Das Update beim Spicy hat sich gelohnt Das Update beim Spicy hat sich gelohnt Das Update beim Spicy hat sich gelohnt

Neuheiten 2015: Lapierre Spicy Team 2015

Das Update beim Spicy hat sich gelohnt

  • Christian Schleker
 • Publiziert vor 6 Jahren

Im Race-Enduro-Test hat das Lapierre „Spicy“ mit seinem elektronisch geregeltem Dämpfer zehn Punkte abgesahnt. Statt es dabei zu belassen, haben die Franzosen weiter am Feinschliff gearbeitet.

Manu Molle Lapierre Spicy Team 2015: Updates bei Computer nerven, weil sie die Festplatte zumüllen und selten alle Probleme lösen. Das Update beim "Spicy" hat sich aber gelohnt. Elektronik und Ausstattung sind noch besser geworden. Kritikpunkte? Fehlanzeige.

Beim 2014er-"Spicy" sind Handling und Fahrwerk top. Die elektronische Federung funktioniert fehlerfrei und zuverlässig. So lautete unser Fazit im großen Vergleich aktueller Race-Enduros ( FREERIDE 3/2014-> ). Will man an Kleinigkeiten rummäkeln, klappt das natürlich auch bei so einem Topbike: Die Verkabelung des "E:i"-Systems ist alles andere als hübsch. Der riesige Radcomputer als Steuerzentrale kommt klobig daher und die Menuführung ist nicht gerade intuitiv. Außerdem versperrt der Akku den Platz für einen Trinkflaschenhalter. Die Schwalbe-Bereifung mit 2,25er-"Hans Dampf" am Hinterrad ist eher All-Mountain. Und trotz sehr hohem Preis ist nicht die hochwertigste "Pike" verbaut.

Für 2015 hat Lapierre zuallererst das elektronische Herzstück des Bikes auf ein neues Level gehoben. "E:i Auto" nennt sich das Update. Der Bildschirm ist weg. Stattdessen schmiegt sich jetzt ein kleines Kunststoffkästchen mit nur einem Druckknopf und einer Diode seitlich an den Vorbau. Mit One-Touch-Steuerung wählt man zwischen drei manuellen Fahrmodi (offen / 50 Prozent Druckstufe / max. Plattform), oder regelt im Automodus die Sensibilität in drei Stufen. Auch die Software für die Automatik wurde angepasst. Das System reagiert jetzt bereits auf niedrigere Trittfrequenzen und schließt den Dämpfer bei 35 Umdrehungen pro Minuten auf glattem Untergrund (vorher 50 Umdrehungen). Der Akku sitzt in Form einer schmalen Röhre seitlich neben dem Unterrohr.

Et voilà: Platz für die Trinkflasche. Weil das System nur beim Umschalten für einen winzigen Moment aktiv ist und sonst schlummert, schont es den Akku – 25 Stunden Einsatzdauer verspricht der Hersteller. Bei uns hielt eine Ladung wochenlang. Außerdem bekam das neue "Spicy" vollwertige Enduro-Bereifung spendiert. Der Michelin "Wild Rock’R 2" an der Front und der "Grip’R" am Heck. An der Front werkelt 2015 die hochwertigste  "Pike" mit RTC3-Kartusche – obwohl im Test die Funktion des günstigeren Modells einwandfrei war.

Daniel Simon Lapierre Spicy Team 2015: Das iPhone unter den Enduros: Lapierre hat die elektronische Federung fürs Bike perfektioniert. Optisch unauffällig, technisch der Konkurrenz einen ganzen Schritt voraus. 

Bei so viel Fortschritt muss es doch einen Haken geben, denn teurer wird das "Spicy Team" 2015 nicht? Und ja, beim Werkstoff geht Lapierre einen Schritt zurück. Sitzstrebe und Wippe sind nicht mehr aus Carbon, wurden optisch dem alten Hinterbau aber perfekt nachempfunden. Das spart Kosten. 80 Gramm wird der Rahmen dadurch schwerer, bleibt aber laut Hersteller genauso steif und soll ohne geklebte Lagerpunkte zuverlässiger sein. Ob das stimmt, wird unser Langzeittest zeigen. Alle anderen Maßnahmen sind ein spürbarer Fortschritt. "E:i Auto" arbeitet perfekt und liefert – jetzt auch optisch unauffällig – eine perfekte Kombination aus Bodenhaftung, Komfort und Spritzigkeit. Da das Handling des Bikes unverändert gut ist, bleibt jetzt tatsächlich kein einziger Kritikpunkt mehr. Gute Arbeit!


PLUS  E:i Auto, Handling, Fahrwerk
MINUS nichts


Fazit: Das "Spicy Team" ist in der dritten Generation schlicht ausgereift. Perfekte Geo, tolle Federungsperformance und einwandfreie, unauffällige Funktion der elektronischen Dämpferregelung.

FREERIDE Magazin Lapierre Spicy Team 2025: die Geometrie


HERSTELLERANGABEN


Vertrieb  Lapierre SA,  www.bikes-lapierre.de
Material/Größen   Alu/S, M, L, XL
Preis   6 599 Euro
Gewicht ohne Pedale   13,4 kg


MESSDATEN


Federweg vorne/hinten   160 mm/150 mm
Hinterbausystem   Viergelenker


AUSSTATTUNG


Gabel/Dämpfer RockShox Pike RCT3/Monarch E:i RT3 Highvolume
Kurbeln/Schaltung   SRAM XX1/SRAM XX1
Bremsanlage  SRAM Guide RSC
Laufräder  SRAM Rail 50 Systemlaufradsatz, vo.: Michelin WIld Rock‘R, hi.: Michelin Wild Grip‘R 2,35

Themen: LapierreSpicy


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