Bergabgeschoss: Test Radon Swoop 190 9.0 Bergabgeschoss: Test Radon Swoop 190 9.0 Bergabgeschoss: Test Radon Swoop 190 9.0

Test Freerider 2015: Radon Swoop 190 9.0

Bergabgeschoss: Test Radon Swoop 190 9.0

  • Christian Schleker
 • Publiziert vor 6 Jahren

Das "Swoop 190" hat sich den Rahmen direkt vom Downhiller "Swoop 210" geborgt. Eine etwas andere Dämpferaufnahme, dezent angepasste Winkel und fertig ist der Freerider.

Daniel Simon Luft nach oben: Den sehr gelungenen Rahmen kombiniert Radon mit einer reinen Parkausstattung. Wir glauben, mit etwas Geschick beim Aufbau ist mehr drin – ein guter Freerider nämlich.

Nachdem das Bike mit Zehnfach-Kassette und Stummelstütze bei uns in der Redaktion gelandet war, wurde uns bewusst, dass es nicht so richtig in diesen Test passt. Radon bietet auch das "Swoop 175" mit Teleskopstütze, Fox "36" und bergtauglicher Übersetzung an. Bummer. Zum Umbestellen war’s zu spät, zum Weglassen zu schade. Also nahmen wir es mit nach Bozen und Finale – und haben es nicht bereut. Natürlich gab es Abzüge in der B-Note, weil Anstiege nur bedingt und längere Anfahrten zum Homespot mit der kaum versenkbaren Stütze nur mit schmerzenden Knien machbar sind.

Daniel Simon Gut abgehangen: Die "Fox 36 Talas 180" der letzten Generation war dem Nachfolgemodell in Sachen Sensibilität und Komfort klar überlegen. Echtes Freeride-Feeling – nach wie vor eine Topgabel.

Schade eigentlich, denn das "Swoop 190" kann bergab richtig viel: Mit langem Reach, kurzem Hinterbau und flachem Lenkwinkel war es als einziges Bike im Test dem Kona dicht auf den Fersen. Dabei profitierte es von der etwas sensibler abgestimmten Druckstufe der letztjährigen Fox "36 Talas Fit", die mit ihrer sehr linearen und geschmeidigen Federungsfunktion ähnlich gut arbeitet wie die "Lyrik" und perfekt zum satten und sensiblen Hinterbau passt. Die etwas tiefere Front macht Richtungswechsel aber leichter beherrschbar als beim Kona. Der Druck auf dem Vorderrad stimmt auch ohne viel Körpereinsatz. Selbst mit dem serienmäßigen "Hans Dampf", den wir sonst eigentlich immer aufs Hinterrad verbannen, konnten wir guten Grip erzeugen. "Wie auf Schienen" ist die zugegebenermaßen etwas abgenutzte Beschreibung der Kurvenfahrleistung. Aber hier passt sie wirklich gut.


Fazit: Das Radon kann Park und Downhill – und das richtig gut. Nur das Kona war bergab genauso schnell und sicher zu fahren. Hinterbau und Gabel harmonieren, die Fahrposition ist ideal für Mini-Downhill-Einsätze und schnelle Abfahrten. Für Jumps und Stunts etwas zu flach an der Front.Mit 1x11-Schaltung und einer Teleskopstütze mit 100 Millimetern Hub wäre es ein toller Freerider. So bleibt der Einsatzbereich beschränkt.


PLUS • Laufruhe • Fahrwerk • Gabel
MINUS • keine Touren • Sattelstützenversenkbarkeit

Tobias Woggon Race-Kiste: Das Radon "Swoop" kann seine Abstammung vom Downhiller kaum verbergen. Bei Highspeed und in langgezogenen Kurven  ist der blauschwarze Brummer ein sehr angenehmer Begleiter.


Herstellerangaben


Vertrieb   H&S Bike Discount GmbH  www.radon-bikes.de
Material / Größen   Alu / 16, 18, 20"
Preis / Gewicht ohne Pedale   2999 Euro / 15 kg


Messdaten  


Federweg vorn / hinten 180 mm / 190 mm
Hinterbausystem Viergelenker


Ausstattung 


Gabel / Dämpfer   Fox 36 Talas 180 Fit CTD / RockShox Vivid Air R2C
Kurbeln / Schaltung   RaceFace Atlas / SRAM X9
Bremsanlage  SRAM Elixir 9 Trail
Laufräder  Spank Spike 28 Systemlaufradsatz, Schwalbe Hans Dampf SG TS / PS 2,35, Reifen

Daniel Simon Gelungene Kinematik: Was der große Bruder kann, kann der kleine schon lange. Der Viergelenker des Radon Swoop arbeitet satt und mit 1A-Bodenhaftung wie im Downhiller aus gleichem Haus. Gute Endprogression, stabil im mittleren Hub.  

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Themen: FreeriderRadonSwoopTest


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