Alutech Fanes 5.0 V.3C im Test Alutech Fanes 5.0 V.3C im Test Alutech Fanes 5.0 V.3C im Test

Test 2016 – High-End-Enduros: Alutech Fanes 5.0

Alutech Fanes 5.0 V.3C im Test

  • Dimitri Lehner
 • Publiziert vor 4 Jahren

Jubelschreie aus Testerkehlen sind selten in einem so hochkarätigen Testfeld. Das Alutech ließ uns allerdings vor Euphorie aufjubeln – uns alle.

Wolfgang Watzke Alutech Fanes 5.0 V.3C: Farbe, Dekor, Ausstattung – Versender Alutech setzt individuelle Kundenwünsche um. So kann man sich das Fanes genau so hintrimmen, wie man’s mag – sehr gut!

"Das ist ganz klar ’ne 10!", zogen wir ein schnelles Fazit nach der Abfahrt. Wow! Das hubstärkste Bike lag so satt auf dem Trail, dass man automatisch die Finger von der Bremse nahm und auf V-max beschleunigen wollte. Kein anderes Fahrwerk konnte bergab so überzeugen wie das des Fanes. Dabei sind wir es in der kürzesten Einstellung gefahren. Die Kettenstreben lassen sich für mehr Laufruhe verlängern. Unnötig eigentlich, denn so blieb der Spieltrieb erhalten. Denn das Fanes verträgt nicht nur viel Speed, es steuert sich auch sehr direkt und präzise. Das begeistert! Das Alutech mit seinem tief gezogenen Oberrohr für viel Beinfreiheit verführte uns regelrecht, das Bike von einem Turn in den nächsten zu schaukeln, das Heck zum Scandinavian Flick schwänzeln zu lassen oder es sich zum Tabletop unter die Schulter zu ziehen. Ein Zucken der Handgelenke reicht, schon schnalzt es aufs Hinterrad und jagt im Manual über den Trail. Yeah – Freeride! Und da wären wir auch schon bei den wenigen kritischen Tönen: Wer ein strikt auf Vortrieb getrimmtes Wettkampf-Enduro sucht, der findet im Alutech nicht den Idealpartner. Da gibt es reinrassigere Racer. Trotz steilem Sitzwinkel hat man das Gefühl, etwas von hinten zu treten. Das Bike beschleunigt dennoch leichtfüßig und bewältigt Steigungen angenehm – seine Parade-Disziplin ist der Uphill aber nicht. Der Double-Barrel-Dämpfer lässt sich per Hebel etwas beruhigen – sehr effektiv ist die Zuschaltdruckstufe aber nicht. Richtig happy waren wir über die kräftige MT-7-Bremse von Magura, unzufrieden dagegen mit dem DeanEasy-Schlauchlos-System. Es verlor Luft und wir tauschten die Reifen gegen unsere Einheitsreifen von Maxxis.


Fazit: Bergab war das Alutech unsere erste Wahl. Die Mischung aus Laufruhe und Verspieltheit gelingt dem Bike aus Norddeutschland hervorragend. Von Trail bis Park – das Fanes ist immer eine Spaßgarantie!


STÄRKEN Fahrwerk, verspielt, Alleskönner
SCHWÄCHEN keine


Herstellerangaben
Vertrieb   Alutech, www.alutech-cycles.com
Material/Größen   Alu/XS, S, M, LXL
Preis/Gewicht ohne Pedale   3999 Euro/13,7 kg


Messdaten  
Federweg vorne/hinten   180 mm/170 mm
Hinterbausystem   Viergelenker


Ausstattung 
Gabel/Dämpfer 
  Fox 36 Float 180 RC2 Fit4 Kashima/CaneCreek Double Barrel Air CS
Kurbeln/Schaltung   E13 TRS R/SRAM XO1
Bremsanlage  Magura MT-7
Laufräder  Acros 75 Nabe/WTB KOM i23 Felge, ReifenWTB Vigilante TCS FRL 2,3


Performance
Uphill
  4 von 6 Punkten
Downhill   6 von 6 Punkten


FREERIDE-Urteil   10 von 10 Punkten

Daniel Simon Die Set-up-Empfehlungen von CaneCreek verpassen dem Fanes ein sehr softes Heck. Wir fuhren etwas straffer (20% Sag, HSC: 2, LSC 13, LSR: 2, LSR: 15) und wurden damit glücklich.

Daniel Simon Satter Federweg: Als einziger Hersteller rüstete Alutech sein Testbike mit einer 180er-Gabel aus. Das treibt die Eignung Richtung Freeride. Doch auf Wunsch gibt’s auch eine 160er-Forke. 

FREERIDE Magazin Alutech Fanes 5.0 V.3C


FREERIDE-RANKING: Die Zahl (maximal 10 Punkte) gibt den Gesamteindruck der Tester wieder und ist keine Addition von Downhill- und Uphill-Punkten. 10 = Testsieger, besser geht nicht. 9 = Sehr gut. Kaufempfehlung. 8 = Solide Leistung. 7 = Unter Durchschnitt. Das Produkt hat Schwächen. 1 bis 6 = Davor können wir nur warnen!

Stéphane Candé Diesen Artikel finden Sie in FREERIDE 1/2016 - das Heft können Sie hier bestellen > FREERIDE IOS App (iPad) FREERIDE Android App 

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Themen: AlutechEnduroFanesTest


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