Test Parkbikes

Billig Parken: Günstige Bikes für den Bikepark

  • Christian Schleker
 • Publiziert vor 8 Jahren

Parkbikes haben ein Problem, oder besser gesagt zwei: Sie sind eingezwängt zwischen den 180er Enduros und den Downhillbikes. Beide Klassen sind bikeparktauglich und beliebt.

Genagelte Probe: Die Tester Christian und Dimitri auf dem neuen „You go first“–Trail im Bikepark Bischofsmais. Das ideale Testumfeld für die drei Spezialisten YT „Noton 2.0“, Specialized „Status 1“ und Kona „Entourage 170“.

Der klassische, robuste Freeride ist zum Nischenprodukt verkommen. Dennoch haben einige Hersteller genau für diese Nische etwas entwickelt. Macht das noch Sinn? Wir haben drei Bikes im Preissegment bis 2500 Euro ins Rennen geschickt.

YT Industries "Noton 2.0" tritt an gegen das Kona "Entourage" und das Specialized "Status 1". Dabei ist die klassische Aufteilung (Versender = billig, Großserienhersteller = teuer) dieses Mal auf den Kopf gestellt. Specialized bietet sein Parkbike zum Kampfpreis von unter 2000 Euro an und ist damit satte 500 Euro günstiger als die beiden Konkurrenten. Dafür wurden zwangsläufig einfache Komponenten und Federelemente verbaut.

Doch der Branchenriese ist davon überzeugt, dass der neue Eingelenker sehr gut zur angepeilten Zielgruppe passt. Der deutsche Hersteller YT Industries bringt mit dem "Noton 2.0" ebenfalls ein brandneues Chassis für den reinen Parkeinsatz. Die Kosten, die YT beim Vertriebsnetz spart, stecken sie in hochwertige Rahmendetails (Radstandverstellung, extremes Hydroforming) und eine High-End-Ausstattung. Konas "Entourage" konnten wir schon im vergangenen Herbst in der Deluxe-Ausstattung testen und waren vom agilen Handling begeistert. Doch funktioniert das Konzept auch für deutlich weniger Geld? Um im Preiskampf bestehen zu können, musste auch Kona bei den Federelementen und der Ausstattung sparen.


Nischenprodukte

Man sieht es sofort: Der Trend geht im Park immer mehr zum Big Bike. Warum auch nicht? Anfänger profitieren von der enormen Fahrsicherheit und dem Komfort. Doch auf modernen Strecken mit flowiger Linienführung und vielen Sprüngen sind waschechte Downhiller oft zu träge und unhandlich unterwegs. Kona und YT treffen in Sachen Handling genau diese Nische. Springen, tricksen, eine Landung ungestraft versemmeln – dafür sind beide Bikes ideal. Das "Noton 2.0" zeigt wenig Schwächen, das "Entourage" leidet hingegen etwas unter der weichen Gabelabstimmung. Specialized zielt im Vergleich dazu mehr auf die Freunde des Downhill-Feelings. Spurstabil und sicher kommt man damit auch üble Trails runter, dafür bleibt die Dynamik auf der Strecke.


Fazit

Für 2000 bis 2500 Euro bekommt man bei allen drei Herstellern sehr viel Fahrspaß. Aber nur YT und Kona sind in unseren Augen Parkbikes, die wirklich eine Lücke zwischen Enduro und Downhiller schließen. Das Specialized ist eher als günstiger Einstieg ins Downhill-Segment zu sehen.


Die Testergebnisse dieser Bikes gibt's im PDF-Download:

• Kona Entourage 170
• Specialized Status 1
• YT Noton 2.0

Themen: KonaParkbikesSpecializedTestYT

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