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Test-Report: Rotwild R.G+ FS Evo

Downhill-Bike mit Motor: Rotwild R.G+ FS - Testergebnis und Tech. Daten

  • Christian Schleker
 • Publiziert vor 4 Jahren

Ein Downhill-Bike mit Motor – was ist das? Im Bikepark gibt’s doch Lifte! Aber auch Liftschlangen. Und ungenutzte Zeit im Sessel. Na dann! Einen Tag im Park – ohne Lift.


Rotwild R.G+ FS Evo

Colin Stewart Perfekte Tarnung: Selbst auf den zweiten Blick sieht das Rotwild aus wie ein ganz normaler Downhiller. Brose-Motor und Akku sind perfekt in das Rahmen-Design integriert. Auch die Ausstattung passt gut zum Einsatzzweck – nur die Teleskopstütze will nicht ins Bild passen. Macht aber Sinn.

8999 Euro sind für ein Downhill-Bike der Oberklasse keine Seltenheit. Das Rotwild bietet für den Preis neben hochwertigsten Komponenten den Brose-Motor und das hauseigene IPU-Akku-Pack. Die "integrated power unit" bildet als Carbon-Einheit das Unterrohr und fungiert gleichzeitig als Dämpferaufnahme und Wippenlager. Elegant und schick. Das macht das Bike zwar noch nicht zu einem Schnäppchen, aber der Preis erscheint angemessen. Um so mehr, weil die Fahrleistungen sehr gut sind.

Die Geometrie ist gelungen: bergab sicher mit langem Reach, flachem Lenkwinkel und tiefer Position im Rad. Bergauf effektiv mit steilem Sitzwinkel, gutem Druck auf dem Pedal und sanft einsetzender und fast geräuschloser Unterstützung des Brose-Motors. Das hochwertige Fahrwerk ist fein abstimmbar und arbeitet sehr harmonisch. Bergauf wippfrei und an Rampen stabil im oberen Hub. Bergab ist die Bodenhaftung überdurchschnittlich. Das Systemgewicht sorgt für ein extrem sattes, laufruhiges Fahrgefühl. Genau das braucht es, um richtig schnell zu sein. Und schnell ist man mit dem Rotwild in jedem Fall. Bei Lastwechseln stört das hohe Gewicht kaum, weil der Schwerpunkt sehr tief liegt. Beim Springen ist das Mehrgewicht schon eher ein Problem, oder besser: eine Herausforderung. Die große Schwungmasse beherrscht man nur mit erhöhtem Körpereinsatz. Hat man sich an dieses Mehr an Arbeit auf dem Bike gewöhnt, ist es breit in allen Bereichen des Freeridens einsetzbar. Neben klassisch-ruppigen Downhill-Strecken sind wir hohe Holz-Drops, steile Anlieger und Flowtrails gefahren und hatten überall Spaß. Kritikpunkte sind die 180er-Scheibe hinten, die schnell überhitzt und die zu lange 175er-Kurbel, die schnell aufsetzt. Mit einem 34er-Blatt vorne ließen sich Anstiege entspannter treten, ohne dass man die Motorunterstützung zu sehr hochdrehen muss. Ein Wechsel-Akku würde das Konzept perfekt und noch spaßorientierter machen.


DATEN


Antrieb   Brose
Max. Drehmoment   90 Nm
Akku    Lithium-Ionen, Rotwild IPU Carbon 500 Wh
Display   Brose


Ausstattung


Material / Größen   Alu/Carbon/M und L
Gabel/Dämpfer   Fox 40 Float 200 / FIT HSC/LSC Factory Kashima/Fox Float X2 2 /POS HSC/LSC HSR/LSR Factory Kashima
Bremse   Shimano Saint
Disc vorne/hinten   203/180 mm
Laufräder   DT Swiss FR 1950 27,5
Reifen   Continental Kaiser Projekt 2.4


Infos


Preis  8999 Euro
Gewicht   23,4 Kilo
Info    rotwild.de

Colin Stewart Minischirm: Das Display am linken Griff ist Schalt- und Ablesezentrale in einem. Motor-Power ändern geht damit gut, Status ablesen nicht. Zu klein.

Colin Stewart Lang und länger: In der "kurzen" Einstellung ist der Hinterbau genau richtig. Die lange brauchten wir nicht, Laufruhe und Balance des Bikes waren auch so perfekt.

Colin Stewart Stickerrätsel: Wir interpretierten die Zahlen auf dem Motor als Wattstufen – vielleicht sind’s aber auch Tresorkombinationen? Letztlich war immer genug Unterstützung da.


Nathan Hughes Diesen Artikel finden Sie in FREERIDE 4/2017 - das Heft können Sie hier bestellen > FREERIDE IOS App (iPad) FREERIDE Android App 

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Themen: E-BikeR.G+RotwildTest


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