www.xoiox.info PLUS sehr robust und sicher, Schloss MINUS Gewicht, Kabelschlingen


FAZIT: Bei Hand­habung und Transport sind beide Bikekoffer nahezu gleichauf, doch im wichtigen Kriterium Gewicht zieht die B-Box den Kürzeren: Bei 13,9 Kilo Leergewicht fällt die Zuladung einfach zu gering aus. Free­ridern raten wir daher zur Evoc.

Unser Tipp für Sparfüchse: ein Fahrrad­karton tut’s auch!

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    Tipps für Flugreisen mit dem Bike

Themen: B-BoxBikebagDuellEvocFahrradkofferTest


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