Das Giant Glory im Praxistest in British Colombia Das Giant Glory im Praxistest in British Colombia Das Giant Glory im Praxistest in British Colombia

Neuheiten 2015: Giant Glory Zero 650B

Das Giant Glory im Praxistest in British Colombia

  • Laurin Lehner
 • Publiziert vor 7 Jahren

Zwei Jahre tüftelte Giant am neuen „Glory“ – wir durften es testen. Natürlich nicht irgendwo, sondern in British Columbia, Kanada. Unsere Eindrücke und wie uns das Rad gefallen hat, lest ihr hier.

Sterling Lorence Auch das neue Giant "Glory" setzt auf 650B-Laufräder. Wer weiß, vielleicht hätte sich diese Mini-Stufe mit den größeren Laufrädern auch einfach überrollen lassen – ausprobieren wollten wir es dann aber doch nicht.

Eins stellt Giant-Frontmann Andrew Juskaitis gleich klar: "Wir waren schon immer hundert Prozent von 650B-Laufrädern überzeugt, wir setzen sicher nicht nur darauf, weil es alle anderen machen." Zwei Jahre entwickelte Giant zusammen mit dem Worldcup-Team an dem neuen "Glory". Während Racer wie Andrew Neethling und Danny Hart eng mit den Giant-Konstrukteuren zusammenarbeiteten, blieben die Gravity-Biker offenbar außen vor. So wusste der Rampage-Sieger von 2012, Kurt Sorge, bei unserem Probike-Interview (FREERIDE 2/2014) so gut wie nichts über das neue Bike seines Arbeitgebers. Die Racer konnten ihre Vorlieben dagegen in das neue Bike einfließen lassen. Das meinten wir zu spüren. Denn das neue "Glory" wirkt so, als hätte man es noch konsequenter auf Racing getrimmt. Insgesamt wurde der Rahmen-Geo ein Update verpasst: größerer Reach, kürzerer Hinterbau, flacherer Lenkwinkel (63 Grad), tieferes Tretlager. Optisch wirkt das Bike stilsicher. Integrierte Gabel­anschläge und Kettenstrebenschutz sind zwar keine Raketenwissenschaft, doch nicht bei jedem Rad selbstverständlich. Auf innenverlegte Kabel verzichtete Giant bewusst. "Unzweckmäßig", sagt Andrew und spielt auf den zeitaufwendigeren Kabelwechsel an.

Hersteller Schlicht aber trendig: das neue Giant Glory"kommt optisch durchgestylt daher. Drei Ausstattungsvarianten soll es geben: 2.499 Euro (Glory 2), 3.499 Euro (Glory 1), 4.999 Euro (Glory 0). Noch setzt Giant auf Alu, doch ab März soll eine Carbon-Variante folgen. 

Genug gelabert – wir wollen wissen, wie sich das neue "Glory" fährt. Auf dem Downhill-Track in Pemberton, nahe Whistler, konnten wir die ersten Fahreindrücke sammeln. Die Strecke führt anfangs mit engen Turns durch den Wald und wird dann immer schneller. Weicher Erdboden wechselt mit Wurzelteppichen und zahmen Felspassagen. Beim ersten Aufsitzen fühlten wir uns auf Anhieb wohl. In schnellen, technischen Passagen "bulldozert" das Topmodell "Glory Zero" konsequent über alles, was im Weg liegt. So verleiht es dem Piloten viel Sicherheit, man will automatisch das Gas stehen lassen. Auch in enge Turns legt sich das Giant willig, ohne viel Geschwindigkeit zu verlieren. Die Race-Gene sind dabei spürbar – wie sich das neue "Glory" allerdings auf Jumplines im Bike­park schlägt, konnten wir beim Pressetermin noch nicht herausfinden.


Fazit: Das neue "Glory 650B" verleiht viel Sicherheit  und lässt sich gerne schnell fahren. Das Rad funktioniert, da sind wir uns sicher. Ob sich das neue Giant-Bike auch gegen die Konkurrenz von Trek, Specialized und Co. durchsetzen kann, wollen wir im nächsten Big-Bike-Vergleichstest herausfinden.


PLUS  Racing, Gewicht, Laufruhe
MINUS - - -


HERSTELLERANGABEN


Vertrieb  Giant Deutschland GmbH, www.giant-bicycles.com
Material/Größen  Alu/S,M,L,
Preis ohne Pedale  4-999 Euro
Gewicht 15,8 kg


MESSDATEN

Federweg vorne/hinten   200 mm/203 mm
Hinterbausystem Maestro


AUSSTATTUNG


Gabel/Dämpfer RockShox Boxxer 27,5 Team/RockShox Vivid R2C
Kurbeln/Schaltung   SRAM X01 DH/SRAM X01 DH
Bremsanlage  SRAM Guide RSC
Laufräder  DT-Swiss EX 471 Systemlaufradsatz, Schwalbe Magic Mary Evo 2,5 Reifen

FREERIDE Magazin Giant Glory Zero 650B

Themen: FahrberichtGiantGlory


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